Süper Lig, 29. Spieltag

Muslera und Necati führen Galatasaray zum Sieg

Von SPOX
Montag, 05.03.2012 | 21:16 Uhr
Galatasaray gewinnt bei Sivasspor dank Toren von Necati Ates, Aydin und Ujfalusi
© anadolu
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Galatasaray zerlegt das heimstarke Sivasspor mit 4:0 und hält die Konkurrenz auf Distanz. Auch Fenerbahce hat ein Ausrufezeichen gesetzt und schlägt Genclerbirligi klar. Besiktas verliert den Anschluss und wird von Trabzonspor überholt, das in Istanbul nach toller Leistung gewinnt-

Sivasspor - Galatasaray 0:4 (0:1)

Tore: 0:1 Necati (14.), 0:2 Ujfalusi (64.), 0:3 Aydin (81.), 0:4 Necati (90.)

Galatasaray hat in der Süper Lig einen wichtigen Sieg gelandet und den Vorsprung auf Verfolger Fenerbahce weiter bei neun Punkten gehalten. Bei eisigen Temperaturen und einer "Eisplatte" als Spielfeld in Sivas war Necati Ates mit zwei Toren Matchwinner der Abends.

Der Winter-Neuzugang erzielte nach 14 Minuten per ansehnliche Bogenlampe das 1:0. Sowohl Sivasspor als auch Galatasaray vergaben bei einer temporeichen Partie einige Möglichkeiten. Albert Riera und Johan Elmander sowie Michael Eneramo vergaben klare Möglichkeiten.

Sivas scheiterte vor allem am überragenden Galatasaray-Schlussmann Fernando Muslera, der mehrfach überragend hielt.

Nach der Pause war es dann Galatasaray, das die gebotenen Möglichkeiten nutzte: Tomas Ujfalusi (64.) traf nach einer Ecke zum 2:0. Nach Necati-Pass erhöhte der eingewechselte Aydin Yilmaz (81.) abermals auf 3:0. Den Schlusspunkt setzte der starke Necati in der Schlussminute.

Sivasspor verlor erstmals seitdem ersten Spieltag ein Heimspiel.

Besiktas - Trabzonspor 1:2 (0:0)

Tore: 1:0 Hugo Almeida (50.), 1:1 Burak Yilmaz (62.), 1:2 Gustavo Colman (78.)

Nach einer überzeugenden Leistung hat Trabzonspor bei Besiktas einen hochverdienten 2:1-Sieg eingefahren. Mit dem Auswärtserfolg verdrängt die Mannschaft von Senol Günes den Gegner vom dritten Tabellenplatz.

Vor dem Spiel: Wie schon einige Male in dieser Süper-Lig-Spielzeit hatten auch bei dieser Partie aufgrund einer Stadionsperre nur Frauen und Kinder Zutritt ins Stadion. Da bei Besiktas die halbe Defensive ausfiel, musste Trainer Carlos Carvalhal auf eine ungewohnte Abwehrformation zurückgreifen. Mit Ersan Gülüm, Sidnei, Sivok und Ibrahim Toraman bestand die Viererkette nur aus gelernten Inneverteidigern. In der Offensive musste Simao Sabrosa auf dem linken Flügel für Ekrem Dag Platz machen. Die Gäste mussten auf den gesperrten Alanzinho und die verletzten Glowacki und Halil Altintop verzichten.

Analyse: Trabzon erwischte den besseren Start, agierte von Anfang an offensiv und setzte den Gegner unter Druck. Bei Besiktas strahlte die neuformierte Hintermannschaft über die gesamte Spielzeit Unsicherheit aus und bekam vor allem die schnellen Außenbahnspieler Volkan Sen und Olcan Adin nie in den Griff.

So kam Trabzon bereits in der Anfangsphase immer wieder zu Möglichkeiten, die aber nicht genutzt wurden. Die besten Torchancen vergaben Olcan (17.) und Goalgetter Burak Yilmaz (25.), die freistehend vor dem Tor scheiterten. Besiktas konnte abgesehen von einigen Standardsituationen im ersten Durchgang kaum gefährliche Aktionen kreieiren.

Kurz nach dem Seitenwechsel erzielte Hugo Almeida nach Vorarbeit von Ricardo Quaresma die Führung für Besiktas und stellte den Spielverlauf damit auf den Kopf (50.). Die Gäste zeigten sich jedoch nicht geschockt und übernahmen kurz darauf erneut die Kontrolle.

Nach hervorragender Kombination zwischen Olcan und Gustavo Colman erzielte Burak Yilmaz mit seinem 30. Saisontreffer den Ausgleich (62.). Trabzon wollte nun den Sieg, startete förmlich eine Angriffswelle und kam zu Chancen im Minutentakt, während die Besiktas-Abwehr immer mehr ins Schwimmen kam und weiterhin große Lücken offenbarte.

In der 78. Minute war es dann soweit: Gustavo Colman war mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich und besorgte die überfällige Führung. In einer hektischen Schlussphase warf dann Besiktas noch einmal alles nach vorne. In der Nachspielzeit vergab der eingewechselte Mustafa Pektemek per Kopf die größte Möglichkeit zum Ausgleich. Somit blieb es beim knappen, aber hochverdienten Sieg der Gäste.

Star des Spiels: Gustavo Colman. Der Argentinier zog im Mittelfeld bei Trabzon die Fäden, überzeugte mit starkem Passspiel und war an beiden Treffern maßgeblich beteiligt. Den Ausgleich bereitete er ganz stark vor, den Siegtreffer besorgte er selbst.

Fenerbahce - Genclerbirligi 6:1 (3:0)

Tore: 1:0 Stoch (2.), 2:0 Sow (20.), 3:0 Stoch (38.), 4:0 Emre (56.), 4:1 Soner Aydogdu (FE, 60.), 5:1 Alex (63.), 6:1 Dia (68.)

Fener bleibt zu Hause eine Macht: Durch einen überzeugenden und zu keiner Zeit gefährdeten 6:1-Kantersieg gegen den Tabellenfünften Genclerbirligi hat die Mannschaft von Aykut Kocaman den zehnten Heimsieg in Folge verbuchen können.

Schon kurz nach Spielbeginn wurde es spektakulär. Nach dem ersten Angriff führte Alex de Souza einen Eckball aus und flankte in den Rückraum auf Miroslav Stoch. Der Slowake nahm den Ball wie einst Lothar Matthäus direkt aus der Luft und versenkte ihn im Winkel - ein Treffer Marke Tor des Jahres (2.).

Mit dem perfekten Auftakt im Rücken agierte Fenerbahce selbstbewusst und spielte sich gegen völlig überforderte Gäste förmlich in einen Rausch. Angetrieben von Alex und Stoch kombinierten sich die Hausherren immer wieder in den Strafraum und erspielten sich so zahlreiche Chancen.

Durch zwei weitere Treffer fiel die Entscheidung bereits vor dem Halbzeitpfiff. Zunächst verwertete Moussa Sow eine gute Flanke von Mehmet Topuz per Direktabnahme (20.), kurz darauf erzielte Stoch mit einem trockenen Schuss aus 20 Metern seinen zweiten Treffer (38.)

Im zweiten Durchgang schaltete Fener zwar einen Gang zurück, behielt aber zu jeder Zeit die Kontrolle und baute den Vorsprung beinahe im Minutentakt weiter aus. Nach krassem Fehler von Torwart Ramazan erzielte Emre das 4:0, kurz darauf kamen die Gäste durch einen Foulelfmeter zum Ehrentreffer durch Soner Aydogdu (60.).

Wenige Minuten später krönte Kapitän Alex seine Leistung mit seinem Treffer zum 5:1, bevor der eingewechselte Issiar Dia nach einem schönen Angriff über die rechte Seite den Endstand herstellte (68.).

Am nächsten Spieltag tritt Fener beim Tabellenletzten Ankaragücü an, bevor es eine Woche später zum großen Derby gegen Galatasaray kommt.

Der Spieltag in der Süper Lig

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