Samstag, 27.02.2016
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Primera Division, 26. Spieltag

Griezmann entscheidet Derbi madrileno

Am 26. Spieltag der Primera Division hat Real Madrid das 158. Derbi madrileno gegen Atletico mit 0:1 (0:0) verloren. Die Meisterschaft ist für die Königlichen damit endgültig kein Thema mehr.

Vor 79.436 Zuschauern im Estadio Santiago Bernabeu erzielte Antoine Griezmann kurz nach der Pause die Führung für Atletico (53.). Es war sein zweiter Treffer in einem Stadtderby mit Real Madrid. Zudem beendete er Atleticos längste Torlos-Serie unter Diego Simeone (321 Minuten).

Der erst 18-jährige Borja Mayoral kam durch seine Einwechslung für Karim Benzema (46.) zu seinem erst zweiten Profi-Einsatz in der Liga.

Die Rojiblancos ziehen in der Tabelle damit auf vier Punkte von Real davon, der FC Barcelona, der erst am Sonntag spielt, kann seinen Vorsprung auf die Königlichen noch auf zwölf Zähler ausbauen.

Der Spielfim:

Vor dem Anpfiff: Zidane wechselt sein Team gegenüber dem 1:1 in Malaga viermal: Danilo, Varane, James und Benzema sind wieder mit dabei. Draußen bleiben Nacho, Marcelo, Kovacic und Jese.

Diego Simeone nimmt im Vergleich zum 0:0 bei PSV Eindhoven drei Änderungen vor. Gimenez startet für Savic, Fernandez für Oliver Torres. Dessen Namensvetter Fernando steht dagegen wieder für Vietto in der Startelf.

17.: Kroos bringt einen Freistoß vom linken Flügel scharf ins Zentrum. Varane ist mit dem Hinterkopf dran und lenkt ihn 30 Zentimeter am Pfosten vorbei.

32.: Ronaldo tritt etwa 22 Meter vor dem Tor zum Freistoß an, nachdem Godin Benzema umgerissen hatte. Den strammen Schuss kann Oblak im Atletico-Kasten gerade noch wegfausten. Benzema bekommt die Chance zum Nachschuss, verzieht aber links.

Die Top-Torjäger der Primera-Division-Saison 2015/16
Rang 1: Luis Suarez vom FC Barcelona (40 Tore)
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Rang 1: Luis Suarez vom FC Barcelona (40 Tore)
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Rang 2: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (35 Tore)
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Rang 2: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (35 Tore)
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Rang 3: Lionel Messi vom FC Barcelona (26 Tore)
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Rang 3: Lionel Messi vom FC Barcelona (26 Tore)
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Rang 4: u.a. Karim Benzema von Real Madrid (24 Tore)
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Rang 4: u.a. Karim Benzema von Real Madrid (24 Tore)
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Rang 4: u.a. Neymar vom FC Barcelona (24 Tore)
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Rang 4: u.a. Neymar vom FC Barcelona (24 Tore)
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Rang 6: Antoine Griezmann von Atletico Madrid (22 Tore)
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Rang 6: Antoine Griezmann von Atletico Madrid (22 Tore)
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Rang 7: Gareth Bale von Real Madrid (19 Tore)
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Rang 7: Gareth Bale von Real Madrid (19 Tore)
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Rang 8: u.a. Aritz Aduriz von Athletic Club (18 Tore)
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Rang 8: u.a. Aritz Aduriz von Athletic Club (18 Tore)
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Rang 8: u.a. Ruben Castro (l.) von Real Betis (18 Tore)
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Rang 8: u.a. Ruben Castro (l.) von Real Betis (18 Tore)
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Rang 10: u.a. Borja Baston von SD Eibar (17 Tore)
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Rang 10: u.a. Borja Baston von SD Eibar (17 Tore)
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Rang 10: u.a. Lucas Perez von Deportivo La Coruna (17 Tore)
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Rang 10: u.a. Lucas Perez von Deportivo La Coruna (17 Tore)
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40.: Real ist zu weit aufgerückt, Atletico kontert schnell und spielt 20 Meter vor dem Tor Griezmann im Zentrum frei. Der schließt direkt ab und zwingt Navas zur starken Parade.

48.: Atletico schaltet nach einem Einwurf nicht schnell genug um, Modric läuft über rechts und spielt scharf in die Mitte. Godin tritt über den Ball, Ronaldo kommt am Sechzehner frei zum Schuss. Die Kegel segelt ganz knapp links am Pfosten vorbei.

53., 0:1, Griezmann: Wieder überspielt Atletico Reals Zentrum durch schnelles Umschalten. Atletico spielt am Sechzehner den Doppelpass mit Filipe Luis und zieht dann ansatzlos ab. Der Ball schlägt links unten im Tor ein.

66.: Isco lässt Juanfran an der Außenlinie einfach an sich vorbeiziehen. Der chippt den Ball in den Strafraum, wo Griezmann die Kugel technisch perfekt mit dem Kopf in den Lauf von Saul ablegt. Im Eins-gegen-eins ist dann Navas der Sieger. Fast das 2:0!

Fazit: In Anbetracht der Tatsache, dass Real zu keiner wirklich dicken Torchance kam, ein absolut verdienter Sieg für Atletico. Die Gäste hatten zwar deutlich weniger Spielanteile, waren aber zielstrebiger und effektiver.

Der Star des Spiels: Antoine Griezmann. Ermutigte die sehr defensive Atletico-Elf zunehmend, auch immer wieder mal Nadelstiche nach vorne zu setzen. Die fanden alle über ihn statt. Überragend in Eins-gegen-eins-Situationen, mit großem Zug Richtung Tor. Leitete sein Tor selbst ein und vollstreckte eiskalt. Absoluter Matchwinner.

Der Flop des Spiels: Isco. Spielte offensiv gar keine Rolle im Real-Spiel, defensiv dafür eine umso größere - im negativen Sinne. Leistete sich immer wieder einfache Ballverluste, die Atletico zu Kontern einluden. Setzte dann nicht einmal nach, wirkte lustlos und unmotiviert und zwang Kroos dazu, noch deutlich größere Laufwege zu machen. Ganz schwacher Auftritt.

Der Schiedsrichter: Carlos Clos Gomez. Souveräne, unaufgeregte Leistung in einem phasenweise hektischen Spiel. Die Gelben Karten waren alle nachvollziehbar, leistete sich keine grobe Fehlentscheidung.

Das fiel auf:

  • Beste Offensive trifft auf beste Defensive - das war von Beginn an zu sehen. Atletico wollte keinesfalls ins offene Messer laufen und zog sich bei Reals Ballbesitz tief in die eigene Hälfte zurück, offensiv gepresst wurde nur situativ. Real dagegen war um schnelle Kombinationen bemüht, Ronaldo und Benzema orientierten sich von der ersten Minuten in Richtung Atletico-Tor.
  • Atleticos Pressingzone war der Raum vom eigenen Sechzehner bis etwa 20 Meter davor, wo Griezmann und Torres zumeist gegen den Ball schoben. Sobald Real in diesen Raum kam, erfolgte sofort der Zugriff auf Ball und Gegner. Die Rojiblancos machten die Räume extrem eng und zwangen Real so immer wieder zu Ballverlusten, die das flüssige Passspiel der Königlichen störten.
  • Wie schon in den letzten Spielen versuchte Ronaldo, durch permanente Positionswechsel Lücken in die Abwehr-Viererkette der Gäste zu reißen und dadurch mehr Platz für seine Dribblings und Abschlüsse zu bekommen. Atletico war gut darauf eingestellt, das Übergeben der Gegenspieler funktionierte in der Defensive sehr gut.
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  • Das 4-4-2 der Rojiblancos war gegen den Ball mustergültig zu sehen. Die Abstände zwischen den einzelnen Ketten waren so eng, dass sich Reals Offensive kaum Vorteile dadurch verschaffte, sich zwischen diese Reihen fallen zu lassen.
  • Kroos spielte im Real-Spielaufbau den deutlich defensiveren Part als Modric. Immer wieder ließ er sich direkt vor Varane und Ramos fallen, um von dort aus die Bälle zu verteilen und in die Spitze zu drücken. Modric bildete diagonal vor ihm das Bindeglied zwischen dem deutschen Nationalspieler und der Dreier-Sturmreihe. Der Kroate bekam von Atletico aber selten Zeit, sich mit dem Ball aufzudrehen.
  • Mit zunehmender Spieldauer traute sich Atletico selbst öfter aus der Defensive. Reals Umschaltverhalten nach hinten war viel zu nachlässig und überheblich, sodass die Gäste plötzlich zu einigen guten Chancen kamen. Immer wieder leisteten sich Isco, Modric und Kroos einfache Ballverluste, bei denen sie nicht konsequent nachsetzten.

Real Madrid - Atletico Madrid: Statistik zum Spiel

Benedikt Treuer

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Benedikt Treuer(Redaktion)

Benedikt Treuer, Jahrgang 1992, kam 2014 zu SPOX. Aufgewachsen in Mainz, zog es ihn nach dem Publizistikstudium in die bayerische Landeshauptstadt. Ist seit August 2015 festes Mitglied der Redaktion, hauptsächlich im Fußball-Ressort tätig. Mit der Nationalmannschaft war er 2016 bei der EM in Frankreich vor Ort. Verantwortlich für das DFB-Team, den FC Bayern, den VfL Wolfsburg und Mainz 05. Zudem im Tennis und Golf zuhause.

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