Fussball

Willkommene Abwechslung für den HSV

Von dpa
hav, frankfurt
© Getty

Hamburg - Mit gemischten Gefühlen bestiegen die Spieler des Hamburger SV den Charterflieger nach Bulgarien.  

"Gut, dass wir gleich wieder ran müssen, dann geht der Blick nach vorne und wir können uns den Frust gegen Lowetsch rauslaufen und wegschießen", sagte David Jarolim vor dem UEFA-Cup-Hinspiel bei Litex Lowetsch um den Einzug in die Gruppenphase.

"Wir hatten durch die Niederlage in Frankfurt den denkbar schlechtesten Start in die englischen Wochen. Jetzt müssen wir uns international beweisen", forderte Bastian Reinhardt.

Kompany bleibt in Hamburg 

Zu Hause bleiben musste Vincent Kompany, der sich beim 1:2 in Frankfurt eine Adduktorenverletzung zugezogen hat und drei Wochen ausfällt.

Die angeschlagenen Paolo Guerrero (Magen-Darm-Grippe), Jerome Boateng und Romeo Castelen (Knöchelblessuren) gehören dagegen zum 19er-Kader.

Stevens fordert Respekt vor dem Gegner 

"Paolo hat kein Fieber. Ich hoffe, dass wir die drei wieder hinbekommen", sagte Trainer Huub Stevens, der davor warnt, die Nordbulgarien zu unterschätzen.

"Lowetsch hat eine ordentliche Mannschaft und ist stärker als unser letzter Gegner Honved Budapest", behauptete der Niederländer, dem beim Auftritt seiner Mannschaft am Main die Leidenschaft fehlte.

Er bemängelte die fehlende Robustheit in den Zweikämpfen, die Disziplin und die fehlende Angriffswucht. "Frankfurt ist aber abgehakt, jetzt zählt nur noch Lowetsch."

DFB ermittelt gegen Atouba 

Ganz abgehakt ist das Spiel aber nicht, denn zum Wochenanfang erwartet der HSV eine Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), ob er gegen Thimothee Atouba nach dessen Ellenbogen-Check gegen Albert Streit ermittelt.

Auch die Disziplinlosigkeiten seiner Mannschaft will der Verein nicht weiter dulden.

"Wir werden in Zukunft die Spieler zur Rechenschaft ziehen", betonte Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer und drohte Geldstrafen an.

Demel darf ran 

Seit Sommer 2006 wurden bei den Norddeutschen acht Profis vom Platz gestellt und fehlten dem Team mitunter Wochen. So wie Wiederholungstäter Guy Demel, der nun aber wenigstens international dabei sein kann.

Wie der HSV ist auch Pokalfinalist Lowetsch nicht in Top-Form: Bei Spartak Varna kam Litex in der Meisterschaft nur zu einem 0:0 und ist Tabellensechster der A-Liga.

Spasow baut auf die Heimstärke

"Auswärts sind wir nicht konstant genug", bemängelte Trainer Ferario Spasow, der bei einer Niederlage gegen die Hanseaten schon unter Druck geraten könnte.

"Zu Hause in unserem Stadion sind wir stärker", meinte Spasow. Er gewann 1999 mit Litex die Meisterschaft und lässt offensiv spielen. Torgefährlichster Akteur ist der 19-jährige Iwelin Popow. Finanziert wird der Club aus der 42 000-Einwohner-Stadt von dem Öl-Milliardär Grischa Gantschew.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Litex Lowetsch: Todorow - Popow, Nikolow, Uras, Wenkow - Boudarene, Sandrinho, Manolew, Wellingtom - Iwelin Popow - Beto

Hamburger SV: Rost - Demel, Reinhardt, Mathijsen, Atouba - Jarolim, de Jong - Trochowski, van der Vaart, Olic - Zidan

Schiedsrichter: Asumaa (Finnland)

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