Donnerstag, 21.02.2008

Bayern - Aberdeen 5:1

Showtime in der Allianz-Arena

München - Der FC Bayern München hat auf dem Weg ins UEFA-Cup-Finale mit dem 175. Europapokal-Sieg locker die Hürde FC Aberdeen genommen. Eine Woche nach dem 2:2 in Schottland gewann der deutsche Rekordmeister das Rückspiel in der Runde der letzten 32 Teams mit 5:1 (2:0).

Bayern, Aberdeen
© Getty

Die Innenverteidiger Lucio (12. Minute) und Daniel van Buyten (36.) erzielten beim kraftsparenden und ungefährdeten Heim-Erfolg die Führung für den Titelfavoriten, der überragende Lukas Podolski (71./77.) krönte seine beste Leistung im EM-Jahr mit seinem zweiten Doppelpack im UEFA-Cup.

Den Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Tor-Gala setzte schließlich Mark van Bommel (85.), nachdem dem eingewechselten Steve Lovell kurz zuvor nur noch Ergebniskosmetik (83.) für die harmlosen Gäste gelungen war.

Hitzfeld rotiert wieder

Auch Trainer Ottmar Hitzfeld war ein großer Gewinner des Abends, denn seine Rotation erwies sich drei Tage vor dem Bundesliga-Topspiel gegen den HSV als gelungener Schachzug. Im Achtelfinale treffen die Bayern im März auf den französischen Vertreter Girondins Bordeaux oder RSC Anderlecht aus Belgien.

Trotz der Vorstandsschelte durch Karl-Heinz Rummenigge an der Personalrotation nach dem 2:2 im Gruppenspiel gegen die Bolton Wanderers Anfang November überraschte Hitzfeld erneut mit einigen Umstellungen.

Kroos von Beginn an

Podolski rückte für seinen zuletzt im Schatten von Luca Toni stehenden Nationalmannschaftskollegen Miroslav Klose in die Startelf. Zudem durften erstmals im UEFA-Cup der 18 Jahre alte Toni Kroos sowie Marcell Jansen und Andreas Ottl anstelle von Philipp Lahm, Ze Roberto und Bastian Schweinsteiger von Beginn an ran. Der Franzose Franck Ribery fehlte wegen eines Muskelfaserrisses.

Die Taktik des künftigen Schweizer Nationaltrainers auch mit Blick auf das Pokal-Derby am Mittwoch gegen den TSV 1860 München machten sich prompt bezahlt.

Innenverteidiger treffen 

Der glänzend aufgelegte Podolski traf bereits nach 82 Sekunden die Latte und überzeugte vor allem als Vorlagengeber. So spielte er vor dem Führungstor Kroos in Strafraumnähe an, der nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Freistoß jagte Lucio mit Gewalt in die Mitte des Gehäuses und trat damit erstmals seit dem Champions-League-Spiel bei Real Madrid vor einem Jahr als Torschütze für die Bayern in Erscheinung.

Zum zweiten Treffer durch den zweiten Innenverteidiger van Buyten lieferte Junioren-Nationalspieler Kroos die Vorlage per Freistoß. Beim Kopfball des Belgiers sah Aberdeens Torhüter Jamie Langfield nicht gut aus.

Dessen Gegenüber Oliver Kahn erlebte gegen die biederen Schotten, die in der ersten Hälfte vermehrt durch Fouls und Undiszipliniertheiten auffielen, einen recht geruhsamen Abend. In der ersten Hälfte hatte der 38 Jahre alte Bayern-Keeper einmal Glück, als Darren Mackie aus kurzer Distanz das Ziel verfehlte (24.).

Weniger Tempo nach der Pause

Nach dem Wechsel nahmen die Gastgeber mehr und mehr das Tempo raus und taten nicht mehr als nötig gegen die Dons. Einem Treffer Mackies versagte der polnische Schiedsrichter Robert Malek (56.) wegen einer Abseitsstellung zurecht die Anerkennung.

25 Minuten vor Schluss hatte Kloses Warten auf der Bank ein Ende und auch der Einsatz des für Toni eingewechselten Angreifers machte sich mit der Vorlage für Podolskis ersten Treffer bezahlt. Acht Minuten vor Schluss verhinderte Kahn mit einer Glanzparade gegen Barry Nicholson einen weiteren Treffer der Gäste.


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