Nach peinlicher 48-Sekunden-Panne mit Konsequenzen

Weltmeister Großkreutz im Wartestand

SID
Donnerstag, 03.09.2015 | 14:38 Uhr
Das hatte sich Kevin Großkreutz auch anders vorgestellt - jetzt heißt es erst einmal nur Trainieren
© getty
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Beißender Spott für Galatasaray, schwerer Rückschlag für Kevin Großkreutz: Die Wechsel-Posse um den Weltmeister schlägt weiter hohe Wellen. Aus der peinlichen 48-Sekunden-Panne seines neuen Arbeitgebers könnten sich für den Ex-Star von Borussia Dortmund bittere Konsequenzen ergeben - eine EM-Teilnahme ist in weite Ferne gerückt.

"Skandal bei Galatasaray", schrieb die türkische Sport-Zeitung Fanatik: "Großkreutz muss bis zum Ende des Jahres warten." Auch die Hürriyet übte scharfe Kritik: "Die Skandale nehmen kein Ende", titelte die Tageszeitung. Schadenfreude pur dagegen beim großen Istanbuler Rivalen Fenerbahce. "Ich habe noch nie so einen komischen Transfer gesehen", schrieb Vorstandsmitglied Selim Kosif bei Twitter.

Doch für Großkreutz ist die Situation, die den Galatasaray-Geschäftsführer Ugur Yildiz inzwischen den Job gekostet haben soll, alles andere als komisch. "Ich habe nun leider bis Januar die Zeit, mich nur im "Training" zu beweisen", schrieb der 27-Jährige bei Instagram. Dabei hatte sich Großkreutz von seinem Wechsel zum Klub von Lukas Podolski in erster Linie eines erhofft: Wettkampfpraxis.

FIFA lehnte Spielgenehmigung ab

Doch der Weltverband FIFA lehnte die Spielgenehmigung für Dortmunds langjährige Identifikationsfigur ab, ein Einspruch des türkischen Rekordmeisters hatte keinen Erfolg. Dennoch entschied sich das BVB-Urgestein für eine sofortige Luftveränderung und für einen Umzug in die Metropole am Bosporus. Der Wechsel wird zu den bereits vereinbarten Konditionen vollzogen, die Ablösesumme soll rund 1,5 Millonen Euro betragen.

Bis zu seiner Registrierung, die nach Angaben von Galatasaray zu Beginn der nächsten offiziellen Transferperiode am 1. Januar 2016 vollzogen werden soll, wird Großkreutz in Liga und Champions League nur die Zuschauerrolle bleiben, und damit dürfte er zumindest vorübergehend vom Radar des DFB verschwinden.

Großkreutz, dem bei der WM 2014 ohne eine Einsatz-Minute Weltmeister-Ehren zu teil wurden, gibt sich jedoch optimistisch: "Ein neues Land, eine andere Kultur, neue und alte Bekannte treffen... Ich danke Galatasaray Istanbul für diese Möglichkeit." Zudem richtete er sich mit überschwänglichen Worten an die Dortmunder Fans, die den Malocher für seinen Einsatz in sechs intensiven Jahren unter dem früheren BVB-Coach Jürgen Klopp verehren.

Keine Perspektive unter Tuchel

Unter dessen Nachfolger Thomas Tuchel besaß der variable Rechtsfuß trotz seiner Verdienste (Meisterschaften 2011, 2012, Pokalsieg 2012) keine Perspektive mehr. Nach einer Knie-OP im April kam er in der laufenden Saison nicht zum Zug und absolvierte zuletzt sogar Spiele im Regionalligateam. Der Absprung erschien logisch.

Dortmund und Galatasaray hatten sich bereits am Montag, dem letzten Tag der abgelaufenen Transferperiode, auf einen Wechsel verständigt. Laut BVB-Mitteilung sei die FIFA allerdings zu der Überzeugung gekommen, "dass Galatasaray nicht alle notwendigen Schritte zur Abwicklung dieses angedachten Transfers innerhalb des vorgeschriebenen Zeitfensters vollgezogen hat".

Der entsprechende Antrag Galatasarays war am frühen Dienstagmorgen um 00:00:48 Uhr, und damit 48 Sekunden zu spät, im elektronischen Transfersystem TMS eingegangen. Der Klub erklärte dies mit technischen Problemen im System. Diese könnten Großkreutz teuer zu stehen kommen.

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