Was ist aus Deutschlands U-17-WM-Helden geworden?

Tipps von Poldi, Lob von Hoeneß und ein Schock

Von Martin Jahns
Dienstag, 07.02.2012 | 11:12 Uhr
Bei der WM in Mexiko wurde die deutsche U 17 Dritter
© Imago
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Mit dem dritten Platz bei der U-17-Weltmeisterschaft in Mexiko machte im letzten Sommer eine neue Generation auf sich aufmerksam. Doch der Weg zur Profikarriere ist ein weiter: Nach dem Husarenstück mit dem abschließenden Sieg im Spiel um Platz drei gegen Brasilien vor über 80.000 Zuschauern wartete auf die meisten Spieler die Rückkehr in die A-Jugend-Bundesliga. Wie steht es ein halbes Jahr nach der WM um die Nachwuchshoffnungen des deutschen Fußballs, die in Mexiko auf sich aufmerksam machten?

Torhüter

Odisseas Vlachodimos (VfB Stuttgart): Der Schwabe und Neffe des ehemaligen Stuttgarter-Kickers-Profis Niko Chatzis war bei der WM die Nummer eins. Vor allem das Spiel um Platz drei gegen Brasilien im Aztekenstadion (4:3) hat beim Nachwuchstorwart des VfB Stuttgart nachhaltig Eindruck gemacht: "Da habe ich mal einen Vorgeschmack bekommen, wie es auswärts bei einem Bundesligaspiel sein könnte."

In Stuttgart ist Vlachodimos von der Bundesliga noch weit entfernt: Stammtorhüter Sven Ulreich zeigte sich in der Hinrunde bärenstark. Ersatzkeeper Marc Ziegler steht noch bis Sommer 2013 bei den Schwaben unter Vertrag, sodass ein baldiger Einsatz in der Bundesliga für den erst 17-Jährigen nicht absehbar ist. Bei den traditionell starken U-19-Junioren des VfB ist Vlachodimos in der A-Jugend Bundesliga gesetzt. Alle 13 Begegnungen spielte er durch und trug damit seinen Teil zur Tabellenführung des VfB bei.

Abwehr

Kaan Ayhan (FC Schalke 04): Bis auf das Auftaktspiel gegen Ecuador stand Ayhan in Mexiko stets in der deutschen Startelf. Im Viertelfinale gegen England (3:2) gelang ihm der wichtige Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. Im Gegensatz zum FC Schalke, wo Ayhan im defensiven Mittelfeld agiert, vertraute Steffen Freund ihm in der Viererkette. Nachdem der DFB ihm zwei Einsätze für die türkische Jugendnationalmannschaft gestattete, um eine Entscheidung zu erleichtern, hat sich Ayhan vorerst für das DFB-Team entschieden: "Beim DFB ist alles ein Stück professioneller, größer, ich fühle mich hier gut integriert", so Ayhan zu "Der Westen".

Bei den Schalker A-Junioren legte Ayhan eine starke Hinrunde hin und konnte sich auf Anhieb in die Stammelf spielen. Vier Tore und drei Vorlagen in 13 Spielen sprechen für den gebürtigen Gelsenkirchener.

Koray Günter (Borussia Dortmund): Koray Günter hat im Laufe der WM seinen Stammplatz in der deutschen Innenverteidigung verloren.

Bei Borussia Dortmunds U 19 ist Günter hingegen Kapitän. Allerdings musste er wegen einer Fußverletzung einen Monat lang pausieren. Für Trainer Sascha Eickel ein harter Ausfall, denn der hat eine hohe Meinung von Günter: "Von seinen Grundvoraussetzungen her hat er die Möglichkeit, irgendwann einmal den Sprung nach ganz oben zu schaffen."

Noah Korczowski (FC Schalke 04): Der Schalker Innenverteidiger Noah Korczowski kam in Mexiko vor allem in der zweiten Turnierhälfte zum Einsatz, in der er Koray Günter aus der Stammelf verdrängte. Korczowski kommt wie Tim Hoogland aus der Jugendabteilung des TSV Marl-Hüls und ist in der Schalker U 19 gesetzt. In der zweiten oder gar ersten Mannschaft der Schalker durfte er sich jedoch noch nicht beweisen. Aufgrund der fehlenden Perpsektive wechselt der Youngster zur neuen Saison zum 1. FC Nürnberg.

Nico Perrey (Bayer Leverkusen): Vor der U-17-WM spielte Perrey noch bei Arminia Bielefelds Junioren. Nachdem er in Mexiko Stammspieler in der deutschen Innenverteidigung war - Perrey spielte alle sieben Partien durch - sicherte sich Bayer Leverkusen sofort seine Dienste. Ein sinnvoller Wechsel für Perrey, schließlich sind Bielefelds Junioren letzte Saison aus der Bundesliga abgestiegen.

"Nico will mit uns den nächsten Schritt gehen. Er ist in Bielefeld gut ausgebildet worden, aber durch den Abstieg der Arminia aus der A-Junioren-Bundesliga würde er dort nicht mehr auf höchstem Niveau gefordert werden", so Leverkusens Nachwuchsleiter Jürgen Gelsdorf zum "Kicker".

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Cimo Röcker (Werder Bremen): Auch Cimo Röcker spielte in Mexiko durch, und hat seitdem bei Werder Bremen weitere Hürden auf dem Weg zur Profikarriere genommen. Im August nahm ihn Thomas Schaaf mit zum Testspiel gegen den FC St. Pauli, wo Röcker schließlich seinen ersten Einsatz im Herrenbereich feierte. Im November folgte dann ein Profi-Vertrag bis 2014.

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs freut es: "Er gehört zu den Besten seines Jahrgangs in Deutschland und konnte im vergangenen Jahr bei der WM und EM wichtige Erfahrungen sammeln. Außerdem ist er wieder ein Junge aus der Region, der bei uns eine Chance bekommt." In einem Pflichtspiel stand der Linksverteidiger zwar noch nicht im Bremer Kader, doch immerhin bei einem weiteren Testspiel konnte er Profiluft schnuppern.

Seite 2: Die Mittelfeldspieler

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