Fussball

Verbände verweigern Spanien Anti-Doping-Hilfe

SID
Im spanischen Fußball könnte bald ein Doping-Skandal drohen

Im spanischen Fußball ist seit fast einem Jahr keine international gültige Dopingprobe mehr genommen worden. Das bestätigte die spanische Anti-Doping-Agentur (AEPSAD) am Donnerstag und bemängelte die fehlende Unterstützung durch die Verbände UEFA und FIFA.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte Spanien im März 2016 zu einem "nicht konformen Staat" erklärt. Das Doping-Kontrolllabor in Madrid wurde suspendiert, alle seither durchgeführten Tests entsprechen somit nicht den WADA-Vorschriften. Während Spanien in anderen Sportarten Hilfe durch internationale Verbände erhielt, war dies im Fußball nicht der Fall.

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Sie habe auf WADA-Geheiß sowohl FIFA als auch UEFA darum gebeten, dass einer der Verbände die Tests in der Primera Division und im Pokalwettbewerb übernehme, teilte die AEPSAD mit. "Beide Verbände verweigerten es, eine solche Vereinbarung zu unterzeichnen. Die FIFA, weil sie sich nur für den internationalen Fußball verantwortlich sieht, und die UEFA, weil sie sich nur für Vereine in der Verantwortung sieht, die an UEFA-Wettbewerben teilnehmen", heißt es in der Erklärung.

Die AEPSAD wies allerdings darauf hin, dass in der aktuellen Saison trotz der fehlenden WADA-Befugnisse 57 Spieler getestet wurden. Die Sanktionen im vergangenen März waren verhängt worden, nachdem Spanien Fristen zur Anpassung an den Code der WADA hatte verstreichen lassen.

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