Meisterschafts-Playoffs der A-Junioren-Bundesliga

Die größten Talente der Halbfinalisten

Dienstag, 09.05.2017 | 14:51 Uhr
Felix Götze, Haji Wright, Dzenis Burnic und Gian-Luca Itter (v.l.n.r.) gehören zu den großen Talenten der A-Junioren-Bundesliga
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Die A-Junioren-Bundesliga geht mit den Meisterschafts-Playoffs in die heiße Phase. In den Halbfinals trifft der FC Bayern München auf den FC Schalke 04 und der VfL Wolfsburg fordert Titelverteidiger Borussia Dortmund. SPOX blickt auf die größten Talente der Halbfinalisten.

VfL Wolfsburg

Davide-Jerome Itter: RB Leipzig bemühte sich intensiv, auch der FC Arsenal hat gerüchtehalber versucht, die Zwillinge zu verpflichten, doch am Neujahrstag gab der VfL Wolfsburg bekannt, die Itter-Zwillinge bis 2021 an den Verein gebunden zu haben. Bei der U17-Europameisterschaft in Aserbaidschan spielten die Brüder eine wichtige Rolle im deutschen Team.

Davide-Jerome spielt auf der Rechtsverteidiger-Position, hat in Jugendjahren allerdings auch schon Erfahrungen auf der Sechs gesammelt.

"Unser großes Ziel ist die Bundesliga. Spieler wie Paul Seguin oder zuletzt Jannes Horn zeigen, dass man beim VfL den Sprung schaffen kann", sagte Davide nach der Vertragsverlängerung. Er hat dabei den etwas schwereren Stand als sein Bruder, auch weil er im letzten Jahr mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

Immerhin gelang ihm Ende April beim 3:0 gegen den VfL Osnabrück sein erstes Tor für die Wolfsburger A-Junioren - in einem Spiel, in dem Bruder Gian-Luca gleich zwei Treffer auflegte.

Gian-Luca Itter: Auf der chronisch unterbesetzten Position des Linksverteidigers ist er eines der größten Versprechen im deutschen Fußball. Schnell, konditionsstark, technisch begabt, hoher Einsatzwille - Gian-Luca bringt einiges mit, um den Durchbruch zu schaffen. In 22 Saisonspielen der Wölfe legte er zehn Tore auf und erzielte drei selbst.

Der DFB zeichnete ihn dafür im August letzten Jahres bei den U17-Talenten mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold aus - vor Kai Havertz, der bei Bayer Leverkusen derzeit in der Bundesliga sein enormes Potential zeigt.

Wenn der linke Abwehrspieler weiter an seiner Robustheit arbeitet, wird er schon in der kommenden Saison eine ernsthafte Option für die Wolfsburger A-Mannschaft sein. Mitte März saß er gegen den SV Darmstadt 98 sogar bereits erstmals in der Bundesliga auf der Bank. "Ich war natürlich überglücklich, dass ich im Profikader stand. Jetzt werde ich weiter hart arbeiten, damit ich meine Chance und irgendwann auch einmal einen Einsatz bekomme", kommentierte er nach der Partie.

Zum Problem könnte einzig werden, dass auf dem Platz links hinten mit Jannes Horn ein weiteres Wolfsburger Talent derzeit den Sprung zu den Profis geschafft hat.

Murat Saglam: Im Dezember tauchte der Name des Wolfsburger Youngsters plötzlich in der englischen Presse auf. Angeblich habe West Ham United Interesse daran, den damals 18-Jährigen zu verpflichten. Und auch Tottenham soll ein Auge auf ihn geworden haben. Aufgefallen war er den englischen Teams beim Auftritt mit der türkischen U19-Nationalmannschaft, bei der Saglam die Fäden im Mittelfeld zieht.

Mitte Januar verkündete der VfL schließlich, das Offensivtalent bis 2019 unter Vertrag genommen zu haben. "Ich freue mich auf die nächsten Jahre in Wolfsburg", verkündete Saglam über seinen Instagram-Account.

Mit zehn Assists und vier Toren hatte der 19-Jährige großen Anteil am Erfolg der A-Junioren in dieser Saison.

Die große Stärke des Deutsch-Türken im System der ungeschlagenen Wolfsburger U19 ist seine Flexibilität. Trainer Thomas Reis setzte ihn als Rechtsverteidiger ein, brachte ihn jedoch auch Rechtsaußen, Linksaußen, im zentralen und offensiven Mittelfeld, einmal sogar als Mittelstürmer.

Seine Kernkompetenz sieht Saglam auf der Zehn, dort will er im Laufe der nächsten Jahre von seinem Landsmann Yunus Malli lernen.

Seite 1: VfL Wolfsburg: Davide-Jerome Itter, Gian-Luca Itter, Murat Saglam

Seite 2: Borussia Dortmund: Jacob Bruun Larsen, Dzenis Burnic, Etienne Amenyido

Seite 3: FC Bayern München: Timothy Tillman, Marco Friedl, Felix Götze

Seite 4: FC Schalke 04: Haji Wright, Benjamin Goller, Erdinc Karakas

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