Neymar: Wechsel zu Paris St. Germain oder Verbleib beim FC Barcelona?

Should I stay or should I go?

Von SPOX
Dienstag, 18.07.2017 | 18:17 Uhr
PSG soll bereit sein, 222 Millionen Euro für Neymar zu zahlen
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Paris Saint-Germain macht im Werben um Barca-Superstar Neymar offenbar ernst. Vor allem die spanischen Medien überschlagen sich. Doch was ist dran an den Gerüchten und was spricht für und gegen einen Wechsel. SPOX gibt einen Überblick.

Die Gerüchte um PSG und Neymar sind nicht wirklich neu. Bereits im letzten Jahr warfen die Franzosen die Angelrute nach dem Brasilianer aus und versuchten, ihn an die Seine zu locken. Neymars Berater Wagner Ribeiro bestätigte damals, dass es zwischen beiden Parteien gleich zu mehreren Verhandlungen kam. Ganz an den Haaren herbeigezogen sind die Spekulationen dementsprechend nicht. Schenkt man den Zeitungen zudem Glauben, habe Neymar damals bereits ernsthaft abgewogen, ob ein Wechsel nach Paris Sinn mache. Die Entscheidung mündete im letzten Sommer noch in einer Vertragsverlängerung bis 2021 bei den Katalanen.

Sicher ist: Das Interesse von PSG ist seitdem sicherlich nicht erloschen. Die Sport berichtet gar, dass PSG bereit sei, die Ausstiegsklausel in Höhe von 222 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Ob das stimmt, wissen nur die Verantwortlichen von PSG selbst. Doch mit Scheich Nasser Al-Khelaifi am Geldhahn ist eine derartige Summe sicherlich nicht komplette Utopie.

Finanziell deutliche Steigerung

Generell könnte der finanzielle Aspekt in vielerlei Hinsicht entscheidend werden. Bereits im letzten Jahr überschütteten die Pariser Neymar mit einem irren Gehaltsvorschlag. Das dürfte aktuell nicht grundlegend anders sein. Derzeit ist alleine von 30 Millionen Euro Gehalt die Rede, Bonuszahlungen soll es zusätzlich geben. Das würde ihn von derzeit rund 15 bis 20 Millionen Euro jährlich mal eben auf eine Stufe mit Cristiano Ronaldo und Lionel Messi und somit in die absolute Topelite der Fußballer heben.

"Sie haben Neymar gesagt, dass sie ihn zu einem der bestbezahltesten Sportler der Welt machen würden", sagte Ribeiro im letzten Sommer. Al-Khelaifi habe dem Brasilianer im persönlichen Gespräch zudem einen Privatjet und weiteren fußballfernen Schnickschnack angeboten. Ob alle Zahlen und Angebote exakt stimmen, sei dahingestellt. Doch finanziell würde Neymar einen bis zwei Schritte nach vorne machen, das scheint klar.

Sportlicher Aspekt

Doch auch aus einem sportlichen Blickwinkel könnte ein Wechsel durchaus Sinn machen. Denn diverse Medien in Spanien berichten, dass Neymar sich in Barcelona derzeit nicht mehr komplett wohlfühle und mit seiner Situation im Team unzufrieden sei. Ihm soll zuletzt immer klarer geworden sein, dass er an der Seite von Lionel Messi stets höchstens die zweite Geige spielen werde und im Schatten des Argentiniers stehen würde.

Wenn er innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre der Größte in seinem Team sein will, wird er den Verein wechseln müssen. Daran führt wohl kein Weg vorbei. Auch der Gewinn des Ballon d'Or scheint an der Seite von Messi im Trikot des FC Barcelona derzeit nicht wirklich realistisch. Eine Tatsache, die PSG erkannt hat und als schlagkräftiges Argument in die Verhandlungen mit eingebracht haben soll. In Paris würden sie ihm die Welt zu Füßen legen und ein Team um ihn herum aufbauen. In der französischen Hauptstadt lechzen sie nach dem Abgang von Zlatan Ibrahimovic nach einem Superstar mit der Strahlkraft eines Neymars.

Auch die Verhaltensweise des Brasilianers in den letzten Jahren könnte auf einen Wechsel hindeuten. Immer wieder flirtete er mit anderen Klubs, hörte sich andere Angebote gerne an und machte den Katalanen klar, dass er mit dem Klub nicht verheiratet ist. "Ich habe mit vielen Klubs gesprochen, mich letztlich aber dazu entschieden, bei Barcelona zu bleiben", sagte Neymar nach der Vertragsverlängerung. Auch zuletzt, als er auf die jüngsten Gerüchte um einen Wechsel zu Manchester United angesprochen wurde, zündete er verbale Rauchbomben: "Wer weiß schon, was morgen ist. Vielleicht spiele ich dann bei Eibar?"

Seite 1: Das spricht für einen Wechsel zu PSG

Seite 2: Das spricht gegen einen Wechsel zu PSG

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