Freitag, 30.05.2008

Regionalliga

Novum zum "Abschied"

Leipzig - Die Regionalliga verabschiedet sich mit einem Novum aus ihrer "Drittklassigkeit": Noch nie fielen alle Aufstiegs-Entscheidungen beider Staffeln am letzten Spieltag.

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© Getty

Sieben Teams kämpfen an diesem Samstag von 13.30 Uhr an um die vier Zweitliga-Plätze, zudem tobt ein Achtkampf um die Qualifikation für die neue 3. Liga.

Nordstaffel-Tabellenführer Rot-Weiss Ahlen musste seine Aufstiegsfeier bereits zweimal verschieben, kann aber wie Neuling Rot-Weiß Oberhausen sowie die beiden Traditionsvereine Fortuna Düsseldorf und 1. FC Union Berlin den Sprung in die 2. Liga schaffen.

Senkrechtstarter Ingolstadt

Im Süden heißt die Aufstiegs-Formel "2 aus 3", bemerkenswert auch dort: Mit dem FSV Frankfurt und dem SV Sandhausen sind zwei Neulinge und mit dem FC Ingolstadt 04 ein Senkrechtstarter dabei.

Die Mannschaft von Thorsten Fink will gegen Zweitliga-Absteiger SpVgg Unterhaching nichts dem Zufall überlassen und fuhr nach drei Auswärtsniederlagen in Serie erstmals vor einem Spiel in ein Trainingslager.

"Wir wollen uns in Ruhe vorbereiten, und ich werde das eine oder andere Einzelgespräch führen", sagte Ingolstadts Trainer Fink, der mit seinem Team auf eine Aufstiegsprämie von 400.000 bis 500.000 Euro hoffen kann.

Sandhausen im Gazi-Stadion

Auch der SV Sandhausen, der als Dritter zwei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter FSV Frankfurt hat, geht neue Wege. Wegen der Bedeutung des Spiels wird die Begegnung beim VfB Stuttgart II nicht im Robert- Schlienz-Stadion, sondern im Gazi-Stadion der Stuttgarter Kickers ausgetragen.

"Hinter dem SV Sandhausen liegt die erfolgreichste Saison seit Jahrzehnten. Bereits die Situation, dass wir bis zum Ende um den Aufstieg mitspielen, ist ein Märchen", meinte SV-Präsident Jürgen Machmeier.

Der mit Ingolstadt punktgleiche Tabellenführer Frankfurt (beide 59 Zähler) steht erstmals seit 13 Jahren vor der Rückkehr in die 2. Liga. Nach dem 3:1 in Ingolstadt vor einer Woche würde selbst ein Remis zum Aufstieg reichen.

"Die Anspannung ist nicht so groß, wie viele glauben. Die Jungs sind heiß auf die Sensation", sagte FSV- Trainer Tomas Oral dem "kicker" (Donnerstag).

Ahlen praktisch durch 

In der Nordstaffel kann sich Spitzenreiter Ahlen bei 14 Toren Vorsprung vor dem Dritten Düsseldorf wohl selbst eine Niederlage beim SV Babelsberg leisten. Die meiste Brisanz birgt das direkte Aufstiegs-Duell zwischen Union Berlin (60 Punkte) und Oberhausen (63).

Union-Trainer Uwe Neuhaus rechnet fest mit einer Niederlage der Düsseldorfer bei Rot-Weiß Erfurt. Doch die Hauptstädter müssen dann gegen RWO mit mindestens vier Toren Differenz gewinnen, um selbst aufzusteigen.

"Wir brauchen ein kleines Fußball-Wunder", meinte Neuhaus. Sein Pendant Hans-Günter Bruns aber betonte: "Uns hat in dieser Saison noch kein Team mit vier Toren Unterschied geschlagen." Bei einem Remis könnten die Düsseldorfer mit einem Erfolg in Erfurt selbst der lachende Dritte sein.


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