Neue Power aus La Masia

Von Fatih Demireli
Mittwoch, 09.11.2011 | 17:59 Uhr
Die Barca-Stars von morgen: Isaac Cuenca, Thiago Alcantara, Deulofeu und Co.
© spox
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Ein Blick in den Kader des FC Barcelona genügt: Lionel Messi, Xavi, Andres Iniesta, Carles Puyol, Victor Valdes, Gerard Pique, Sergio Busquets, Pedro und Cesc Fabregas - sie alle sind das Produkt der Barca-Jugendakademie "La Masia". Trainer Josep Guardiola treibt die Entwicklung neuer Talente immer weiter voran und hat in den letzten Wochen mit Isaac Cuenca und Gerard Deulofeu den nächsten Youngstern sein Vertrauen geschenkt. Wer kommt bei Barca nach? Wer hat Chancen, in große Fußstapfen zu treten?

"Es macht uns jedes Mal einfach nur Stolz", sagt Oscar Garcia. Der Jugendtrainer des FC Barcelona spricht für all seine Kollegen im Nachwuchsbereich des Klubs. Garcia meint den Stolz darüber, dass es wieder ein "Canterano", wie Spieler aus Jugendakademien in Spanien genannt werden, zu den Profis geschafft hat.

Seit Pep Guardiola Barcas Cheftrainer ist, haben sage und schreibe 19 Spieler bei den Profis debütiert - Tendenz steigend.

"Für die Spieler ist das großartig. Sie werden für ihre Arbeit belohnt und sie wissen, dass sie eine Chance bekommen. Es ist für uns leicht, die Spieler zu motivieren", sagt Eusebio, der Barcas B-Mannschaft trainiert.

Wer sind die Barca-Stars von morgen, wer ist auf dem Sprung? Ein Überblick.

 

Thiago Alcantara

20 Jahre | seit dem 14. Lebensjahr bei Barcelona | Mittelfeldspieler

Als der FC Barcelona im Sommer heftigst um Cesc Fabregas warb, stand eine Frage im Raum: Braucht man Fabregas wirklich? Mit Thiago Alcantara hat man schließlich ein herausragendes Talent in den eigenen Reihen, der Fabregas auf kurz oder lang den Rang ablaufen könnte.

Der Auftritt des Youngsters beim Audi-Cup in München, als er dem FC Bayern zwei Tore einschenkte und stark aufspielte, ließ viele jedenfalls aufhorchen, nachdem er schon in der Vorsaison das eine oder andere Mal auf sich aufmerksam machen konnte.

Nachdem Fabregas dann für viel Geld verpflichtet wurde, sah man auf Thiago schwere Zeiten zukommen, aber siehe da: Alcantara hat in dieser Saison zwölf Pflichtspiele absolviert und darf sich durchaus als Stammspieler fühlen - vor allem, weil er so vielseitig einsetzbar ist.

Der Spanier mit brasilianischen Wurzeln (Vater Mazinho wurde 1994 Weltmeister mit Brasilien) ist wie Xavi ein Umschaltspieler, dabei aber deutlich dynamischer als beispielsweise Fabregas. Wenn Pep Guardiola sein 3-4-3 testet, ist Thiago sogar prädestiniert für die offensivere Rolle im Zentrum.

Weil Alcantara fast immer spielte, saßen zuletzt Xavi und Iniesta vermehrt auf der Bank - sie erhielten Regenerationspausen. Xavi hält viel von Thiago, sieht in ihm "einen Spieler, der unglaubliche Dinge kann und sehr wertvoll ist". Statt Fabregas oder Thiago heißt es nun immer öfter: Fabregas und Thiago. Auch 'ne Lösung.

Mit Spanien wurde Thiago U-17- (2008) und U-21-Europameister (2011). Für die A-Nationalmannschaft debütierte er im August gegen Italien.

 

Rafael Alcantara

18 Jahre | seit dem 12. Lebensjahr bei Barcelona | Offensiver Mittelfeldspieler

Ein Alcantara reicht dem FC Barcelona offenbar nicht: die jüngere Thiago-Ausgabe schickt sich derzeit an, seinem Bruder in die Profi-Mannschaft zu folgen. Der Linksfuß ist ein begnadeter Techniker, bedingt auch dadurch, dass er lange Zeit nur Hallenfußball spielte und es versteht, sich auf engstem Raum durchzusetzen. Ein Manko ist noch die Verspieltheit, die Rafinha, wie er genannt werden will, an den Tag legt. Die Reife seines großen Bruders fehlt noch, aber Barcas B-Coach Eusebio lobt die Entwicklung seines Offensivmannes.

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Wie viele Barca-Nachwuchsspieler durchlief Rafinha alle U-Mannschaften Spaniens, aber in welcher A-Nationalmannschaft er künftig spielen wird, ist noch ungeklärt. Während Bruder Thiago sich längst für Spanien entscheiden hat, liebäugelt Rafinha offen mit Brasilien. "Es ist eine schwere Entscheidung - für die ganze Familie. Mir war schnell klar, dass ich für Spanien spielen will, aber er denkt anders", sagt Thiago über den jüngeren Bruder. Aufgegeben hat der spanische Verband aber noch nicht.

 

Isaac Cuenca

20 Jahre | seit dem 13. Lebensjahr bei Barcelona | Stürmer

Langsam und behutsam: diese Attribute kennt Isaac Cuenca nicht. Der Angreifer legte diese Saison einen kometenhaften Einstieg ins Profi-Geschäft hin, dass selbst Pep Guardiola darüber staunt.

Nachdem Cuenca bei zwei Anläufen in Barcas Jugendmannschaften nicht vollends überzeugen konnte und mehrfach ausgeliehen wurde, holte er sich in der letzten Saison beim Drittligisten CE Sabadell das nötige Selbstvertrauen für den dritten Anlauf.

"Wenn ein Spieler Barca zwei Mal verlässt und es erneut versucht, muss man ihn im Auge behalten", sagt Guardiola über Cuenca. Der Barca-Coach nahm den Außenstürmer in der Sommervorbereitung mit ins Camp in den USA, wo er prompt überzeugte.

Beim Champions-League-Gastspiel in Pilsen wurde Cuenca erstmals eingewechselt, spielte dann gegen Granada durch und schoss gegen Mallorca gleich sein erstes Profi-Tor. Bei Barca fühlen sich viele an den jungen Pedro erinnert, nicht von ungefähr gibt Cuenca Pedro als Vorbild an.

Guardiola sagt: "Wir sind glücklich mit ihm. Bei ihm weiß man immer, was man bekommt." Cuenca ist zwar nach wie vor etwas schmächtig, bringt aber auch ein paar neue Elemente ins Barca-Spiel mit: Cuenca spielt nicht nur Tiqui-Taca, sondern streut auch mal einen langen Diagonalball oder eine scharfe Flanke ein.

David Villa freut sich darüber: "Wir werden ihn im Camp Nou noch oft genug sehen. Er ist Barca-Spieler durch und durch." Mittlerweile wurde Cuenca auch schon für Spaniens U 21 nominiert.

Deulofeu, Montoya, Bartra und Sergi: Hier geht's zur Seite 2

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