Fussball

Istanbul-Derby - Was wird aus RvP?

Von SPOX
Wird Robin van Persie am Wochenende spielen?
© getty

Galatasaray hat einen wichtigen Sieg in Trabzon gefeiert, für Zufriedenheit sorgt das aber noch nicht. Die gezeigten Leistungen sind schuld. Besiktas empfängt Fenerbahce im ungeliebten Stadion zum Derby. Dabei soll endlich eine schwarze Serie enden. Bei Fener schwankt Robin van Persie derweil zwischen Bankdrücker und Siegesgarant.

Galatasaray - Gaziantepspor (Sa., 18 Uhr im LIVETICKER)

Mit einem 1:0-Erfolg bei Trabzonspor feierte Galatasaray das ersehnte Erfolgserlebnis, die Stimmung danach war aber weit entfernt von Friede, Freude, Eierkuchen. Trainer Hamza Hamzaoglu überraschte mit ironischen Aussagen ("Wir haben nur mit Glück gewonnen", "Ich bin ein schlechter Trainer, der Sieg gehört der Mannschaft") und ließ damit durchblicken, dass die Kritik der vergangenen Wochen nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist.

Verteidiger Semih Kaya brachte das Spiel auf den Punkt: "Trabzon hat besser gespielt. Wir zeigen derzeit keine gute Leistung und enttäuschen unsere Fans." Gegen einen Gegner, der beste Torchancen ausließ, musste deshalb ein Eigentor für den Sieg herhalten. Der war wichtig, denn nun kann gegen Gaziantep der Rückstand zur Spitzengruppe weiter verkürzt werden.

Dafür muss der erste Heimsieg der Saison her. Verzichten müssen die Löwen auf zwei Leistungsträger: Selcuk Inan ist noch rotgesperrt, Burak Yilmaz fällt wochenlang mit einer Muskelverletzung aus. Das wiederum könnte die große Chance für Sinan Gümüs sein. Der junge Stürmer wurde vor einem Jahr aus Stuttgart geholt und gilt bei den Fans als großer Hoffnungsträger, obwohl er bisher eher selten gespielt hat. Mit 26 Toren und 9 Vorlagen hat er letzte Saison in der U23 aber bereits aufhorchen lassen. Gegen Gaziantep ist er eine Option für die Startelf.

Besiktas - Fenerbahce (So., 18 Uhr im LIVETICKER)

Das Derby zwischen Besiktas und Fenerbahce verspricht Spannung, denn im direkten Duell zwischen Spitzenreiter (Fener) und Verfolger (Besiktas) geht es um die Tabellenführung.

Die Hausherren haben dabei die Chance, gleich zwei Traumata auf einmal zu bewältigen. Da ist zunächst die Tatsache, dass die Partie im Atatürk-Olympiastadion stattfindet. Die Adler müssen seit der Saison 2013/14 aufgrund des Stadionbaus ausweichen, meistens muss man im ungeliebten Olympiastadion ran. Heimisch ist man dort nie geworden. Letzte Saison gab es in fünf Spielen nur einen Sieg.

Dazu kommt die schwache Bilanz in den Derbys vergangener Jahre. Gegen Fenerbahce oder Galatasaray zog Besiktas zuletzt meistens den Kürzeren. In der letzten Spielzeit reichte es in vier Derbys zu keinem einzigen Tor. Die schwache Bilanz war mit ein Grund dafür, dass Ex-Coach Slaven Bilic am Ende der vergangenen Saison seinen Hut nehmen musste. Bei all den Vorzeichen kann man sich also ausrechnen, wie wichtig diese Partie für Besiktas ist.

"Ich bin unglücklich darüber, auf der Bank zu sitzen"

Bei Fener sorgte der eingewechselte Robin van Persie für den entscheidenden Treffer beim 2:1-Sieg gegen Bursa. Seine Rolle hat der Holländer trotzdem noch nicht ganz gefunden und wirkt unzufrieden. Als van Persie vor seiner Einwechslung an der Seitenlinie stand und Trainer Vitor Pereira ihm letzte Anweisungen geben wollte, wies van Persie ihn zurück. Nach dem Spiel erklärte er: "Ich bin unglücklich darüber, auf der Bank zu sitzen. Ich bin fit genug für 90 Minuten." Auf seiner angestammten Position im Sturmzentrum ist bislang aber Konkurrent Fernandao gesetzt.

Nani entwickelt sich derweil mit wichtigen Toren wie zum 1:0 immer mehr zum Leader, Lazar Markovic machte bei seinem Startelf-Debüt ebenfalls ein starkes Spiel. Coach Pereira hat derzeit sehr viele Alternativen. Mit Kjaer, Gökhan, de Souza, Diego und Caner kehren einige Wiedergenesene zurück, ihre Vertretungen wie Michal Kadlec, Bruno Alves oder Hasan Ali Kaldirim machten gegen Bursa aber einen guten Job. Bei so vielen Möglichkeiten ist es kein Wunder, dass Pereira optimistisch ins Wochenende geht: "Es wird ein schönes Derby."

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