Das Dilemma der Frohnatur

Von Fatih Demireli
Mittwoch, 21.04.2010 | 12:39 Uhr
Arda Turan wurde mit Galatsasaray ein Mal türkischer Meister
© Imago
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Insel-Gedränge! Schottland - England & Island - Wales
Ligue 1
Live
Toulouse -
Monaco
Serie A
Live
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Live
Watford -
Everton
Primera División
Live
Leganes -
Las Palmas
Championship
Live
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Superliga
Brøndby -
Odense BK
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Arda Turan ist wohl der größte Star des türkischen Fußballs, doch die Karriere des Mittelfeldspielers von Galatasaray steht auf dem Prüfstand. Der 23-Jährige steht im besonderen Fokus der Öffentlichkeit. Auch sein Privatleben ist davon betroffen. Einen Ausweg scheint Arda aber schon gefunden zu haben.

Öffentliches Training ist bei Galatasaray eine Seltenheit. Der Klub öffnet höchstens ein bis maximal zwei Mal im Monat seine Pforten des schwer bewachten Trainingsgeländes im Stadtteil Florya.

Am Dienstag war es wieder einmal soweit. Einigen Fans, die bei einem Preisausschreiben gewannen, wurde genauso Eintritt ins Metin-Oktay-Trainingszentrum gewährt wie nach langer Zeit auch den Vertretern der Presse.

Krach im Training

Außergewöhnliches gab es zunächst nicht zu berichten: Der zuletzt angeschlagene Elano trainiert wieder mit, Harry Kewell absolviert weiter sein Lauftraining, Spieler und Trainer Frank Rijkaard sind bestens gelaunt...

...doch dann passiert doch etwas! Plötzlich wird es laut, hektisch - und blutig.

Beim lockeren Spielchen Fünf gegen Zwei geraten Arda Turan und Caner Erkin aneinander. Letzterer blutet wenige Augenblicke später an der Lippe. Der Übeltäter ist Arda Turan.

Proteste von den Fans

Zwar konnte Trainer Frank Rijkaard die eigentlich gut befreundeten Streithähne besänftigen und es gab auch schnell die Versöhnung mit demonstrativer Umarmung vor der Presse, aber die Geschehnisse passen perfekt in die Akte Arda Turan.

Der einstige "Everbody's Darling" erlebt jetzt wohl die schwierigste Phase seiner noch jungen Karriere. Beim 4:1 gegen Diyarbakirspor vor zwei Wochen protestierten die sonst so treuen Galatasaray-Fans gegen ihren Liebling mit Pfiffen und Sprechgesang.

Mit 35 Kameras ins Restaurant

Die sportliche Talfahrt und das fast verlorene Rennen um die Meisterschaft machen die Anhänger an den "lustlosen" Auftritten von Arda und Co. fest. Dass sich der Superstar laut Fan-Meinung lieber in der Glamour- und Glitzerwelt Istanbuls blicken lässt, anstatt auf dem Platz zu glänzen, nehmen sie ihm übel.

Doch Arda wehrt sich vehement: "Ich kann die Fans verstehen, weil sie enttäuscht sind. Ich habe das aber nicht verdient. Ich mache drei Spiele pro Woche, trainiere jeden Tag und gehe dann ein Mal in der Woche zum Essen in ein Restaurant. Dabei verfolgen mich 35 Kameras und dann heißt es, dass ich jeden Tag ausgehe!"

Gefragter Mann

In der Tat folgt ihm die türkische Öffentlichkeit auf Schritt und Tritt. Seine Beziehung zum TV-Star Sinem Kobal hat das Interesse nur gesteigert. Auch dass ihm der Galatasaray-Vorstand zu Saisonbeginn das Kapitänsamt und die Nummer 10 übertrug, hat Arda zu einem gefragten Mann gemacht.

Die einstige Frohnatur, die für jeden Spaß zu haben war, hat ihr Lächeln verloren. Arda Turan ist ernster geworden, auch nachdenklicher. "Ich werde eingeengt, oft verliere ich meine Laune, dabei liebe ich es zu lachen und die Leute zum Lachen zu bringen. Jetzt habe ich schon weiße Haare."

Rijkaards Vergleich

Unterstützung erfährt er inzwischen von prominenter Stelle: "Er hat uns in der Vergangenheit mit großartigen Leistungen verzaubert und wird jetzt kritisiert, wenn er mal nicht so gut spielt. Ich vertraue ihm sehr. Arda wird bald wieder der Alte", sagt Präsident Adnan Polat.

Auch Frank Rijkaard vertraut seinem Kapitän. "Er ist ein wichtiger Spieler für mich. Ich kann einen Vergleich machen: Je größer ein Baum ist, desto größer ist sein Gegenwind. Er wird da aber wieder rauskommen."

Vergleich mit Messi

Die Karriere Arda Turans steht auf dem Prüfstand. Sowohl bei Galatasaray als auch in der Nationalmannschaft werden Wunderdinge erwartet. Die Medien vergleichen ihn in aller Regelmäßigkeit mit Barcelonas Superstar Lionel Messi.

Freuen kann sich der türkische Star darüber nicht: "Das ist totaler Schwachsinn. Messi ist der beste Fußballer der Welt. Er ist der Weltfußballer, der für Barcelona und Argentinien spielt. Ich bin Arda Turan. Diese Vergleiche dienen nur dazu, mir eins auszuwischen, wenn ich mal schlecht spiele!"

Arda will zum FC Liverpool

Als Ausweg sieht Arda Turan einen Wechsel ins Ausland. "Ich will das machen. Vielleicht scheitere ich im Ausland, wer weiß, aber ich will es versuchen."

Und auch einen Wunschverein äußert der beidfüßige Mittelfeldspieler immer wieder: "Der FC Liverpool ähnelt Galatasaray. Die Trikotfarbe ist Rot, der Klub hat Tradition und seine Bräuche."

Voraussetzung: Champions-League-Gewinn

Die Gerüchte, dass sich Rafael Benitez bereits über den Nationalspieler informiert hat und dass sogar Verhandlungen stattgefunden haben, halten sich hartnäckig. Auch Manchester City soll interessiert sein.

Galatasaray will Arda nicht einfach so gehen lassen. "Er bekommt von mir die Freigabe, wenn wir die Champions League gewinnen", sagt Vereinsboss Polat. Es gibt sicherlich einfachere Aufgaben, aber den Druck ist Arda ja inzwischen gewohnt...

Der Galatasaray-Kader im Überblick

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung