Pique über Zeit mit Guardiola: "Hinter solch einer Philosophie konnte ich nicht stehen"

Von SPOX
Samstag, 24.03.2018 | 12:46 Uhr
Gerard Pique und Pep Guardiola mussten einige Zerreißproben überstehen.
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Gerard Pique vom FC Barcelona hat über die gemeinsame Zeit mit Trainer Pep Guardiola gesprochen. Die Beziehung der beiden hat mit der Zeit einige Zerreißproben durchstehen müssen.

Guardiola holte in seiner Zeit mit Barca in vier Jahren 14 Titel. Dennoch ist das "phänomenale Verhältnis" mit der Zeit porös geworden, wie Pique in einem Beitrag für das Portal The Players Tribune schrieb.

Besonders die letzte Saison unter Guardiola sei "die schlimmste meiner Karriere" gewesen, so der 31-Jährige: "2012 schien alles auseinanderzufallen."

Dort kam Pique nicht mehr auf die Spielzeiten, die er sich erhoffte: "Im Laufe der Saison verlor Pep den Glauben an mich. (...) Er wollte, dass wir vom Fußball besessen sind - 24 Stunden am Tag. Und zu dieser Zeit meines Lebens konnte ich das nicht verstehen. Hinter solch einer Philosophie konnte ich nicht stehen."

Guardiola habe ihm nicht mehr vertraut, "der Knackpunkt war dann, als er entschied, mich in der Liga nicht gegen Real Madrid einzusetzen. Das war niederschmetternd für mich", so Pique.

Gerard Pique: "Vielleicht wäre ich jetzt bei einem anderen Klub"

Für den spanischen Nationalspieler Grund genug, sich die Sinnfrage zu stellen: "Ich fing an nachzudenken: 'War's das? Ist der Traum, für Barca zu spielen, vorbei? Kann es so schnell zu Ende gehen?'"

Kurz nachdem Barca im Halbfinale der Champions League 2012 gegen den FC Chelsea ausschied, gab Guardiola seinen Abschied zum Saisonende bekannt. Pique kam das gelegen: "Manchmal denke ich darüber nach, was passiert wäre, wenn wir die Champions League gewonnen hätten. Vielleicht wäre Pep bei Barca geblieben. Vielleicht hätte er mir nie wieder sein Vertrauen geschenkt. Vielleicht wäre ich jetzt bei einem anderen Klub. Stattdessen kam Tito Vilanova zur neuen Saison und gab mir die Chance, mir meinen Stammplatz zurückzuholen."

Piques Schlussfolgerung der gemeinsamen Zeit mit Guardiola: "Ich verehre Pep noch immer als Trainer, aber die Wahrheit ist: Es war eine extrem harte Zeit!"

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