Mittwoch, 27.02.2008

Regionalliga Süd

Trainerumfrage zum Aufstieg: Trio hat Nase vorn

Leipzig - Das Trio mit dem Neuling SV Sandhausen, dem VfR Aalen und dem FC Ingolstadt hat nach Meinung der Trainer die größten Chancen für einen Aufstieg in die 2. Liga.

Elf der von der dpa befragten 18 Trainer der Südstaffel setzen dabei auf einen Durchmarsch des Liga-Neulings. "Wenn die Sandhausener ihren guten Lauf fortsetzen können, haben sie Riesenchancen, aufzusteigen", meinte Brent Goulet vom SV Elversberg. Ebenfalls elf Nennungen erhielt der VfR Aalen, während zehn Trainer mit dem FC Ingolstadt als Aufsteiger rechnen.

Für "Herbstmeister" Sandhausen spricht nach Aussagen von Stefan Minkwitz (Stuttgarter Kickers) "eine eingeschworene Truppe, die auch spielerisch gut drauf ist". Trainerkollege Günter Güttler von Jahn Regensburg verweist auf die handverlesenen Neuzugänge: "Sandhausen hat in der Winterpause gut eingekauft", betonte er. Nur Sandhausens Coach Gerd Dais stapelt noch tief: "Wir wollen schnell auf 50 Punkte kommen, dann wird das Ziel neu formuliert."

Frankfurt ist für Überraschung gut

Lautstark meldet dagegen der FC Ingolstadt seine Ansprüche auf ein Ticket für die 2. Liga an. "Ingolstadt wird Erster. Unsere Mannschaft hat das Potenzial", sagte Thorsten Fink, der erst seit Januar im Amt ist. "Ingolstadt hat eine sehr starke Mannschaft mit etlichen bundesligaerfahrenen Spielern. Es sollte schon an ein Wunder grenzen, wenn die es nicht packen", meinte Rainer Krieg vom Karlsruher SC II.

Für Aalen spricht nach Meinung des ehemaligen Bundesligastürmers vor allem die sportliche Führung: "Zweiter Aufsteiger wird Aalen, weil man mit Edgar Schmitt einen hervorragenden Trainer hat", erklärte Krieg. Hinter dem Trio lichten sich dann die Reihen. Am ehesten traut man dem FSV Frankfurt Überraschungen zu. "Ich habe Frankfurt noch nicht abgeschrieben. Die Jungs haben sich in der Winterpause gut verstärkt", meinte Minkwitz. Drei Kollegen teilen seine Meinung.

Unterhaching und Burghausen mit wenig Chancen

Die Absteiger aus der 2. Liga haben nach Meinung der Trainer wenig Chancen auf eine sofortige Rückkehr. "Unterhaching und Burghausen dürften wohl kaum noch kommen", sagte Peter Starzmann vom SSV Reutlingen. Obwohl die SpVgg Unterhaching eine gute Mannschaft beisammen hat, beträgt der Rückstand auf die Aufstiegsränge bereits neun Punkte Rückstand. "Die sind erst einmal weit weg", sagte SpVgg-Trainer Ralph Hasenhüttl.

Ähnlich gelagert ist die Situation bei Wacker Burghausen: "Ob wir dazu gehören, hängt sicher auch vom Start ab. Wir tun mit Sicherheit alles dafür, an die Aufstiegsränge heran zu kommen", kündigte Ingo Anderbrügge an. Wenn nicht, soll wenigsten die Qualifikation für die dritte Liga trösten.


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