Barca mit Presse auf Kriegsfuß

Von Ben Barthmann
Dani Alves hat im Falle einer Klage die Unterstützung des Vereins
© getty

Das Derby gegen Espanyol sorgt beim FC Barcelona weiter für hohe Wellen. Verteidiger Dani Alves echauffierte sich per Instagram, erst distanzierte sich der Klub, steht ihm nun aber im Falle einer Klage der spanischen Pressevereinigung AEPD doch bei.

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"Mit jedem Tag, der vergeht, schäme ich mich mehr, Teil dieses Sports zu sein. Wie sie uns benutzen, wie sie mit uns spielen", schrieb der Brasilianer auf seinem Instagram-Account DanialvesD2. Alves bezog sich auf die Berichterstattung nach dem Derby gegen Espanyol: "Heute sind wir Opfer der Presse, die uns für ihren Profit und ihre Auflage benutzt. Jeden Tag wird weniger über Fußball, Strategie, Spielzüge, Tore, Paraden oder Spektakel geschrieben. Was für verf... Müll sie doch sind."

Spanische Medien hatten am Tag nach dem 4:1-Sieg Barcas in der Copa del Rey berichtet, Luis Suarez habe im Kabinengang gegnerische Spieler beleidigt. Der Klub widerspricht dieser Darstellung, die wohl aus dem offiziellen Schiedsrichterbogen stammt, allerdings in verschiedenen Versionen zitierte wurde, und will auch gegen die ausgesprochene Sperre vorgehen.

Lokalrivale Espanyol sah sich ebenfalls falschen Zitaten ausgesetzt und veröffentliche ein Statement auf der vereinseigenen Homepage, um die Worte von Pape Diop richtig zu stellen. Der Mittelfeldspieler erklärte: "Ich kann es nicht leiden, wenn mir Worte in den Mund gelegt werden, die ich nicht gesagt habe."

Pressevereinigung bereitet Klage vor

Neben Alves meldete sich auch Gerard Pique nach dem Derby zu Wort. "Ihr versteht es einfach nicht", twitterte der Abwehrspieler und setzte ein Video anbei, in dem die Gesänge der Espanyol-Fans aus vergangenen Spielen "Shakira ist eine Schlampe" und "Stirb Milan (Piques und Shakiras Sohn, Anm. d. Red.), stirb" deutlich zu hören waren.

Der Klub selbst distanzierte sich am Freitagnachmittag und gab an, die Meinung von Alves zur Presse in Spanien "nicht zu teilen." Wenig später meldete sich die spanische Presseagentur Asociacion Espanola de la Prensa Deportiva zu Wort und gab an, rechtliche Schritte gegen den Rechtsverteidiger einleiten zu wollen. Daraufhin vermeldete der FC Barcelona in einer Pressemitteilung, im Falle einer Klage auf Seiten seines Spielers zu stehen.

Barca werde ihm "jede verfügbare persönliche, rechtliche und behördliche Hilfe" verschaffen. Weiter heißt es: "Der Klub versteht die Klage nur als Möglichkeit, das Ansehen Barcas und des Spielers anzugreifen." Die AEPD wird zudem aufgefordert, ihre Schritte offenzulegen, um miteinander in Dialog treten zu können.

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