Themenwoche - Uli Hoeneß als Präsident beim FC Bayern

Übervater Strauß'scher Dimension

Freitag, 25.11.2016 | 09:48 Uhr
Uli Hoeneß gehört zu den wichtigsten Persönlichkeiten beim FC Bayern
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
Rom -
Bologne
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Club Brugge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

Am Freitag werden die Mitglieder des FC Bayern München Uli Hoeneß wieder zum Präsidenten wählen. Der Verein bekommt damit einen elementaren Teil seiner Identität zurück. Ein Kommentar von SPOX-Redakteur Andreas Lehner.

Warum tut sich Uli Hoeneß das nochmal an? Warum kehrt er nach seiner Gefängnisstrafe wieder in die Öffentlichkeit zurück? Und warum setzt er sich damit dem Druck seiner Kritiker aus, die jedes Wort und jede Tat in Verhältnis zu seiner Vergangenheit stellen werden?

Wer Hoeneß in den letzten Wochen getroffen hat und wer ihn hat sprechen hören, der hat einen zufriedenen Menschen erlebt. Einen Mann, der in sich ruht und der sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreut. Zum Beispiel an seinem neuen Fernseher, der ihm ein derart scharfes Bild ins Wohnzimmer zaubert, dass er darauf die Schweißperlen der Sportler oder die Falten der Nachrichtensprecher erkennt.

Der Alltag hat Uli Hoeneß wieder und Uli Hoeneß hat den Alltag wieder. Das ist nach einem Gefängnisaufenthalt durchaus eine Beschreibung wert, denn den Entzug der Freiheit verarbeitet jeder anders und nicht jeder so gut. Aber Hoeneß ist ausgeglichen und zufrieden, er hat die Vergangenheit hinter sich gelassen. Er hat die Strafe akzeptiert, abgesessen und zurückgezahlt. Der juristische Teil sieht jetzt die Resozialisierung vor. Auch deshalb hat er sich zur Rückkehr an die Spitze des Vereins entschieden. Er kann nicht ohne den Klub und der Klub kann nicht ohne ihn.

Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München e.V. am Freitag wird er zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt werden. Daran besteht kein Zweifel, es gibt keinen Gegenkandidaten. Die Frage ist nur, wie weit Hoeneß von der 100-Prozent-Marke entfernt sein wird.

Ein großer Teil der FCB-Identität

Seine erste Amtszeit beendete Hoeneß unter Tränen und mit einer sehr emotionalen Rede. Auch dieses Mal dürfte seine Ansprache den Höhepunkt des Abends bilden. Hoeneß will ohne Manuskript ans Rednerpult treten. Er wird frei von der Leber weg sprechen, um es mit Günther Oettinger zu sagen. Schon immer war Hoeneß ein Mann der klaren Worte und das will er auch bleiben.

Gerade in dieser Phase, in der es sportlich weniger gut läuft, dürfte Hoeneß den richtigen Ton treffen und den Menschen in der Halle aus der Seele sprechen - gefühlsecht. Hoeneß kann das wie kein Zweiter in diesem Klub. Er ist der Übervater Strauß'scher Dimension. Und damit ein ganz bedeutender Teil der Identität des Klubs.

Wie bei der CSU müssen sich alle Nachfolger am großen Vorsitzenden messen lassen und sind im Prinzip nur Platzhalter. Es wird eine spannende Frage sein, wie der FC Bayern damit umgeht, wenn Hoeneß einmal nicht mehr ist. Aber das ist noch weit weg, jetzt kommt er erst einmal zurück.

Der Mann für die Basis

Die Fans fühlen sich bei Hoeneß aufgehoben, gehört und wertgeschätzt. Sie wussten den Verein und die fußballspielende AG bei Karl Hopfner und Karl-Heinz Rummenigge in den letzten Jahren zwar in guten Händen, der FC Bayern hat sich unter ihrer Führung prächtig entwickelt und steht als Global Player ausgezeichnet da. Aber so richtig packen kann sie nur der Baumensch Hoeneß. Der mittlerweile 64-Jährige ist das Herz des FC Bayern.

Und gerade die Frage, wo dieses Herz schlägt, wird in den nächsten Jahren entscheidend sein. Die Internationalisierungsstrategie, Trainingslager in Katar oder Reisen nach Saudi-Arabien. Der FC Bayern hat sich mit diesen Entscheidungen auch in den eigenen Reihen nicht nur Freunde gemacht. Hoeneß wird diese Fragen managen müssen und die Nähe des Klubs zu seinen Wurzeln pflegen. Eine Aufgabe, die der Westfale Rummenigge und der Zahlenmensch Hopfner nicht meistern konnten. Hoeneß kann dagegen in den Bayerischen Wald fahren und ein Bierzelt rocken - Strauß eben.

Hoeneß weiß, dass es für Unmut an der Basis sorgt, wenn zwar die Bedürfnisse der Fans in Asien und Amerika geschaut wird, aber die Wünsche aus der Heimat ungehört bleiben. Er weiß, dass er diese speziellen Eigenheiten dieses noch immer volkstümlichen Klubs im internationalen Wettlauf der Fußballunternehmen nicht opfern darf. Das könnte auch zu Reibereien innerhalb des FC Bayern führen. Aber davor hat sich Hoeneß noch nie gedrückt. Die exzellente Streitkultur hat er schon immer als einen der Gründe für die Erfolgsgeschichte des Vereins ausgemacht. Auch darauf darf man sich in Zukunft wieder freuen.

Themenwochen bei SPOX im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung