Sonntag, 24.04.2016

Süper Lig, 30. Spieltag

Spielabbruch bei Fener

Am 30. Spieltag der Süper Lig kommt es zwischen Trabzonspor und Fenerbahce zum Spielabbruch. Galatasaray hat gegen Kasimpasa seine Negativserie beendet. Lukas Podolski trifft doppelt. Besiktas lieferte sich einen unfassbaren Schlagabtausch mit Akhisar Belediyespor. Auch Mario Gomez hat seinen Anteil am Spektakel.

Unschöne Szenen gab es bei Trabzonspor gegen Fenerbahce
© Seskim
Unschöne Szenen gab es bei Trabzonspor gegen Fenerbahce

Akhisar Belediyespor - Besiktas 3:3 (1:1)

Tore: 0:1 Gomez (15.), 1:1 Rodallega (45.+1), 1:2 Olcay (47.), 2:2 Rodallega (54.), 3:2 Rodallega (78.), 3:3 Cenk (90.)

Gelb-Rote Karte: Caner Osmanpasa (90.+3, wiederholtes Foulspiel)

Besonderes Vorkommnis: Zengin hält Elfmeter von Rodallega (45.+1)

Schon nach 15 Minuten ließ Mario Gomez die zahlreichen mitgereisten Besiktas-Fans jubeln. Frei vor dem Tor ließ der Goalgetter Torwart Fatih Öztürk keine Chance und erzielte seinen 23. Ligatreffer. Danach blieb der Tabellenführer bestimmend, musste aber kurz vor der Pause den Ausgleich hinnehmen. Nach einem überflüssigen Handspiel von Verteidiger Alexis Delgado scheiterte Stürmer Hugo Rodallega mit dem fälligen Elfmeter an Besiktas-Torwart Tolga Zengin, erzielte aber im Nachschuss seinen 17. Saisontreffer (45.+1).

Kurz nach dem Seitenwechsel brachte Olcay Sahan die Adler mit einem Abstauber wieder in Führung (47.). Doch Akhisar kam erneut zurück und drehte die Partie: Sami schlug eine gute Hereingabe von rechts, am ersten Pfosten stand Rodallega richtig und traf volley zum 2:2 (54.). Dann waren sich Delgado und Keeper Tolga bei einem eigentlich harmlosen Ball nicht einig, Rodallega spritzte dazwischen und machte seinen Dreierpack perfekt (78.).

Es folgte eine vogelwilde Schlussphase mit Aufregern auf beiden Seiten. Zuerst wurde ein weiteres Gomez-Tor wegen Abseits nicht gegeben (81.). Dann versuchte es Soner Aydogdu für Akhisar fast von der Mittellinie, scheiterte aber an der Latte (89.). Das rächte sich eine Minute später, als der eingewechselte Cenk Tosun nach Vorarbeit von Gomez zum 3:3 traf. Das war immer noch nicht alles: Nach einem Foul an Cenk sah Caner Osmanpasa die Gelb-Rote Karte (90.+3). Den Schlusspunkt setzte Jose Sosa, der den fälligen Freistoß aus 20 Metern an die Latte setzte. So endete eine packende Partie mit einer gerechten Punkteteilung.

Galatasaray - Kasimpasa 4:1 (1:1)

Tore: 1:0 Bilal (13.), 1:1 Scarione (29.), 2:1 Podolski (62.), 3:1 Selcuk (70.), 4:1 Podolski (90.)

Die Serie ist gerissen! Nach sieben Spielen ohne Sieg hat Galatasaray wieder einen Dreier gefeiert. Dabei im Mittelpunkt: Lukas Podolski, der zwei Tore erzielte und ein weiteres Mal den Pfosten traf.

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Ohne den verletzten Wesley Sneijder und vor sehr spärlicher Kulisse ging Galatasaray früh in Führung. Nach einem Freistoß von Selcuk Inan stand Bilal Kisa frei vor dem Tor und köpfte das 1:0 (13.). Gleich danach krachte Podolskis Rechtsschuss ans Metall (14.). Erst danach fand Kasimpasa ins Spiel und kam zum Ausgleich. Bei einem Querpass von Andre Castro war die Gala-Abwehr nicht auf der Höhe, Oscar Scarione schob flach ein (29.). Kurz vor der Halbzeit hatten die Löwen Glück, als Eren Derdiyok alleine aufs Tor zulief und von Koray Günter zu Fall gebracht wurde, der Elfmeterpfiff aber ausblieb (44.).

In der zweiten Halbzeit schlug dann die Stunde von Podolski. In der 62. Minute stand er nach einem Freistoß richtig und traf gegen zum 2:1. Zunächst entschied Schiedsrichter Baris Simsek fälschlicherweise auf Abseits, gab den Treffer dann aber nach Rücksprache mit seinem Assistenten doch. Gala verstärkte anschließend den Druck und Kapitän Selcuk Inan sorgte mit einem schönen Schlenzer an den Innenpfosten für die Vorentscheidung (70.), ehe Podolski mit seinem zweiten Treffer endgültig alles klar machte (90.). Der deutsche Nationalspieler traf nach feinem Zuspiel von Emre Colak mit dem Außenrist in die Ecke.

Trabzonspor - Fenerbahce 0:4 (0:2)

Tore: 0:1 Alper (23.), 0:2 Volkan (27.), 0:3 Nani (57.), 0:4 van Persie (62.)

Besonderes Vorkommnis: Spielabbruch nach Zuschauerausschreitungen (90.)

Seit dem Titelduell im Jahre 2011 und dem folgenden Manipulationsskandal herrscht zwischen Fenerbahce und Trabzonspor bittere Rivalität - genau die lebten die Zuschauer in den letzten Minuten der Partie aus und erzwangen damit einen Spielabbruch.

In der 90. Minute eskalierte die Lage im Stadion komplett. Hinter dem Tor von Fener-Torwart Volkan Demirel begannen Trabzon-Fans zu randalieren, Sitze und Böller flogen auf den Rasen. Während das Spiel lief, stürmte ein Zuschauer über die Absperrung und attackierte den Torraumrichter körperlich. Der Mann stürmte aus der Trabzon-Kurve auf den Platz, stieß den Assistenten zu Boden, trat und schlug auf ihn ein. Danach verließen die Schiedsrichter und die Mannschaften das Feld, das Spiel wurde nach einigen Minuten Bedenkzeit abgebrochen.

Spielabbruch zwischen Trabzonspor und Fenerbahce
TRABZONSPOR - FENERBAHCE 0:4: Rein sportlich lief in Trabzon alles glatt - zumindest für Fener. Gleich viermal durften die Gäste jubeln
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TRABZONSPOR - FENERBAHCE 0:4: Rein sportlich lief in Trabzon alles glatt - zumindest für Fener. Gleich viermal durften die Gäste jubeln
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Schon während des gesamten Spiels mussten die Spieler immer wieder Gegenstände vom Rasen räumen. Die Mannschaften standen quasi unter Dauerbeschuss
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Schon während des gesamten Spiels mussten die Spieler immer wieder Gegenstände vom Rasen räumen. Die Mannschaften standen quasi unter Dauerbeschuss
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Alper, Volkan, Nani und van Persie hießen die Torschützen aufseiten der Gäste. Das beruhigte die Stimmung im Huseyin-Avni-Aker-Stadion aber keineswegs...
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Alper, Volkan, Nani und van Persie hießen die Torschützen aufseiten der Gäste. Das beruhigte die Stimmung im Huseyin-Avni-Aker-Stadion aber keineswegs...
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Denn kurz vor Abpfiff begannen Trabzon-Fans zu randalieren, Sitze und Böller flogen auf den Rasen. Skurril: Das Spiel lief weiter, die Spieler warfen die Sitzschalen zurück!
© imago
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Denn kurz vor Abpfiff begannen Trabzon-Fans zu randalieren, Sitze und Böller flogen auf den Rasen. Skurril: Das Spiel lief weiter, die Spieler warfen die Sitzschalen zurück!
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Die Polizei bekam die gewaltbereiten Zuschauer nicht in den Griff
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Die Polizei bekam die gewaltbereiten Zuschauer nicht in den Griff
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Beim Stand von 0:4 in der Nachspielzeit stürmte ein Mann aus der Trabzon-Kurve auf den Platz, stieß den Schiri-Assistenten zu Boden, trat und schlug auf ihn ein
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Beim Stand von 0:4 in der Nachspielzeit stürmte ein Mann aus der Trabzon-Kurve auf den Platz, stieß den Schiri-Assistenten zu Boden, trat und schlug auf ihn ein
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Selbst die Spieler mischten mit und versuchten, die auf den Platz stürmenden Zuschauer zu stoppen
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Selbst die Spieler mischten mit und versuchten, die auf den Platz stürmenden Zuschauer zu stoppen
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Der Angreifer konnte zwar gestoppt werden - das brachte aber rein gar nichts: Die Situation eskalierte komplett, sodass nicht weitergespielt werden konnte
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Der Angreifer konnte zwar gestoppt werden - das brachte aber rein gar nichts: Die Situation eskalierte komplett, sodass nicht weitergespielt werden konnte
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Spieler und Schiedsrichter flüchteten schnellstmöglich in die Kabine - die Partie wurde von Schiedsrichter Bülent Yildirim abgebrochen
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Spieler und Schiedsrichter flüchteten schnellstmöglich in die Kabine - die Partie wurde von Schiedsrichter Bülent Yildirim abgebrochen
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Bilder der Verwüstung: Als das Stadion geräumt war, sah wenig nach einem Fußballfeld aus... Überall lagen Trümmerteile herum
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Bilder der Verwüstung: Als das Stadion geräumt war, sah wenig nach einem Fußballfeld aus... Überall lagen Trümmerteile herum
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Sportlich hatte Fenerbahce im Stadion des Gegners die Nerven behalten war mit einem frühen Doppelschlag in Führung gegangen. Beide Angriffe starteten über links: Zunächst traf Alper Potuk nach Querpass von Hasan Ali Kaldirim (23.), dann schob Volkan Sen nach guter Vorarbeit von Nani ein (27). Kurz vor der Halbzeit forderten die Hausherren nach Handspiel von Hasan Ali einen Elfmeter, Schiedsrichter Bülent Yildirim ließ jedoch weiterspielen (35.). Ansonsten war von Trabzon in der Offensive nichts zu sehen.

In der 57. Minute machte Fener-Star Nani den Deckel drauf, indem er aus 20 Metern mit der Pike abzog und in die rechte Ecke zum 3:0 traf. Gegen einen desolaten und sich aufgebenden Gegner hatte Fener keine Probleme mehr. Robin van Persie besorgte nach einem direkten Freistoß und unter gütiger Mithilfe von Torwart Onur Kivrak das 4:0 (62.). Damit war die Partie endgültig entschieden. Bis zum Schlusspfiff wurde die Heimmannschaft bei Ballbesitz immer wieder von den eigenen Fans ausgepfiffen - dann endete die Partie vorzeitig und unrühmlich.

Alles zur Süper Lig

Cihan Acar

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