Vor dem WM-Finale

Keine Angst vor Marta

Von dpa
Freitag, 28.09.2007 | 15:53 Uhr
marta, brasilien
© Getty
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München - Anspannung ja, aber von Nervosität ist bei den deutschen Frauen vor dem Traumfinale der Weltmeisterschaft in China keine Spur.

48 Stunden vor dem Showdown gegen Brasilien in Shanghai herrscht im Lager des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine erstaunliche Gelassenheit.

Präsident Theo Zwanziger stattete noch kurz der weltweit größten deutschen Schule im Ausland einen Besuch ab. Und nach dem Mittagessen absolvierte der 62-Jährige dann ein kleines Tischtennis-Match gegen Nationalspielerin Anja Mittag.

Neid jetzt schon stolz

Auch Cheftrainerin Silvia Neid wirkte bei der Pressekonferenz im Hotel "Hua Ting" locker und bestens gelaunt.

"Sicher kommt die Anspannung, aber nervös bin ich überhaupt nicht. Warum auch? Die Mannschaft hat schon jetzt Großartiges geleistet und viel erreicht. Ich bin sehr stolz auf sie", sagte die 43-Jährige, für die ein Sieg natürlich auch persönlich eine immense Bedeutung hätte.

Ihr Vertrag wurde vom DFB bereits per Handschlag bis zur WM 2011 verlängert, die dann möglichst in Deutschland steigen soll.

Keine personellen Probleme

"Sicher wäre auch für mich der Titel die Krönung, aber im Vordergrund stehen die Spielerinnen und das ganze Team dahinter. Meine Assistentinnen Maren Meinert und Ulrike Ballweg, die Physios und Mediziner, der Zeugwart. Jeder hat tolle Arbeit geleistet, egal wie das Spiel ausgeht. Der Titel wäre natürlich das i-Tüpfelchen", betonte Neid, die wahrsacheinlich aus dem Vollen schöpfen kann.

Melanie Behringer konnte am Freitagabend wegen ihrer Wadenblessur beim Training zwar nur eine Laufeinheit absolvieren, ist aber wohl rechtzeitig fit.

WM-Rekord von Angerer

In der Tat lief es für den Champion bei der WM in China bisher wie geschmiert.

Nach zwei glatten Siegen und dem 0:0 gegen England in der Vorrunde marschierte die DFB-Elf, der zuvor kaum jemand die erfolgreiche Titelverteidigung zugetraut hatte, mit 3:0-Siegen gegen Nordkorea (Viertelfinale) und Norwegen (Halbfinale) durch bis ins Finale.

Auf dem Weg dahin musste Torhüterin Nadine Angerer noch nicht einmal hinter sich greifen und stellte mit 450 Minuten ohne Gegentor bereits einen WM-Rekord auf. Noch 68 Minuten fehlen der 28-Jährigen, dann hätte sie sogar die Bestmarke des legendären italienischen Keepers Walter Zenga geknackt.

Bei der WM 1990 war er 517 Minuten in Serie ohne Gegentreffer geblieben.

Teamgeist steht ganz oben

Doch das interessiert die Potsdamerin wenig. "Wenn ich nicht ständig darauf angesprochen würde, wüsste ich gar nichts von dem Rekord", gestand Angerer.

Sie weiß ohnehin, dass dies nicht allein ihr Verdienst ist, sondern der des ganzen Teams. "Bei uns sind alle elf Spielerinnen für die Abwehrarbeit verantwortlich. Sicher wollen wir auch gegen Brasilien zu Null spielen, aber wenn wir am Ende 3:2 gewinnen, könnte ich damit auch gut leben."

Noch keine Niederlage gegen Brasilien

In Brasilien wartet nun ein zumindest ebenbürtiger Gegner, gegen den man aber in fünf Spielen noch nie verloren hat. In ihrem besten Turnierspiel fertigten die südamerikanischen Ballzauberinnen den WM-Topfavoriten USA beim 4:0 unerwartet klar ab.

Respekt ist angesagt, aber Angst haben die selbstbewussten Deutschen nicht. "Wenn wir so spielen wie zuletzt, sind wir schwer zu schlagen", versicherte Spielführerin Birgit Prinz.

Aggressivität soll Trumpf sein

Dass Brasilien um die überragende Weltfußballerin und führende WM-Torschützin Marta (7 Treffer) technisch perfekte Individualisten hat, weiß auch Neid. Allerdings werde man sicher nicht wie die nach dem frühen Eigentor frustrierten US-Girls nur herumstehen und dem Gegner beim Tanz mit dem Ball zuschauen.

"Wir gehen aggressiv in die Zweikämpfe und versuchen, die sich ergebenen Räume zu nutzen", versprach Neid.

Keine Sonderbewachung für Marta

Marta erhält keine Sonderbewachung, sondern wird im Kollektiv bekämpft. "Man kann Eins gegen Eins gegen sie ohnehin nicht bestehen", meinte Neid.

Innenverteidigerin Annike Krahn macht sich keine großen Sorgen. "Ich habe noch nie gegen Marta gespielt, aber als Weltfußballerin kann sie so schlecht nicht sein", sagte die 22-jährige Bochumerin unaufgeregt. "Ich weiß nur, dass sie gegen uns kein Tor schießen soll."

In Cristiane, die jahrelang für Potsdam und Wolfsburg spielte, hat Marta eine kongeniale Partnerin im Sturm. "Wir haben gegen die USA ein Super-Spiel gemacht. Aber Deutschland ist ein starker Gegner", warnte Cristiane.

Angerer verdeutlicht, mit welcher Einstellung ihr Team in das Finale geht: "Wir haben Blut geleckt."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: Angerer - Stegemann, Hingst, Krahn, Bresonik - Garefrekes, Laudehr, Lingor, Behringer - Smisek, Prinz

Brasilien: Andreia - Elaine, Aline, Tania, Renata Costa - Formiga, Ester, Daniela - Marta - Maycon, Cristiane

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