Petersen attackiert Trainerkollegen

SID
Montag, 07.10.2013 | 11:12 Uhr
Andreas Petersen sorgte beim Spiel seines FC Magdeburg für Aufregung
© getty
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Coach Andreas Petersen vom Regionalligisten 1. FC Magdeburg hat mit einem tätlichen Angriff auf seinen Trainerkollegen Jörg Goslar von Wacker Nordhausen für einen Eklat gesorgt.

In der Halbzeitpause des Spiels zwischen dem FCM und Nordhausen (1:0) hatte der Vater von Bundesligastürmer Nils Petersen (Werder Bremen) seinen Gegenüber am Sonntag beim Gang in die Kabine heftig attackiert. "Ja, ich habe ihn gestoßen, weil ich als Erster in die Kabine wollte. Geschlagen habe ich ihn nicht", sagte Petersen (53) der Magdeburger Volksstimme und begründete sein Verhalten mit "einer gehörigen Portion Adrenalin".

Grund für die heftige Aktion war eine verbale Auseinandersetzung in der ersten Halbzeit. "Er hatte mich auf übelste Art und Weise beleidigt. Das war unterste Schublade", sagte Petersen. Der 49 Jahre alte Goslar hatte zuvor gestenreich einen Platzverweis gefordert, mit dem der Magdeburger Christopher Reinhard (11.) nach einem Foul an Marcel Goslar auch bestraft wurde. Was genau Goslar in Richtung Petersen gesagt hat, ist nicht bekannt.

Goslar kündigt Konsequenzen an

Nach dem Angriff kündigte Goslar nun Konsequenzen an. "Wenn körperliche Gewalt angewendet wird, sind Grenzen überschritten. Dann kann auch er von mir keinen Respekt erwarten", sagte der Trainer des Aufsteigers aus Thüringen. Nun werde man einen "ausführlichen Bericht" an den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) senden, um den Vorfall aufzuklären. Danach muss der Verband entscheiden, ob Petersen mit einer Strafe belegt wird.

Verbands-Präsident Rainer Milkoreit erhielt bereits Kenntnis von dem Fall. "Ich habe erfahren, dass Herr Petersen Herrn Goslar gegen die Wand des Kabinengangs gestoßen hat, ihn aber nicht geschlagen hat", sagte der NOFV-Präsident: "Gegenwärtig prüft das Sportgericht des NOFV, ob gegen Herrn Petersen ein Verfahren eingeleitet wird. Bis Mittwoch werden wir wohl eine Entscheidung haben."

Nach dem Spiel hatten sich beide Trainer bei der obligatorischen Pressekonferenz entschuldigen lassen und gingen sich so aus dem Weg. Stattdessen warfen sich Magdeburgs Co-Trainer Danny König und Nordhausens Präsident Nico Kleofas vor den Medienvertretern gegenseitig mangelndes Fair Play vor.

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