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Hamburg - Imtech Arena

Von SPOX
Die Imtech Arena hieß bis 2001 noch Volksparkstadion
© Imago
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Das Stadion des Hamburger Sport-Vereins war das erste in Deutschland, dessen Namensrechte verkauft wurden. Nach dem Internetprovider AOL und der HSH-Nordbank ist ab Sommer 2010 der Technikkonzern Imtech Namensgeber der Arena.

Besondere Fussballereignisse im Stadion

Wenige Stadien auf dieser Welt können sich rühmen, Austragungsort eines innerdeutschen Länderspiels gewesen zu sein. Die Hamburger Sportstätte, damals noch unter dem Namen Volksparkstadion bekannt, gehört dazu. Der legendäre 1:0-Erfolg der DDR-Auswahl bei der Weltmeisterschaft 1974 mit dem entscheidenden Treffer von Jürgen Sparwasser ist aus historischer Sicht wohl das interessanteste Spiel, das bisher in der Elbmetropole stattgefunden hat. Doch auch nach der Weltmeisterschaft war das Stadion Schauplatz zahlreicher großer Fußballmomente: Die Zeit bis in die Mitte der 80er Jahre ging als die erfogreichste Ära des HSV in die Geschichte ein - und mit ihr einige große Spiele in den internationalen Wettbewerben, darunter ein spektakulärer 5:1-Erfolg gegen Real Madrid im Landesmeistercup 1980. Da mutet das Finale der Europa League 2009/2010 zwischen Atletico Madrid und dem FC Fulham fast schon banal an.

Sonstige Veranstaltungen

Zwar ist der Fußball definitiv tonangebend in der Imtech Arena, jedoch werden Logen und besondere Business Bereiche auch für Tagungen, Konferenzen oder Meetings genutzt. Zudem ist die Sportstätte in den Sommermonaten auch eine beliebte Konzert-Location: So waren unter anderem schon Coldplay und Paul McCartney im Stadion der Elbmetropole zu Gast.

Bauhistorie

1953 wurde das Volksparkstadion auf den Trümmern des "Altonaer Stadions" im Stadtteil Bahrenfeld errichtet. 45 Jahre musste auf einen Umbau des Stadions gewartet werden. Bis dahin war der Volkspark bei vielen Fans unbeliebt: Eine wirkliche Stadionatmosphäre kam aufgrund der Architektur des Stadions fast nie auf. 1998 wurde mit dem Umbau begonnen, erst über zwei Jahre später war er abgeschlossen. Seit 2001 sind die Namensrechte an unterschiedliche Firmen verkauft worden, der Hamburger SV war damit der erste deutsche Verein, der diesen Schritt in der Bundesliga gegangen ist. Nach dem ersten Namensgeber AOL folgte die HSH-Nordbank, die im Sommer 2010 vom Anlagenbau-Unternehmen Imtech als Sponsor abgelöst wurde.

Stadioneigenschaften

Mit einer Gesamt-Kapazität von 57.000 Zuschauern gehört die Imtech Arena zu den größeren Stadien in Deutschland. Darunter fallen 10.000 Stehplätze und 3.400 so genannte Business Seats. Zusätzlich wurden 50 Logen, ausgelegt für zehn bis zwanzig Personen, eingerichtet. Rasenheizung und eine den DFB- und FIFA-Statuten gerechte Ausstattung mit 22 Kamerapositionen, einem Video-Scoreboard und einem umfangreichen Pressezentrum bieten alles Nötige für eine sehr gute Fünf-Sterne-Wertung der UEFA.

Gastronomie

Was in einer Stadt wie Hamburg essenstechnisch natürlich nicht fehlen darf, sind Fischbrötchen. Die gibt es. 35 Kioske sorgen für das leibliche Wohl der großen Masse, neben dem für eine Hansestadt obligatorischen Seafood sind auch Bratwürste oder Brezeln im Angebot. Für die anspruchsvolleren Mägen ist das Fan-Restaurant "Die Raute" zuständig, das mit Gerichten aus der regionalen und internationalen Küche aufwartet.

Standort-Besonderheiten

Die Lage der Imtech Arena dürfte eine der schönsten der Republik sein: Am Rande des Volksparks gelegen, bietet das Stadium eine fast schon ländlich anmutende Umgebung, die der ohnehin sehr grünen Hansestadt mehr als gerecht wird. Das stellte den Verein und den Stadionbetreiber aber vor das logistische Problem, die großen Zuschauermassen möglichst stressfrei in das Stadion zu befördern. Zu diesem Zweck sind zwei S-Bahn-Haltestellen in unmittelbarer Umgebung des Stadions eingerichtet, Parkplätze und Bushaltestellen leisten ihr Übriges für einen möglichst reibungslosen Stadionbesuch.

 

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