Wehe, wenn's schief geht...

Von Thomas Gaber
Mittwoch, 19.12.2007 | 13:29 Uhr
ze roberto
© Imago
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München - Eines steht fest: Wenn der FC Bayern München heute Abend zu seinem letzten und gleichzeitig entscheidenden UEFA-Cup-Gruppenspiel gegen Aris Saloniki (20.45 Uhr im SPOX-LIVE-TICKER) antritt, wird es ordentlich rauchen. Es dürfte laut werden und grelle Farben sind angesagt.

Der FC Bayern möchte nämlich seinen treuen Zuschauern danken - in Form eines großen Feuerwerks. Nach dem Spiel werden die Raketen gen Himmel gejagt, egal ob's was zu feiern gibt (den Einzug der Münchner in die Runde der letzten 32) oder eben nicht.

(Was passiert, wenn... - spielen Sie Schicksal mit dem UEFA-Cup-Tabellenrechner)  

"Wir möchten uns damit für die großartige Unterstützung im zurückliegenden Jahr bei allen Fans und Partnern bedanken", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

 

Klose sicher: "Wir gewinnen" 

Das weihnachtliche Rahmenprogramm beinhaltet zudem den kostenlosen Verzehr von Lebkuchen und Glühwein.

Beim FC Bayern geht aber niemand davon aus, dass sich die Fans wegen eines erneuten Misserfolgs betrinken müssen. "Wir spielen zu Hause und sollten uns auf unsere Stärken besinnen. Wir werden dieses Spiel gewinnen und in die K.o.-Runde einziehen", sagte Miroslav Klose.

Ein vorzeitiges Ausscheiden hätte auch fatale Folgen - für den Verein, für den Trainer, aber auch für den deutschen Fußball.

Ottmar Hitzfeld müsste wohl gehen

Der Bayern-Trainer steht seit Wochen im Kreuzfeuer der Kritik. "Ich komme mir vor wie im Abstiegskampf", sagte Hitzfeld nach dem 0:0 bei Hertha BSC Berlin. Ihn habe die Vehemenz der öffentlichen Kritik sehr überrascht, so der 58-Jährige.

Er werde in der Winterpause ein Fazit ziehen, "dann sehen wir, wo wir stehen. Dann werde ich eine Entscheidung fällen und sie dem FC Bayern mitteilen." Doch es ist längst nicht mehr nur Hitzfelds Entscheidung, ob er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag noch einmal verlängern wird. Die Gerüchte, dass die Vereinsführung bereits mit Hitzfeld abgeschlossen und bei Stuttgart-Coach Armin Veh angefragt haben soll, halten sich trotz aller Dementi hartnäckig.

Eine Niederlage gegen Saloniki dürfte Hitzfelds Aus besiegeln. Nach übereinstimmenden Berichten in Zeitungen aus Österreich und der Schweiz soll Hitzfeld Nachfolger von Giovanni Trapattoni bei Red Bull Salzburg werden.

Dazu Hitzfeld: "Es gibt eine Menge Gerüchte, an denen ich mich aber nicht beteiligen werde."

Das Renommee würde sinken

Franck Ribery sagte im Interview mit SPOX.com, dass die Bundesliga auch für Stars wie Thierry Henry interessant ist. Allerdings nur, wenn die deutschen Vereine auf internationalem Terrain mithalten können.

Und wenn nicht einmal das Flaggschiff des deutschen Fußballs die UEFA-Cup-Gruppenphase übersteht, sind Topspieler nicht zu bekommen. Die Bundesliga würde bei Bayerns Ausscheiden viel Reputation einbüßen.

Langeweile in der Bundesliga

Hohn und Spott von allen Seiten ist dem FC Bayern bei einer Pleite gegen Saloniki sicher. Doch die Schadenfreude dürfte sich als Bumerang erweisen. Ohne Doppelbelastung macht Bayern die nationale Konkurrenz platt.

Zuletzt waren die Münchner in der Saison 2002/03 in der zweiten Saisonhälfte international nicht mehr vertreten und eilten im Frühjahr von Sieg zu Sieg. Nach dem 30. Spieltag war der Meister-Drops zugunsten der Bayern gelutscht.

Finanzielle Einbußen

"Wir müssen schon das Finale im UEFA-Cup erreichen, um das gleiche zu verdienen wie in der Gruppenphase der Champions League", sagt FCB-Manager Uli Hoeneß.

Etwa 13 Millionen Euro sind im UEFA-Cup maximal zu holen, der Großteil in der K.o.-Phase. Ein vorzeitiges Aus würde die Bayern rund zehn Millionen Euro kosten.

Schwächung in der Fünfjahreswertung

PSV Eindhoven, Werder Bremen, Glasgow Rangers, Rosenborg Trondheim, Olympique Marseille, Slavia Prag, Benfica und Sportling Lissabon kommen aus der Champions League in den UEFA-Cup. Dazu Atletico Madrid, Tottenham Hotspur, Bayer Leverkusen, Panathinaikos Athen. Sicherlich keine Laufkundschaft, aber auch keine Konkurrenz, vor der Bayern in Ehrfurcht erstarren muss.

Die Chance nach 2001 (Champions League) wieder eine internationale Trophäe nach München zu holen, war nie größer.

Auch im Hinblick auf die Fünfjahreswertung der UEFA, die die Vergabe der Startplätze in den europäischen Wettbewerben regelt, ist Bayerns Verweildauer im UEFA-Cup wichtig.

7,07 Punkte haben die deutschen Vereine in dieser Saison bereits gesammelt, deutlich mehr als die unmittelbare Konkurrenz aus Frankreich und Rumänien. Mit Bremen, Leverkusen und dem Hamburger SV stellt die Bundesliga definitiv drei Vereine in der K.o.-Phase. Eventuell kommt noch Nürnberg dazu.

Der ganz großen Wurf im UEFA-Cup ist aber am ehesten, genau - dem FC Bayern zuzutrauen.

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