Süper Lig, 34. Spieltag

Entscheidung: Daum-Triumph oder Sensation?

Von Fatih Demireli
Samstag, 15.05.2010 | 13:54 Uhr
Wer macht das Rennen in der Süper Lig? Bursas Saglam (l.) oder Fenerbahces Daum?
© Imago
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Die Türkei sucht ihren Meister 2009/10! Die Entscheidung fällt am Sonntag (18.45 Uhr im LIVE-TICKER), wenn Fenerbahce zu Hause auf Trabzonspor trifft und Bursaspor im Atatürk-Stadion Besiktas empfängt. Daum-Klub Fener hat die Nase vorn, aber Bursa hofft auf Trabzon und plant die große Fete - auch wenn der Titel nicht geholt wird.

Fenerbahce - Trabzonspor (So., 18.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Fenerbahce ist im Titelwahn! Alles ist für die große Party am Sonntag vorbereitet. Das Stadion ist restlos ausverkauft, die Bagdad Allee, die im Stadtteil Kadiköy zum Stadion führt, ist gelb und dunkelblau geschmückt und alle Fans, die kein Ticket ergattern konnten, dürfen die Partie per Public Viewing verfolgen.

Auch der Mannschaft steckt die erste Meisterschaft seit drei Jahren in den Köpfen. "Wir wollen mit unseren Fans die Meisterschaft feiern. Wir sind topmotiviert", sagt Cristian Baroni.

"Wir sind noch nicht Meister und müssen hochkonzentriert sein, aber ich habe da keine Bedenken. Die Mannschaft ist auf das Spiel fokussiert", sagt Stürmer Daniel Güiza.

Mit einem Sieg wäre Fener sicher Meister, bei einem Remis dürfte Bursaspor zuhause gegen Besiktas nicht gewinnen. Ein besonderes Spiel wird es auch für Christoph Daum.

Nach der am letzten Spieltag verpatzten Meisterschaft 2006 musste Daum bei Fenerbahce gehen. Einen Last-Minute-Schock will der Fener-Coach diesmal vermeiden. "Wir stehen kurz vor dem Triumph. Ich vertraue meiner Mannschaft", so Daum.

Gegen den Gegner Trabzonspor ging es erst vor anderthalb Wochen im türkischen Pokalfinale. Trabzon gewann mit 3:1 und zerstörte Fenerbahces Doubletraum. Spielt der Schwarzmeerklub erneut den Spielverderber?

"Wir wollen keinen Raum für Spekulationen bieten. Wir werden unser Bestes geben, zumal beide Mannschaft ohnehin eine große Rivalität haben", so Trainer Senol Günes. Der Trabzon-Coach bangt aber um seinen angeschlagenen Spielmacher Alanzinho.

Bursaspor - Besiktas (So., 18.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Ob Meister oder nicht - gefeiert wird bei Bursaspor nach dem Spiel gegen Besiktas so oder so. "Wir haben eine sehr erfolgreiche Saison gespielt und die Mannschaft hat es verdient, gefeiert zu werden", sagt Trainer Ertugrul Saglam. So sehen es auch die Fans, die schon Tage vorher begonnen haben, das Stadion zu schmücken.

Ganz abgeschrieben hat man die Meisterschaft aber dann doch nicht. "Wir haben es verdient, den Titel zu holen, aber wir können die Augen vor den Leistungen Fenerbahces auch nicht verschließen. Sie haben es genauso verdient", sagt Saglam. Bursaspor wäre nach Trabzonspor erst der zweite Nicht-Istanbuler Klub, der Meister wird.

"Es wäre keine Überraschung, wenn Trabzonspor bei Fenerbahce gewinnt oder Unentschieden spielt. Wir wollen diesen Pokal hochhalten", so Saglam weiter. Schwer wiegt bei Bursaspor der Ausfall des gesperrten Volkan Sen. Tomas Zapotocny, der von Besiktas ausgeliehen wurde, darf aufgrund einer Klausel im Leihvertrag nicht spielen.

Bei Besiktas geht es am letzten Spieltag plötzlich doch um etwas. Nach der Niederlage Galatasarays gegen Antalyaspor winkt plötzlich Platz drei und der damit verbundene spätere Einstieg in die Europa League. Sorgen gab es um Ibrahim Kas. Der rechte Verteidiger wurde bei einem Autounfall verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Inzwischen geht es der Leihgabe vom FC Getafe wieder gut.

Genclerbirligi - Galatasaray (So., 18.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Der sicher geglaubte dritte Platz ist plötzlich in Gefahr. Punktgleich mit Besiktas geht Galatasaray ins Rennen um Bronze in der Süper Lig. Und die Vorbereitungen auf das Gastspiel in Ankara könnten kaum chaotischer sein.

Die Hälfte der Mannschaft ist verletzt, Stürmer Jo ist ohne Erlaubnis in die Heimat geflüchtet, auch Lucas Neill hat sich - mit Erlaubnis - Richtung Australien verabschiedet. Milan Baros, Hakan Balta, Ayhan Akman und Elano fallen gegen Genclerbirligi definitiv aus.

Und dann geriet noch Trainer Frank Rijkaard in die Schlagzeilen, der nach dem Rücktritt von Leonardo beim AC Mailand im Gespräch sein soll.

Als Nachfolger soll Galatasaray bereits mit Fatih Terim verhandelt haben, aber Präsident Adnan Polat dementiert: "Die Planungen mit Frank Rijkaard und Johan Neskeens sind langfristig. Es wird keinen Trainerwechsel geben."

Bei Genclerbirligi laufen die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Trainer Thomas Doll ist auf Sichtungstour. Ein Kandidat soll laut "Kicker" Innenverteidiger Anthar Yahia vom VfL Bochum sein.

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