Nachwuchsspieler nach ihrem Bundesliga-Debüt

Debütantenball mit Millionenmann

Von Eugen Epp
Donnerstag, 29.03.2012 | 09:38 Uhr
Fünf Bundesliga-Debütanten: Rüdiger, Töre, Füllkrug, Höhn und Leno (v.l.)
© Getty
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Dutzende von Nachwuchsfußballern warten auf ihre Chance in der Bundesliga, einige haben sie in den vergangenen Monaten bekommen. SPOX schaut auf Spieler unter 21, die in dieser Saison ihr Bundesliga-Debüt gegeben haben und in Deutschland ausgebildet wurden. Wem gehört die Zukunft? Wer braucht noch Zeit? Und wer hat seine Chance nicht genutzt?

Akaki Gogia (20, FC Augsburg): Mit einem Doppelpack im Finale schoss er Wolfsburgs A-Junioren zur Meisterschaft, dann ließ er sich für zwei Jahre nach Augsburg ausleihen, um Erfahrungen zu sammeln. In den ersten 13 Spielen der Bundesliga-Saison kam Gogia zwölfmal zum Einsatz. Sein Pech: Nach einem Außenbandriss ist die Saison für ihn beendet.

Fanol Perdedaj (20, Hertha BSC): Das Herthaner Eigengewächs profitierte vom Trainerwechsel in Berlin. Unter Otto Rehhagel hat der gebürtige Albaner debütiert und stand in den letzten Spielen stets in der Startelf, auch mal als Rechtsverteidiger. Die Krise der Hertha scheint für ihn persönlich zur Chance zu werden.

Pierre-Michel Lasogga (20, Hertha BSC): Der bullige Mittelstürmer ist eines der Top-Talente der Hertha und machte schon in der letzten Zweitliga-Saison auf sich aufmerksam. In der Bundesliga immerhin auch mit sieben Treffern. Pendelte zuletzt aber zwischen Bank und erster Elf. Dennoch sind angeblich zahlreiche Klubs an ihm interessiert.

Marco Djuricin (19, Hertha BSC): Bis auf zwei Einwechslungen spielte der Österreicher noch keine Rolle im Mannschaftsgefüge der Hertha, stand unter Rehhagel nicht einmal mehr im Kader. Der Stürmer ist unzufrieden und möchte wechseln: "Ich habe genügend Zeit auf der Bank oder der Tribüne gesessen."

Gökhan Töre (20, Hamburger SV): In der Hinrunde war Töre fester Bestandteil der HSV-Elf und bester zwischenzeitlich sogar bester Vorbereiter der Liga. Dann verletzte er sich in der Winterpause. Seit kurzem wieder an Bord, aber noch nicht wieder in Tritt. Dennoch ein starkes erstes Bundesliga-Jahr für den in Leverkusen ausgebildeten Türken, der zudem den Sprung in die türkische A-Nationalmannschaft schaffte.

Zhi Gin Lam (20, Hamburger SV): Vor der Saison rückte Lam in den Profikader auf, hatte unter Oenning allerdings zunächst einen schweren Stand. Debütierte dann unter Interimscoach Cardoso und stand sogar viermal in der Startelf. Hinterließ bei Fink allerdings keinen bleibenden Eindruck und spielt nun wieder in der Regionalliga-Reserve.

Willi Orban (19, 1. FC Kaiserslautern): Nach einem Kurzeinsatz gegen Bayern verletzte er sich am Meniskus und fiel lange aus. Drei Monate später stand er in Nürnberg erstmals über 90 Minuten auf dem Platz. Danach war vorerst Schluss mit Bundesliga. Stattdessen war meist U 23 angesagt. Seine wichtigsten Erfolge in dieser Saison: ein Profivertrag bis 2014 und das Abitur.

Patrick Rakovsky (18, 1. FC Nürnberg): Kam vor der Saison aus Schalke und war als Nummer drei eingeplant. Lief Ersatzkeeper Alexander Stephan allerdings schnell den Rang ab und stand schließlich zwischen den Pfosten, als sich Raphael Schäfer verletzte. Hielt gut, hatte aber das Pech, sich ebenfalls zu verletzen. Soll in der neuen Saison komplett in den Bundesliga-Kader aufrücken und zum Schäfer-Nachfolger aufgebaut werden.

Julian Derstroff (20, 1. FC Kaiserslautern): Zunächst lange verletzt, bekam er in der Rückrunde im Abstiegskampf seine Chance. Tut sich bislang allerdings schwer. Stand zuletzt viermal in Folge in der Startelf. Auch der Trainerwechsel scheint ihm nicht geschadet zu haben: Unter Balakow durfte er erstmals über 90 Minuten ran.

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Matthias Zimmermann (19, Borussia Mönchengladbach): Kam im Sommer aus Karlsruhe und gilt als große Rechtsverteidiger-Hoffnung. Hat den Schritt aus der zweiten Liga bislang allerdings noch nicht wirklich gemeistert. Mehr als ein Acht-Minuten-Einsatz gegen Hertha (12. Spieltag) war bislang nicht drin - selbst als Jantschke zuletzt fehlte.

Florian Hartherz (18, Werder Bremen): Werders Dauer-Baustelle auf links schien durch die Verpflichtungen von Schmitz und Ignjovski geschlossen. Inzwischen spielt allerdings Hartherz dort. Der Linksverteidiger nutzte die Personalnot nach der Winterpause und stand seit dem 19. Spieltag immer in der Startelf, obwohl Schmitz und Co. wieder fit sind.

Niklas Füllkrug (19, Werder Bremen): Ein weiteres Werder-Juwel, das nach der Winterpause den Sprung in die Bundesliga schaffte. Gab am 19. Spieltag sein Debüt und war zunächst immer Joker. Gegen Augsburg am vergangenen Wochenende erstmals in der Startelf - und prompt mit seinem ersten Treffer. Konnte damit im Kampf um einen Platz im Werder-Sturm wichtige Pluspunkte sammeln.

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