Frust beim HSV

Ein Fläschchen Bier im Bus

SID
Donnerstag, 13.03.2008 | 15:35 Uhr
fußball, uefa-cup, hamburg
© Getty
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Hamburg - Die Enttäuschung beim Trainer des Hamburger SV war zu groß: Huub Stevens entpuppte sich nach einem unglücklichen Achtelfinal-Aus gegen Bayer Leverkusen als schlechter Verlierer und ließ jegliche Souveränität vermissen.

Nach einem spannenden UEFA-Pokal-Abend holte Stevens zur Medienschelte aus und lobte sein Team über alle Maßen: "Wenn ich schon lese: Frust oder Freude? Es kann kein Frust aufkommen nach so einem Spiel, ich muss meinen Spielern ein großes Kompliment machen", polterte der ungehaltene Niederländer, der sich in der Endphase des 3:2-Sieges (Hinspiel 0:1) sogar mit dem Schiedsrichter-Assistenten angelegt hatte, so dass Sportchef Dietmar Beiersdorfer dazwischengehen musste.

Die Frustration über die geplatzten Titel-Träume, die Klubchef Bernd Hoffmann formuliert hatte, saß bei allen tief. "Das ist ärgerlich und unverdient", sagte Hoffmann, der sich zugleich an das Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal trotz starker Vorstellung in Wolfsburg erinnert fühlte: "Wir sammeln derzeit überall Sympathiepunkte."

Taktik ging nicht auf

Sympathisch wollte Stevens nun gar nicht rüberkommen. Nach seinem Wutanfall in der Pressekonferenz traute sich keiner mehr, die Frage nach seiner Taktik zu stellen, die in Halbzeit eins alles andere als aufgegangen war.

Überraschend hatte er Piotr Trochowski auf die Bank gesetzt und den 19-jährigen Belgier Vadis Odjidja-Ofoe aufgeboten, abgesichert auf der rechten Seite durch den unerfahrenen Miso Brecko.

Erst als Trochowski den überforderten Odjidja-Ofoe ablöste, wendete sich das Blatt - zu spät. Richtig Glück hatten die Hamburger noch, dass ein Ellenbogen-Check von Paolo Guerrero nicht geahndet wurde.

Barbarez schockt alte Liebe

Zum stillen Genießer wurde der routinierte Sergej Barbarez, der mit dem wichtigen Treffer (18. Minute) zum 0:1 seine alte Liebe Hamburg schockte.

Der 36-Jährige mochte kaum jubeln, hielt sich die Hand vor die Augen und sagte später: "Ich wollte hier nicht den Kasper machen, die Leute haben Respekt verdient."

Die Genugtuung über den Beweis seiner Klasse, die man in Hamburg nach sechs Jahren nicht mehr gewürdigt hatte, wird dennoch groß gewesen sein.

Traum vom Endspiel

Da wagte er sogar einen Ausblick in die Zukunft: "Ich träume vom Finale." Wer den starken HSV ausschalte, könne weit kommen.

Weit kommen könnte auch Rene Adler, der einmal mehr seine Fähigkeiten unter Beweis stellte und in der hektischen Schlussphase ein viertes HSV-Tor verhinderte.

Seine Chancen, überraschend noch als dritter Torhüter mit der Nationalmannschaft zur Europameisterschaft zu fahren, werden damit nicht gesunken sein.

Taumelnd ins Ziel

Euphorische Töne waren im Bayer-Lager jedoch kaum zu hören. "Wir sind über die Ziellinie getaumelt", gab Coach Michael Skibbe zu, der die Ängstlichkeit seiner Spieler nicht verstehen konnte.

"Ich habe keine Erklärung, wir haben dem Gegner zuletzt 80 Meter Spielfeld überlassen." Als Gegner im Viertelfinale wolle man auf keinen Fall erneut gegen einen deutschen Gegner antreten, schon gar nicht gegen Bayern München.

Zum Feiern sollte ein "Fläschchen Bier im Bus" reichen, denn die Mannschaft der Stunde will nun auch in der Bundesliga am nur einen Punkt besseren HSV vorbeiziehen.

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