UEFA-Cup

Für den HSV zählt nur der Gruppensieg

SID
Mittwoch, 19.12.2007 | 16:14 Uhr
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© Getty
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Hamburg - Vollgas statt Winterschlaf: Der Hamburger SV will im Spitzenspiel gegen den FC Basel (Do., ab 20.45 Uhr im SPOX-LIVE-TICKER) noch einmal für 90 Minuten alle Kraftreserven mobilisieren und als unbesiegter UEFA-Cup-Gruppenerster das erfolgreiche Jahr 2007 abschließen.

Zwar reicht schon ein Punkt für das Unterfangen, aber mit dem vierten Sieg in Gruppe D würden die Hamburger ihre diesjährige Vorreiterrolle unter den deutschen Klubs als Punktelieferant für die UEFA-Wertung weiter ausbauen. "Wir wollen Leistung zeigen und Gruppensieger werden", lautet die klare Ansage von Trainer Huub Stevens vor dem Jahres-"Endspiel" gegen den Gruppenzweiten (7 Punkte). "Und natürlich denken wir auch an Deutschland".

Mit 11,5 Punkten führt der HSV vor dem Champions-League-Teilnehmer FC Schalke 04 (10) die Wertung an und hat eine Bilanz von zuletzt sechs Europapokal-Siegen in Serie.

"Wir sind auf einem sehr guten Weg und wollen noch einmal alles zeigen, auch als Dankeschön an unsere Fans", sagt Stevens, der einen Schlendrian so kurz vor Weihnachten nicht zulassen will. Zu viel steht auf dem Spiel.

"Als Gruppenerster ist die Ausgangsposition für die nächste Runde ideal", sagt der HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann mit Blick auf die Auslosung am Freitag, wo dann ein Gruppendritter auf die Norddeutschen warten würde. Zudem dürfte man zuerst auswärts antreten. Der Gruppenzweite trifft dagegen auf einen Drittplatzierten aus der Champions-League-Gruppenphase.

 Van der Vaart im Blickpunkt 

Die Aufmerksamkeit rund um die Partie zieht wieder einmal Rafael van der Vaart auf sich, dessen Wechselabsichten in Hamburg tagtäglich für Diskussionsstoff sorgen.

Nun bedankten sich die Mitspieler bei ihrem Kapitän auf ihre Weise mit einem Weihnachtsgeschenk für das provokante Sommertheater, das ihnen van der Vaart beschert hatte. In Anspielung auf das Valencia-Trikot, in dem sich der Niederländer im August ablichten ließ, um seinen Wechsel zu erzwingen, überreichten sie ihm beim Weihnachts-Brunch ein orangefarbenes Trikot des spanischen Erstligisten mit dem Schriftzug "Van der Verrat".

Der 24-jährige Mittelfeldakteur reagierte gelassen auf das Präsent. "Das ist Humor. Ich habe das Trikot aufgehoben", sagte der Niederländer der "Bild"-Zeitung .

Sportlich will van der Vaart in dieser Saison mit dem HSV noch einiges erreichen, zumal ein Wechsel im Winter von Vereinsseite kategorisch ausgeschlossen wird. Bei möglichen Angeboten will der Klub, der eine Vertragsverlängerung mit dem Niederländer anstrebt, wie im Sommer bei Valencias 20-Millionen-Offerte standhaft bleiben.

Personalprobleme beim Underdog 

"Van der Vaart ist der überragende Mann beim HSV", hat auch der Trainer des FC Basel, Christian Gross, erkannt. Er sieht sein Team als krassen Außenseiter, auch wenn es ebenso wie die Hanseaten noch kein Gegentor in der Gruppenphase kassierte.

Im Gegensatz zu Stevens kann Gross allerdings personell nicht aus dem Vollen schöpfen - er muss auf die verletzten Offensiv-Asse Marco Streller und Scott Chipperfield verzichten. Der Schweizer Tabellenführer kann andererseits aber auch auf eine außergewöhnliche Erfolgsbilanz in 2007 verweisen: Von 52 Pflichtspielen verlor Basel nur dreimal.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Hamburger SV: Rost - Boateng, Reinhardt, Mathijsen, Atouba -Jarolim, Kompany - Trochowski, van der Vaart, Olic - Guerrero

FC Basel: Crayton - Hodel, Majstorovic, Marque, Zanni - Huggel - Frei, Caicedo, Ergic, Carlitos - Eduardo

Schiedsrichter: Vollquarz (Dänemark)

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