Galatasaray dreht Spiel nach 0:2-Rückstand

Von Inanc Armitli/Göksel Uzunoglu/Serdar Bilican
Montag, 25.02.2013 | 21:04 Uhr
Burak Yilmaz traf nicht nur gegen Schalke, sondern auch in der Liga - sogar doppelt
© getty
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Früher Rückstand und später Sieg: Fenerbahce machte es gegen Kasimpasa spannend. Besiktas gewann dank Roberto Hilbert bei Sivasspor. Galatasaray gewann am Montag nach einem 0:2-Rückstand noch deutlich.

Galatasaray - Orduspor 4:2 (0:2)

Tore: 0:1 Inan (15./Eigentor), 0:2 Stancu (45./Handelfmeter), 1:2 Sneijder (58.), 2:2 Yilmaz (68.), 3:2 Yilmaz (70.), 4:2 Inan (78.)

Galatasaray hatte zwar von Beginn an mehr Ballbesitz und machte das Spiel, Zählbares sprang dabei allerdings nicht heraus. Auch von Orduspor war offensiv erwartungsgemäß zunächst wenig zu sehen.

Dann aber das unglaubliche Eigentor der Gastgeber: Keeper Fernando Muslera wollte den Ball nach vorne schießen, traf jedoch dabei seinen Mannschaftskollegen Selcuk Inan. Der Ball flog ins eigene Netz.

Zur ersten Torgelegenheit kamen die Gelb-Roten erst in der 40. Minute: Amrabat spielte auf Burak Yilmaz, der anschließend nach einer Eins-zu-Eins-Situation an Keeper Fornezzi scheiterte.

Kurz vor der Halbzeit der nächste Schock für die Hausherren: Hakan Balta sprang bei einer Abwehraktion im Strafraum der Ball an die Hand. Als Konsequenz durfte Bogdan Stancu durch Elfmeter auf 0:2 erhöhen.

In der zweiten Halbzeit schaffte es Galatasaray, das Spiel gegen den krassen Außenseiter zu drehen. Erst verwandelte Sneijder aus halblinker Position sehenswert, dann glich Burak Yilmaz aus (68.).

Nur zwei Minuten später köpfte Yilmaz zur Führung ein. Selcuk Inan konnte abschliessend zum 4:2-Endergebnis verwandeln.

Fenerbahce - Kasimpasaspor 3:1 (0:1)

Tore: 0:1 Uche (2./Elfmeter), 1:1 Webo (60.), 2:1 Belözoglu (89./Elfmeter), 3:1 Sow (90.+5)

Nach dem frühen Rückstand durch einen von Uche verwandelten Handelfmeter in Führung übernahm Fenerbahce schnell die Intiative. Allerdings gab es lange keine nennenswerten Torchancen. Die Kreativabteilung mit Raul Meireles und Emre Belözoglu, die zum ersten Mal gemeinsam spielten, hatte Probleme, das Spiel aufzubauen.

In der 24. Minute verpasste Dirk Kuyt das 1:1, kurz vor der Pause schaffte Emre Belözoglu das Kunststück, den Ball aus fünf Metern am leeren Tor vorbeizuschießen.

Wendepunkt für Fener waren die Einwechselung der Offensivspieler Christian Baroni und Moussa Sow, die für deutlich mehr Schwung im Fener-Spiel sorgten. Nach einem Eckball legte Kuyt mit dem Kopf auf Webo, der den Ball zum 1:1 ins Tor verlängerte.

Anschließend hatten die Gastgeber durch Webo (63.), Sow (80.) und Meireles (81.) hochkarätige Torchancen, aber alle scheiterten am starken Gäste-Keeper Isaksson. In der 89. Minute war's dann aber soweit: Nach einem Eckball wurde Webo zur Fall gebracht und der Referee zeigte zum auf den Elfmeterpunkt: Emre Belözoglu verwandelte sicher zum 2:1.

Kasimpasa setzte alles auf die Offensive, auch Isaksson verließ sein Tor in der Nachspielzeit. Sow schloss einen Konter zum 3:1-Endstand ab.

Fenerbahce hat durch den Dreier den Abstand auf Tabellenführer Galatasaray auf drei Punkte verkürzt. Kasimpasa liegt weiterhin auf dem siebten Platz.

Sivasspor - Besiktas 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 Hilbert (81.)

Rote Karte: Ugur Kavuk (67.)

Besiktas siegt dank einer geschlossenen Mannschaftsleitung und einem starken Allan McGregor im Tor bei Sivasspor.

Beide Mannschaften mussten auf einige Stammkräfte verzichten, welches sich auf die erste Halbzeit widerspiegelte. Infolgedessen lieferten sich Sivasspor und Besiktas zu Beginn eher ein zerfahrenes und chancenarmes Spiel.

Lediglich in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte kamen notierbare Torchancen zustande. Für Besiktas verstolperte Roberto Hilbert (43.) vor dem Tor von Milan Borjan den Ball und vergab somit eine gute Chance zur Führung. Eine Minute später ging auf der anderen Seite ein Schuss von Kamil Grosicki (44.) knapp neben das Tor.

In der zweiten Halbzeit steigerte sich das Tempo zur Freude der anwesenden Zuschauer und die Chancen auf beiden Seiten häuften sich.

Dann: Veli Kavlak klärte im eigenen Strafraum gegen Kamil Grosicki (48.) und statt des Balls traf er seinen Gegenspieler. Schiedsrichter Cagatay Sahan entschied aber auf Ecke. Mamadou Niang (52.) setzte sich kurz darauf in Szene. Auf Zuspiel von Hilbert ging sein Schuss knapp übers Tor von Borjan.

Dann schlug die Stunde für Besiktas-Torwart Allan McGregor. Eine Doppel-Chance von Michael Eneramo (58.) und den Fallrückzieher von Jan Rajnoch (59.) fischte der schottische Nationaltorwart aus dem Tor. Dann versuchte Aatif Chahechouhe (66.) sein Glück, zog außerhalb des Strafraums ab und fand seinen Meister ebenfalls in McGregor.

Dann der Knackpunkt in diesem Spiel. Sivasspor Kapitän Ugur Kavuk (67.) ging mit gestrecktem Fuß gegen Veli Kavlak vor und traf ihn an der Brust. Folgerichtig gab es die Rote Karte. Veli Kavlak konnte nicht mehr weitermachen, für ihn kam Mehmet Akgün in die Partie.

In Überzahl ging dann Besiktas in Führung. Der Ex-Lauterer Olcay Sahan hatte im Strafraum den herausstürmenden Torwart Borjan vor sich, er spielte den Ball auf den besser positionierten Hilbert und der ex-Stuttgarter beförderte den Ball ins leere Tor.

Sivasspor machte auf und Mamadou Niang hatte durch einen Konter die Möglichkeit zur Entscheidung. Aber der Senegalese vergab kläglich alleine vor dem Tor. Doch letztendlich blieb es in dieser umkämpften Partie beim 0:1.

Mersin IY - Trabzonspor 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Henrique (35.)

Das fast ausverkaufte Haus in Mersin sah ein temporeiches und kampfbetontes Spiel beider Mannschaften mit insgesamt fünf gelben Karten.

Die Gastgeber hatten mehr Spielanteile, doch Trabzonspor wirkte aufgrund vieler Abspielfehler Mersins gefährlicher. Eines dieser Fehler nutzte Olcay Adin nach einem Eckstoß für den Gegner und bediente seinen Mitspieler Paulo Henrique.

Der lupfte nach einem 40 Meter Sprint über David Bicik zum 1:0 Halbzeitstand. Der seit Wochen glücklose Mert Nobre vergab vor dem Pausenpfiff drei Meter vor dem Tor eine hundert prozentige Chance für Mersin. In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel immer mehr.

Die Zuschauer sahen ein ideenloses Anrennen ihrer Mannschaft auf des Gegners Tor. Auf Höhe des gegnerischen Strafraumes war aber Endstation. Die Gäste beschränkten sich auf lange Bälle aus der eigenen Hälfte heraus, die meist zu ungenau waren, um Henrique zu bedienen.

Beide Seiten hatten nach der Pause nicht eine einzige herausgespielte Torchance zu verzeichnen und bewiesen damit, warum sie im unteren Tabellendrittel feststecken. Mersin kann allmählich für die PTT 1. Lig planen. Auch Trabzon steckt mit dieser Form trotz des glücklichen Siegs in einer prekären Lage.

Der 23. Spieltag im Überblick

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