Süper Lig, 9. Spieltag

Fener siegt in Unterzahl und bleibt Erster

SID
Montag, 31.10.2011 | 21:00 Uhr
Alex (r.) sah früh die Rote Karte, doch Fenerbahce siegte trotz Unterzahl mit 1:0
© Imago
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Fenerbahce hat das Montagsspiel gewonnen und hat nun vier Zähler Vorsprung. Galatasaray trotzt der großen Personalsorgen und gewinnt bei Kayserispor mit 2:0. Fatih Terim muss aber den nächsten schweren Verlust verkraften. Besiktas siegt glücklich gegen Sivasspor.

Fenerbahce - Karabükspor 1:0

Tor: 1:0 Bienvenu (17.)

Fener holt sich einen wichtigen Sieg für die Moral und baut die Tabellenführung auf nun vier Zähler Vorsprung aus. Bereits nach sechs Minuten sah Alex nach einem Ellenbogenschlag gegen Danilo Nikolic die Rote Karte - eine umstrittene, aber vertretbare Entscheidung.

In der Folge drehten die Hausherren trotz Unterzahl richtig auf und gingen elf Minuten später durch Henri Bienvenu verdient in Front. Den Vorsprung verwaltete der nun etwas tiefer stehende Tabellenführer geschickt, Karabük kam nicht ins Spiel und schaffte es nicht, in gefährliche Abschlusssituationen zu kommen.

In der zweiten Halbzeit änderte sich an diesen Begebenheiten wenig, Fener geriet nie in Gefahr, den Ausgleich schlucken zu müssen.

Besiktas - Sivasspor 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Hilbert (12.), 1:1 Grosicki (59.), 2:1 Simao (78.), 3:1 Holosko (90.+4)

Gelb-Rote Karte: Mahmut Boz (77., wiederholtes Foulspiel)

Besiktas hat einen glücklichen Sieg gegen Sivasspor eingefahren und ist auf Platz 3 der Süper Lig gesprungen. Die schwarzen Adler konnten aber nicht mal in Ansatz an die gute Derby-Leistung gegen Fenerbahce anknüpfen und mussten bis zur Schlussphase um den Dreier zittern.

Trainer Carlos Carvalhal brachte nach den wieder genesenen Hugo Almeida in der Startelf - auch mit dabei Fabian Ernst und Roberto Hilbert. Das deutsche Duo sorgte nach 12 Minuten für die Besiktas-Führung: Nach einer Ernst-Flanke von links verpasste zunächst Veli Kavlak am ersten Pfosten, aber Hilbert konnte dahinter abschließen - erstes Saisontor für den Ex-Stuttgarter.

Die Führung gab Besiktas nicht den erwarteten Rückenwind, stattdessen wurde der Gast von Minute zu Minute stärker und hätte vor allem im letzten Abschnitt der ersten Hälfte den Ausgleich verdient, aber Kamil Grosicki und Co. vergaben beste Chancen.

Aufgeschoben war nicht aufgehoben: Nach 59 Minuten gab's das verdiente 1:1. Grosicki traf per wunderschönem Heber am Strafraum - die Besiktas-Verteidigung war da meilenweit entfernt. Die Gäste, die jetzt noch mutiger wurden, drückten weiter, aber die erneute Führung erzielte Besiktas. Mahmut Boz foulte im Strafraum Almeida und sah dafür die Gelb-Rote Karte: Den fälligen Strafstoß verwandelte Simao zum 2:1.

Das Schlusswort hatte aber Filip Holosko: Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung köpfte der Slowake in der Nachspielzeit nach Quaresma-Flanke das 3:1 und besiegelte den Sieg.

Kayserispor - Galatasaray 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Elmander (39.), 0:2 Selcuk (72.)

Galatasaray hat in der Süper Lig nach zwei sieglosen Spielen in Folge wieder einen Dreier eingefahren. Trotz erheblichen Personalproblemen gewann die Mannschaft von Fatih Terim mit 2:0 (1:0) bei Kayserispor und bleibt Tabellenführer Fenerbahce auf der Spur.

Galatasaray trat ohne die verletzten Milan Baros, Engin Baytar, Gökhan Zan sowie der gesperrten Sabri Sarioglu und Servet Cetin an. Terim beorderte den Youngster Semih Kaya und den Oldie Ayhan Aksam erstmals in dieser Saison in die Startelf - für beide war es der erste Saisoneinsatz überhaupt, aber Gala ließ sich die Umstellungen nicht anmerken.

Die Gäste spielten druckvoll nach vorne, kamen vor allem über die linken Seite, wo Alber Riera stark aufspielte, immer wieder gefährlich vor das Tor. Kayseri kam mit dem Forechecking des Gegners nicht zurecht und verließ sich lediglich auf die Einzelaktion des schnellen Nordin Amrabat.

Galatasarays verdiente Führung fiel kurz vor der Pause: Nach Freistoß-Flanke von Riera köpfte Johan Elmander bei seinem vierten Saisontor das 1:0. Dies war auch der Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel musste Terim erneut umstellen: Mittelfeldspieler Yekta Kurtulus musste mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss in der Kabine bleiben.

Kayseri befreite sich nach der Pause vom Druck der Gäste und spielte fortan mutiger nach vorne. Insbesondere war es Amrabat wieder, der ständig in Bewegung war und fast nur durch Fouls zu stoppen war. Galatasaray stellte zu schnell auf Ergebnissicherung um, so dass man in einige Drucksituationen geriet. Als Kayseri zwei Minuten durchschnaufen wollte, war Selcuk Inan zur Stelle.

Eren Güngörs vermeintlicher Befreiungsschlag im eigenen Strafraum direkt vor den Füßen des Mittelfeldspielers, der aus 20 Metern per Flachschuss das 2:0 erzielte. Kayseri war bemüht, aber war dann doch zu ungefährlich, um Galatasaray zu gefährden.

Der 9. Spieltag in der Süper Lig

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