Regionalliga

Dynamo will Verkaufsverbot nicht hinnehmen

SID
Montag, 21.04.2008 | 16:13 Uhr
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
Segunda División
Sa21:00
Getafe -
Teneriffa (Finale Rückspiel)
Serie A
So00:00
Santos -
Recife
J1 League
So12:00
Tosu -
Urawa
CSL
So13:35
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Gremio -
Corinthians
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Primera División
So21:15
Boca Juniors -
Unión Santa Fe
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa

Dresden/Berlin - Mit großem Unverständnis hat die SG Dynamo Dresden auf das Kartenverkaufsverbot für Dresdner Fans für die Partie beim 1. FC Union Berlin am 8. Mai reagiert.

"Wenn das Schule macht, ist das das Ende des Fußballs. Fans haben ein Recht, bei einem Spiel dabei zu sein. Das haben wir in den Durchführungsbestimmungen des DFB unterschrieben - und danach sollte auch gehandelt werden", sagte Dynamo-Hauptgeschäftsführer Bernd Maas.

Gastgeber Union darf wegen befürchteter Krawalle kein Kartenkontingent für Dresdner Angänger bereitstellen. Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch hatte vor dem Innenausschuss im Abgeordnetenhaus gesagt, dass nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden sogenannte Ultras aus dem Dynamo-Umfeld massive Ausschreitungen planten.

Krisengespräch soll Lösung bringen

Dynamo werde die Entscheidung nicht hinnehmen und bei einem Krisengespräch mit Vertretern der Klubs, Polizei und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) über eine Lösung sprechen, kündigte Maas an.

"Wir gehen davon aus, dass wir eine Lösung finden. Ansonsten muss sich jeder über die Konsequenzen dieses Schrittes bewusst sein", sagte er.

Eine zusätzliche Gefährdung befürchtet auch das Dresdner Fanprojekt. "Die Polizei verkennt die Situation. Fans werden sich auch so Karten besorgen - und sitzen dann unkontrolliert in den Blocks. Dann gibt es erst recht Probleme", sagte Projektleiter Torsten Rudolph, für den dieser Schritt "Provokation pur" sei.

"Muss den Anhängern eine Chance geben"

Fans werden dadurch von vorn herein kriminalisiert. "In der Fanarbeit sind wir auf einem guten Weg. Man muss den Anhängern eine Chance geben, sich zu bewähren. Wenn alle Seiten ihre Hausaufgaben machen, dann bringt das mehr als eine Ausgrenzung", betonte er.

In der vergangenen Saison waren rund 1350 Polizeibeamte mit Wasserwerfern und Hundestaffeln im Einsatz gewesen, um Zusammenstöße zwischen aus Dresden anreisenden Hooligans und Union-Fans zu verhindern. Im Oktober 2006 war es zum Dresdner Gastspiel bei Hertha BSC II zu Ausschreitungen gekommen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung