Dienstag, 22.11.2016

Themenwoche - Uli Hoeneß: Ottmar Hitzfeld im Interview

"Ich habe Uli geärgert - also hat er mich geholt"

Am Freitag kandidiert Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München wieder als Präsident des Rekordmeisters. Ottmar Hitzfeld erlebte gleich zwei Amtszeiten als Trainer unter dem Bayern-Macher. Im Interview spricht er über Hoeneß' Anfänge als Manager, seine Kabinenreden, dessen Zeit in der JVA und die Rückkehr ins Präsidium. Außerdem berichtet er vom Burnout-Gespräch im Jahr 2001.

Uli Hoeneß, FC Bayern München

SPOX: Herr Hitzfeld, Uli Hoeneß kandidiert in dieser Woche wieder als Präsident des FC Bayern. Wie haben Sie die Meldung des Vereins am 8. August aufgenommen?

Ottmar Hitzfeld: Ich habe mich riesig gefreut, dass er zurückkehrt. Er bereichert dadurch nicht nur den FC Bayern, sondern die gesamte Bundesliga. Es ist eine mutige Entscheidung von Uli, jetzt wieder Verantwortung zu übernehmen. Ich kann sie aber in jeder Hinsicht nachvollziehen, schließlich ist er hauptverantwortlich für die Marke Bayern München, wie wir sie heute kennen.

SPOX: Als Sie 1983 Ihre Trainer-Karriere beim SC Zug begannen, war Hoeneß bereits vier Jahre Manager beim FC Bayern. Haben Sie das damals schon intensiv verfolgt?

Hitzfeld: Dadurch, dass wir 1972 bei Olympia mal in der deutschen Auswahl zusammengespielt hatten, kannte ich ihn schon gut. Natürlich habe ich deshalb auch sein Wirken beim FC Bayern verfolgt, wir hatten regelmäßig Kontakt. Die Voraussetzungen, unter denen Uli damals arbeitete, waren aber ganz andere als heute. Der Umsatz des FC Bayern betrug zwölf Millionen Mark, als Uli übernahm - bei sieben Millionen Mark Schulden. Das wissen heute die Wenigsten. Er hat daraus Gigantisches entstehen lassen.

SPOX: Nahm man seinen Geschäftssinn damals schon so stark in der Öffentlichkeit wahr?

Hitzfeld: Es war schon zu erkennen, ja. Uli war immer ein Leader, der vorneweg marschierte. Er kann Menschen führen und sie mitreißen, das steckte schon in jungen Jahren in ihm drin.

SPOX: Erinnern Sie sich eigentlich noch an Ihr erstes Treffen mit dem Manager Uli Hoeneß?

Hitzfeld: Das ist schon lange her. (lacht) Es war aber sicher vor meinem Wechsel zum FC Bayern.

Uli Hoeneß: Seine besten Sprüche
Niemand prägte den FC Bayern so wie Uli Hoeneß. Ganz ohne Nebengeräusche verlief die beispiellose Karriere des langjährigen Managers jedoch nicht. Rivalität, Finanzen, Fans: Hier gibt's Hoeneß' beste Sprüche!
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Niemand prägte den FC Bayern so wie Uli Hoeneß. Ganz ohne Nebengeräusche verlief die beispiellose Karriere des langjährigen Managers jedoch nicht. Rivalität, Finanzen, Fans: Hier gibt's Hoeneß' beste Sprüche!
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Selbstbewusst und bestimmt - das war Hoeneß schon immer, wenn es um seine Roten ging: "Der FC Bayern ist mit großem Abstand die beste deutsche Mannschaft. Das tut mir leid für alle anderen", sagte er einst
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Selbstbewusst und bestimmt - das war Hoeneß schon immer, wenn es um seine Roten ging: "Der FC Bayern ist mit großem Abstand die beste deutsche Mannschaft. Das tut mir leid für alle anderen", sagte er einst
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Dass er mit dem Klub durch jede Krise gehen würde, kündigte er bereits vor seiner Haftstrafe an: "Ein Uli Hoeneß lässt den FC Bayern nie im Stich. Und wenn irgendein Problem entsteht, würde ich zur Not hier sogar ein halbes Jahr den Platzwart machen"
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Dass er mit dem Klub durch jede Krise gehen würde, kündigte er bereits vor seiner Haftstrafe an: "Ein Uli Hoeneß lässt den FC Bayern nie im Stich. Und wenn irgendein Problem entsteht, würde ich zur Not hier sogar ein halbes Jahr den Platzwart machen"
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"Der FC Bayern ist natürlich total modern. Karl-Heinz Rummenigge hockt den ganzen Tag vorm Computer und hat eckige Augen", kommentierte er mal sein Leben ohne Computer
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"Der FC Bayern ist natürlich total modern. Karl-Heinz Rummenigge hockt den ganzen Tag vorm Computer und hat eckige Augen", kommentierte er mal sein Leben ohne Computer
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"Eine Biografie? Von mir? Never ever! Wenn ich die Wahrheit über das, was ich alles erlebt habe, schreiben würde, müsste man etwa zehn Bände machen - und ich müsste nach der Veröffentlichung nach Australien auswandern." Ob er die Worte später bereute?
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"Eine Biografie? Von mir? Never ever! Wenn ich die Wahrheit über das, was ich alles erlebt habe, schreiben würde, müsste man etwa zehn Bände machen - und ich müsste nach der Veröffentlichung nach Australien auswandern." Ob er die Worte später bereute?
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"Wir würden nie zum FC Bayern München gehen! - Niemals zu den Bayern gehen!", sangen die Toten Hosen einst. Hoeneß dazu: "Das ist der Dreck, an dem unsere Gesellschaft mal ersticken wird"
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"Wir würden nie zum FC Bayern München gehen! - Niemals zu den Bayern gehen!", sangen die Toten Hosen einst. Hoeneß dazu: "Das ist der Dreck, an dem unsere Gesellschaft mal ersticken wird"
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Auf die Frage nach seinem Wunschgegner fürs Champions-League-Finale entgegnete der Bayern-Boss mal: "For me, it's scheißegal"
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Auf die Frage nach seinem Wunschgegner fürs Champions-League-Finale entgegnete der Bayern-Boss mal: "For me, it's scheißegal"
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Auf die Frage, ob er sich einen Transfer David Beckhams nach München vorstellen könne: "Es nützt dir nichts, einen zu holen, der immer bei Bravo Sport auf der Seite eins steht. Wir wollen einen haben, der beim Kicker auf Seite eins steht"
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Auf die Frage, ob er sich einen Transfer David Beckhams nach München vorstellen könne: "Es nützt dir nichts, einen zu holen, der immer bei Bravo Sport auf der Seite eins steht. Wir wollen einen haben, der beim Kicker auf Seite eins steht"
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Auch die eine oder andere Weisheit hatte Hoeneß schon parat: "Ich glaube nicht, dass wir das Spiel verloren hätten, wenn es 1:1 ausgegangen wäre"
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Auch die eine oder andere Weisheit hatte Hoeneß schon parat: "Ich glaube nicht, dass wir das Spiel verloren hätten, wenn es 1:1 ausgegangen wäre"
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Über Spieler- und Trainer-Ablösesummen sagte Hoeneß: "Die Wahnsinnspreise zahlen wir sicherlich nicht, aber die mittleren Wahnsinnspreise könnte ich mir schon vorstellen"
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Über Spieler- und Trainer-Ablösesummen sagte Hoeneß: "Die Wahnsinnspreise zahlen wir sicherlich nicht, aber die mittleren Wahnsinnspreise könnte ich mir schon vorstellen"
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Nicht mit allen Trainern pflegte er ein so gutes Verhältnis wie mit Guardiola: "Mit van Gaal haben wir das Double geholt und standen im Champions-League-Finale. Dass der menschlich eine Katastrophe war, steht auf einem anderen Blatt. Fachlich war er top"
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Nicht mit allen Trainern pflegte er ein so gutes Verhältnis wie mit Guardiola: "Mit van Gaal haben wir das Double geholt und standen im Champions-League-Finale. Dass der menschlich eine Katastrophe war, steht auf einem anderen Blatt. Fachlich war er top"
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Einen hatte er besonders auf dem Kieker: "Er ist ein Selbstdarsteller mit außergewöhnlichem Hang zum Größenwahn. Daran hat sich nichts geändert", sagte er über Christoph Daum
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Einen hatte er besonders auf dem Kieker: "Er ist ein Selbstdarsteller mit außergewöhnlichem Hang zum Größenwahn. Daran hat sich nichts geändert", sagte er über Christoph Daum
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Über Daum lächelte Hoeneß, wenn es um Erfolg ging: "Der kann noch 100 Jahre spielen, der wird uns nie überholen." Daums Verpflichtung durch Eintracht Frankfurts Boss Heribert Bruchhagen kommentierte er mit den Worten: "Da war doch Pulver im Kaffee!"
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Über Daum lächelte Hoeneß, wenn es um Erfolg ging: "Der kann noch 100 Jahre spielen, der wird uns nie überholen." Daums Verpflichtung durch Eintracht Frankfurts Boss Heribert Bruchhagen kommentierte er mit den Worten: "Da war doch Pulver im Kaffee!"
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Über Bundestrainer Jürgen Klinsmann, den Hoeneß später zu den Bayern holte, schimpfte er: "Der soll hier herkommen und nicht ständig in Kalifornien rumtanzen und uns hier den Scheiß machen lassen"
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Über Bundestrainer Jürgen Klinsmann, den Hoeneß später zu den Bayern holte, schimpfte er: "Der soll hier herkommen und nicht ständig in Kalifornien rumtanzen und uns hier den Scheiß machen lassen"
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Mit Klinsmanns Methoden wurde Hoeneß nicht warm: "Da haben wir für zigtausend Euro Computer gekauft. Da hat er den Profis in epischer Breite gezeigt, wie wir spielen wollen. Wohlgemerkt wollen"
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Mit Klinsmanns Methoden wurde Hoeneß nicht warm: "Da haben wir für zigtausend Euro Computer gekauft. Da hat er den Profis in epischer Breite gezeigt, wie wir spielen wollen. Wohlgemerkt wollen"
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Anders bei Heynckes: "Jupp hat einen Flipchart und 5 Eddingstifte. Da malt er auf die Tafel die Aufstellung des Gegners und sagt ein paar Takte. Mit Heynckes gewinnen wir für 12,50 Euro, bei Klinsmann haben wir viel ausgegeben und wenig Erfolg gehabt"
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Anders bei Heynckes: "Jupp hat einen Flipchart und 5 Eddingstifte. Da malt er auf die Tafel die Aufstellung des Gegners und sagt ein paar Takte. Mit Heynckes gewinnen wir für 12,50 Euro, bei Klinsmann haben wir viel ausgegeben und wenig Erfolg gehabt"
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"Wenn Klinsmann Obama ist, dann bin ich Mutter Teresa." Amen.
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"Wenn Klinsmann Obama ist, dann bin ich Mutter Teresa." Amen.
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Ebenso wenig hielt Hoeneß von einem seiner Ex-Spieler: "Wenn Matthäus Bundestrainer geworden wäre, das wäre wie wenn der Chefspion des KGB Bundeskanzler geworden wäre"
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Ebenso wenig hielt Hoeneß von einem seiner Ex-Spieler: "Wenn Matthäus Bundestrainer geworden wäre, das wäre wie wenn der Chefspion des KGB Bundeskanzler geworden wäre"
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Über den Wechsel von Lothar Matthäus zu Maccabi Netanya sagte der Bayern-Boss: "Hoffentlich hat die Frau Merkel demnächst nicht zuviel Arbeit, die diplomatischen Beziehungen zu verbessern"
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Über den Wechsel von Lothar Matthäus zu Maccabi Netanya sagte der Bayern-Boss: "Hoffentlich hat die Frau Merkel demnächst nicht zuviel Arbeit, die diplomatischen Beziehungen zu verbessern"
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Da verwundern auch die nachfolgenden, durchaus sehr erheiternden, Worte über Matthäus nicht: "Solange Karl-Heinz Rummenigge und ich etwas beim FC Bayern zu sagen haben, wird der bei diesem Verein nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion"
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Da verwundern auch die nachfolgenden, durchaus sehr erheiternden, Worte über Matthäus nicht: "Solange Karl-Heinz Rummenigge und ich etwas beim FC Bayern zu sagen haben, wird der bei diesem Verein nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion"
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"Wenn einer 100 Millionen verdient, dann ist er trotzdem noch ein Mensch. Und wenn er kein Arschloch ist, dann geht ihm das nahe, wenn er seine Arbeit nicht mehr weitermachen darf", sagte er mal generell über Trainerentlassungen
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"Wenn einer 100 Millionen verdient, dann ist er trotzdem noch ein Mensch. Und wenn er kein Arschloch ist, dann geht ihm das nahe, wenn er seine Arbeit nicht mehr weitermachen darf", sagte er mal generell über Trainerentlassungen
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Sein Verhältnis zu Dortmund war nicht immer das beste: "Ich habe 5000 BVB-Aktien. Meine Frau hat sie gekauft. Ich wollte einfach mal schauen: Wie funktioniert so eine Aktie eines Fußball-Vereins? Bis jetzt habe ich viel Geld damit verloren"
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Sein Verhältnis zu Dortmund war nicht immer das beste: "Ich habe 5000 BVB-Aktien. Meine Frau hat sie gekauft. Ich wollte einfach mal schauen: Wie funktioniert so eine Aktie eines Fußball-Vereins? Bis jetzt habe ich viel Geld damit verloren"
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Seine Aufgaben im November 2004 kommentierte er zynisch: "Früher habe ich 80 Prozent meiner Arbeitszeit mit den Spielern verbracht. Heute verwende ich 80 Prozent darauf, das Geld einzutreiben, um sie finanzieren zu können"
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Seine Aufgaben im November 2004 kommentierte er zynisch: "Früher habe ich 80 Prozent meiner Arbeitszeit mit den Spielern verbracht. Heute verwende ich 80 Prozent darauf, das Geld einzutreiben, um sie finanzieren zu können"
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Klare Worte für die Blauen: "Wenn uns der TSV 1860, aus welchen Gründen auch immer, bitten sollte, aus dem jetzigen Vertrag auszusteigen, dann werde ich die Kapelle, die die Sechziger aus dem Stadion begleitet, persönlich mit dem Defiliermarsch anführen"
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Klare Worte für die Blauen: "Wenn uns der TSV 1860, aus welchen Gründen auch immer, bitten sollte, aus dem jetzigen Vertrag auszusteigen, dann werde ich die Kapelle, die die Sechziger aus dem Stadion begleitet, persönlich mit dem Defiliermarsch anführen"
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2010 vor einem Auftritt als Gastredner bei der CSU-Vorstandsklausur stellte Hoeneß klar: "Ich bin kein Besserwisser, sondern ein Bessermacher"
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2010 vor einem Auftritt als Gastredner bei der CSU-Vorstandsklausur stellte Hoeneß klar: "Ich bin kein Besserwisser, sondern ein Bessermacher"
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Ein besonderes Verhältnis pflegte Hoeneß zu Franck Ribery. Über dessen Feier mit Luca Toni in einer Pizzeria sagte er: "Die müssen sich doch mal den Frust von der Seele saufen. Wir haben doch früher auch auf dem Oktoberfest die Maßen reingelassen"
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Ein besonderes Verhältnis pflegte Hoeneß zu Franck Ribery. Über dessen Feier mit Luca Toni in einer Pizzeria sagte er: "Die müssen sich doch mal den Frust von der Seele saufen. Wir haben doch früher auch auf dem Oktoberfest die Maßen reingelassen"
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Hoeneß zu den Versuchen von Real Madrid, Ribery zu verpflichten: "Pedro Jimenez, Florentino Perez' Berater, hat ein paar Mal angerufen. Ich habe ihn gefragt, ob er Monopoly kennt. Das ist ein deutsches Spiel, das Kinder und Erwachsene gerne spielen ..."
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Hoeneß zu den Versuchen von Real Madrid, Ribery zu verpflichten: "Pedro Jimenez, Florentino Perez' Berater, hat ein paar Mal angerufen. Ich habe ihn gefragt, ob er Monopoly kennt. Das ist ein deutsches Spiel, das Kinder und Erwachsene gerne spielen ..."
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"... und bei dem der FC Bayern vor zwei Jahren die Schlossallee gekauft und darauf vier Hotels gebaut hat. Die gibt man nur wieder her, wenn man in Not oder pleite ist. Es sei denn, einer kommt drauf, der sich da hinwürfelt. Und dann wird es teuer"
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"... und bei dem der FC Bayern vor zwei Jahren die Schlossallee gekauft und darauf vier Hotels gebaut hat. Die gibt man nur wieder her, wenn man in Not oder pleite ist. Es sei denn, einer kommt drauf, der sich da hinwürfelt. Und dann wird es teuer"
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Die Thematik beendete Hoeneß öffentlich mit einem Seitenhieb: "Nächstes Jahr kommt eher der Gerichtsvollzieher nach Madrid als Franck Ribery"
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Die Thematik beendete Hoeneß öffentlich mit einem Seitenhieb: "Nächstes Jahr kommt eher der Gerichtsvollzieher nach Madrid als Franck Ribery"
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Doch die eigenen Spieler erhielten nicht nur Rückendeckung. Über Schweinsteiger sagte er 2006: "Dem wurde zu viel Puderzucker in den Hintern geblasen. Immer soll die Sonne scheinen. Aber in Zukunft regnet es auch mal, wenn die Leistung nicht stimmt"
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Doch die eigenen Spieler erhielten nicht nur Rückendeckung. Über Schweinsteiger sagte er 2006: "Dem wurde zu viel Puderzucker in den Hintern geblasen. Immer soll die Sonne scheinen. Aber in Zukunft regnet es auch mal, wenn die Leistung nicht stimmt"
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Hoeneß zur Herbstmeisterschaft 2011: "Wenn du immer Zweiter, Dritter, Vierter mit 10 Punkten Abstand bist, macht dich das krank. Da hast du keine schönen Wochenenden. Mit so einem schönen Weihnachtsergebnis gewinnt man für zwei Monate Lebensqualität"
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Hoeneß zur Herbstmeisterschaft 2011: "Wenn du immer Zweiter, Dritter, Vierter mit 10 Punkten Abstand bist, macht dich das krank. Da hast du keine schönen Wochenenden. Mit so einem schönen Weihnachtsergebnis gewinnt man für zwei Monate Lebensqualität"
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Das Meisterrennen 2007, als Bremen den Bayern nahe kam, kommentierte er mit einer unvergessenen Aussage: "Die sollen ruhig oben stehen bis Weihnachten. Aber der Nikolaus war noch nie ein Osterhase. Am Ende wird der FC Bayern wie immer oben stehen"
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Das Meisterrennen 2007, als Bremen den Bayern nahe kam, kommentierte er mit einer unvergessenen Aussage: "Die sollen ruhig oben stehen bis Weihnachten. Aber der Nikolaus war noch nie ein Osterhase. Am Ende wird der FC Bayern wie immer oben stehen"
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Folgende Aussage dürfte Thomas Müller aus der Seele sprechen. Über WM-Qualifikationsspiele gegen "Exoten" sagte Hoeneß: "Wenn man gegen Liechtenstein spielt, kann man auch gegen den FC Tegernsee spielen!"
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Folgende Aussage dürfte Thomas Müller aus der Seele sprechen. Über WM-Qualifikationsspiele gegen "Exoten" sagte Hoeneß: "Wenn man gegen Liechtenstein spielt, kann man auch gegen den FC Tegernsee spielen!"
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Über das Engagement der FCB-Spieler gegen Gewalt: "Die Spieler waren total begeistert von der Aktion. Das ist eines der wenigen Dinge, wo sie einmal nicht ihre Berater fragen müssen"
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Über das Engagement der FCB-Spieler gegen Gewalt: "Die Spieler waren total begeistert von der Aktion. Das ist eines der wenigen Dinge, wo sie einmal nicht ihre Berater fragen müssen"
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Im November 2004 bekam Schalke eine seiner vielen Watschen ab: "Wir haben etwa so viel Festgeld wie der FC Schalke Schulden. Deswegen werden sie uns vielleicht irgendwann sportlich nahekommen, aber in den Finanzen brauchen sie noch 20 Jahre"
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Im November 2004 bekam Schalke eine seiner vielen Watschen ab: "Wir haben etwa so viel Festgeld wie der FC Schalke Schulden. Deswegen werden sie uns vielleicht irgendwann sportlich nahekommen, aber in den Finanzen brauchen sie noch 20 Jahre"
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Den FCB sah er oft benachteiligt: "Als Schalke den UEFA-Cup gewann, wollten sie dort den Notstand ausrufen. Wenn Werder im Halbfinale ist, flippen alle aus und tragen grün-weiße Unterwäsche - aber wenn Bayern da spielt, ist es plötzlich der Verlierer-Cup"
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Den FCB sah er oft benachteiligt: "Als Schalke den UEFA-Cup gewann, wollten sie dort den Notstand ausrufen. Wenn Werder im Halbfinale ist, flippen alle aus und tragen grün-weiße Unterwäsche - aber wenn Bayern da spielt, ist es plötzlich der Verlierer-Cup"
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Unnachahmlich sagte er mal über Reiner Calmund: "Der sagt zu allem irgendwas. Stoßen in Tschechien zwei Spieler mit dem Kopf zusammen, weiß er, dass das in Leverkusen 1934 auch schon passiert ist"
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Unnachahmlich sagte er mal über Reiner Calmund: "Der sagt zu allem irgendwas. Stoßen in Tschechien zwei Spieler mit dem Kopf zusammen, weiß er, dass das in Leverkusen 1934 auch schon passiert ist"
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Unvergesslich auch seine Brandrede zu den eigenen Fans auf der Jahreshauptversammlung 2007: "Das ist eine populistische Scheiße. Es kann doch nicht sein, dass wir kritisiert werden, die wir uns hier jahrelang den Arsch aufreißen ..."
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Unvergesslich auch seine Brandrede zu den eigenen Fans auf der Jahreshauptversammlung 2007: "Das ist eine populistische Scheiße. Es kann doch nicht sein, dass wir kritisiert werden, die wir uns hier jahrelang den Arsch aufreißen ..."
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"... Was glaubt ihr, wer euch finanziert? Die Leute aus den Logen, denen wir das Geld aus der Tasche ziehen. Eure Scheißstimmung, da seid ihr doch für verantwortlich und nicht wir!"
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"... Was glaubt ihr, wer euch finanziert? Die Leute aus den Logen, denen wir das Geld aus der Tasche ziehen. Eure Scheißstimmung, da seid ihr doch für verantwortlich und nicht wir!"
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Gehalt ist relativ, machte Hoeneß 2012 in der ARD-Talkshow "Günther Jauch" klar: "Unsere Spieler kicken schon jetzt eine Halbzeit fürs Finanzamt, da kommen wir nicht weiter, wenn man 60 oder 70 Prozent nimmt"
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Gehalt ist relativ, machte Hoeneß 2012 in der ARD-Talkshow "Günther Jauch" klar: "Unsere Spieler kicken schon jetzt eine Halbzeit fürs Finanzamt, da kommen wir nicht weiter, wenn man 60 oder 70 Prozent nimmt"
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Hoeneß 2012 zu "Die Welt" über Schwarzgeld in der Liga: "Es ist unklug, solche Dinge zu machen, denn irgendwann kommt doch immer alles raus. Und es kann doch nicht der Sinn der Sache sein, ins Gefängnis zu wandern, nur um ein paar Mark Steuern zu sparen"
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Hoeneß 2012 zu "Die Welt" über Schwarzgeld in der Liga: "Es ist unklug, solche Dinge zu machen, denn irgendwann kommt doch immer alles raus. Und es kann doch nicht der Sinn der Sache sein, ins Gefängnis zu wandern, nur um ein paar Mark Steuern zu sparen"
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Eine Aussage, die ihm später als unmoralisch ausgelegt wurde: "Ich weiß, dass das doof ist. Aber ich zahle volle Steuern", wurde Hoeneß 2005 in einem Interview der "Bild-Zeitung" zitiert
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Eine Aussage, die ihm später als unmoralisch ausgelegt wurde: "Ich weiß, dass das doof ist. Aber ich zahle volle Steuern", wurde Hoeneß 2005 in einem Interview der "Bild-Zeitung" zitiert
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Im Interview mit der "Zeit" (Mai 2013): "Ich fühlte mich in diesen Tagen auf die andere Seite der Gesellschaft katapultiert, ich gehöre nicht mehr dazu. Ich mache mir riesige Vorwürfe. Ich habe Riesenmist gebaut, aber ich bin kein schlechter Mensch"
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Im Interview mit der "Zeit" (Mai 2013): "Ich fühlte mich in diesen Tagen auf die andere Seite der Gesellschaft katapultiert, ich gehöre nicht mehr dazu. Ich mache mir riesige Vorwürfe. Ich habe Riesenmist gebaut, aber ich bin kein schlechter Mensch"
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Nun aber kehrt Uli Hoeneß zum FC Bayern zurück - wie vor langer Zeit angekündigt: "Ich werde dem Verein solange dienen, bis ich nicht mehr atmen kann"
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Nun aber kehrt Uli Hoeneß zum FC Bayern zurück - wie vor langer Zeit angekündigt: "Ich werde dem Verein solange dienen, bis ich nicht mehr atmen kann"
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SPOX: Sie hatten in Dortmund 1997 als Trainer die Champions League gewonnen und wurden dann Sportdirektor beim BVB. Wie kam es, dass Sie nur ein Jahr später zum FCB gingen - wieder als Trainer?

Hitzfeld: Vermutlich, weil ich Uli und die Bayern mit dem BVB ein paar Mal geärgert habe - also hat er mich geholt. (lacht) Ich hatte in Dortmund eine sehr erfolgreiche Zeit, bei den Bayern herrschte durch Trappatonis kultigen "Flasche leer"-Spruch ein bisschen Unruhe. Die Position des Sportdirektors beim BVB machte mir allerdings wenig Spaß, mir fehlte die Arbeit auf dem Rasen mit den Spielern. Ich wollte nicht mehr nur am Schreibtisch sitzen. Da wurde mir klar, dass ich wieder Trainer werden würde.

SPOX: Als Dortmunder Sportdirektor kann man aber natürlich nicht bei den Bayern anrufen und nach einer freien Stelle fragen.

Hitzfeld: Natürlich nicht. Franz Beckenbauer hatte aber schon im Dezember 1997 zu mir gesagt: "Ottmar, du wirst der nächste Bayern-Trainer." Ein halbes Jahr zuvor hatte ich ein Angebot von Real Madrid ausgeschlagen, weil ich nach sechs Jahren als BVB-Cheftrainer einfach müde war. Nach Franz' Aussage ging aber alles ganz schnell. Im Januar waren die Weichen für den Sommer schon gestellt.

SPOX: Also war es gar nicht Ihr Freund Hoeneß, der Sie zu den Bayern holte?

Hitzfeld: Doch, doch. Die offizielle Anfrage des Vereins kam von Uli. Wir haben uns dann in München zusammengesetzt, was für mich eine große Auszeichnung war. Ein Angebot vom Rekordmeister erhält man nicht jeden Tag. Hinzu kommt, dass Uli ja nicht nur über sportliche, sondern auch über wirtschaftliche und soziale Kompetenz verfügt. Er wusste genau, was er sagen musste, um mich zu packen.

SPOX: Wie erlebten Sie Hoeneß anschließend in Ihrer ersten Amtszeit als Trainer des FC Bayern?

Hitzfeld: Unsere Freundschaft hat sich im Lauf der Jahre immer stärker entwickelt. Ich habe gemerkt: Mein Manager steht wie eine Wand hinter mir. Wir haben viel gesprochen, er war stets präsent. Uli war immer mit im Trainingslager und saß bei Spielen stets mit auf der Bank.

SPOX: Empfanden Sie nicht genau das auch als Druck? Zu wissen, dass der Chef direkt daneben sitzt und genau schaut, was man tut.

Hitzfeld: Nein, überhaupt nicht. Ich habe es als angenehm empfunden, einen kompetenten Fachmann neben mir zu haben. Uli hat sich nie in meine Belange eingemischt, nicht einmal eine Aufstellung hat er kritisiert. Das heißt nicht, dass wir nicht auch mal kontrovers diskutiert haben. Ich hatte aber immer die volle Entscheidungsfreiheit. Uli hat mir Vertrauen geschenkt, das ist enorm wichtig. Er hat mich nie allein gelassen.

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SPOX: Karl-Heinz Rummenigge sagte, in der täglichen Arbeit mit Hoeneß habe es durchaus auch mal gescheppert.

Hitzfeld: Uli besitzt eben die Ehrlichkeit, auch mal Kritik anzubringen - manchmal auf seine emotionale Art und Weise, die knallhart sein kann. Viele Führungspersönlichkeiten besitzen gar nicht den Mut dazu, bei ihnen liest man es nur zwischen den Zeilen. Das ist viel schlimmer. Uli macht auch mal Verbesserungsvorschläge oder sagt einem, in welchen Bereichen man sich vielleicht verändern sollte.

SPOX: Einige Spieler berichteten von Hoeneß' deutlichen Kabinenreden. War seine Anwesenheit für Sie als Trainer schon das Signal, auf die eigene Ansprache erst einmal zu verzichten?

Hitzfeld: Dann wusste man Bescheid, ja. (lacht) Es ist aber normal, dass sich auch der Manager von Zeit zu Zeit vor den Spielern zu Wort meldet. Er hatte ein gutes Gespür dafür, wann der Zeitpunkt mal wieder gekommen war. Das tat er nicht, wenn die Mannschaft ohnehin schon verunsichert war, sondern wenn sie überheblich wurde. Ulis Donnerwetter waren auch für mich dankbar, denn so kam die Kritik nicht immer nur von mir - so war nicht nur ich der böse Bube. Ich hatte für Ulis Worte immer großes Verständnis.

SPOX: Auch im Jahr 2001, als Sie eigenen Aussagen zufolge auf dem Weg zum Burnout waren? Nach dem Gewinn der Champions League baten Sie Hoeneß um eine Pause, der aber verwehrte Ihnen diese.

Hitzfeld: Wir sind nach dem Finale nach New York geflogen, wo wir vor der Sommerpause noch ein Spiel hatten. Da habe ich Uli gesagt: "Eigentlich möchte ich jetzt aufhören, ich bin ziemlich platt und brauche nach drei kräftezehrenden Spielzeiten eine Pause." Das hatte Substanz gekostet. Ich wollte vorfühlen, wie der Klub darüber denkt. Doch Uli sagte direkt: "Das kommt überhaupt nicht infrage." Damit war das Thema erledigt.

SPOX: Wie schwer ist es Ihnen gefallen, das zu akzeptieren?

Hitzfeld: Es war ja nicht so, dass ich definitiv den Entschluss gefasst hatte, aufzuhören. Sonst hätte ich das auch so kommuniziert und hätte nicht mit mir diskutieren lassen. Meine Anfrage bei Uli war mehr ein Vortasten, um schon einmal Rückendeckung zu bekommen und sich der Unterstützung des Vereins sicher zu sein. Uli begründete seine Worte damit, dass es sportlich ja gut laufe und er betonte unser gutes Verhältnis. Das zu hören, tat auch gut.

Seite 1: Hitzfeld über Hoeneß' Manager-Anfänge, seine Kabinenreden & das Burnout-Gespräch 2001

Seite 2: Hitzfeld über seine Entlassung, Hoeneß' JVA-Zeit und die Rückkehr ins Präsidium

Interview: Benedikt Treuer

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Benedikt Treuer(Redaktion)

Benedikt Treuer, Jahrgang 1992, kam 2014 zu SPOX. Aufgewachsen in Mainz, zog es ihn nach dem Publizistikstudium in die bayerische Landeshauptstadt. Ist seit August 2015 festes Mitglied der Redaktion, hauptsächlich im Fußball-Ressort tätig. Mit der Nationalmannschaft war er 2016 bei der EM in Frankreich vor Ort. Verantwortlich für das DFB-Team, den FC Bayern, den VfL Wolfsburg und Mainz 05. Zudem im Tennis und Golf zuhause.

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