Primera Division, 6.Spieltag

Barca siegt, Messi verletzt, Real patzt

Von SPOX
Samstag, 26.09.2015 | 22:23 Uhr
Lionel Messi musste mit einer Knieverletzung frühzeitig ausgewechselt werden
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Am 6. Spieltag der Primera Division hat Meister Barcelona gegen Las Palmas in die Erfolgsspur zurückgefunden. Allerdings ist Lionel Messi verletzt. Shkodran Mustafi köpft Valencia zum Sieg. Real Madrid lässt daheim gegen Malaga Punkte liegen. Villarreal baut gegen bittet Atletico seine Siegesserie aus und zieht an Real und Barca vorbei.

FC Barcelona - UD Las Palmas 2:1 (1:0)

Drei Punkte, Mund abputzen - und zittern. Denn neben dem wichtigen Dreier nach der Klatsche bei Celta Vigo stand vor allem die Gesundheit von Lionel Messi im Mittelpunkt. Der argentinische Superstar musste bereits nach neun Minuten ausgewechselt werden.

Er klagte nach einem Pressschlag über Knieprobleme und wurde noch während der Partie ins Krankenhaus gebracht, dort wurde ein Riss des Innenbades im linken Knie festgestellt. Barca bestätigte eine Ausfallzeit von sieben bis acht Wochen. Damit ist der Clasico am 21. November in Gefahr.

Die Katalanen brauchten ein paar Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen. Dazu verteidigte Las Palmas auch diszipliniert in einem sehr tiefen 5-4-1. Die Führung fiel nach einem perfekt über außen vorgetragenen Angriff. Nach einer Flanke von Rechtsverteidiger Sergi Roberto setzte sich Luis Suarez im Luftkampf im Zentrum gegen zwei Verteidiger durch legte den Ball per Kopf perfekt neben den linken Pfosten.

Auch der zweite Treffer fiel über Barcas starke rechte Seite. Der für Messi eingewechselte Mounir El Haddadi wurde schön freigespielt, passte flach zur Mitte, Busquets lief über den Ball und Suarez hämmerte den Ball vom linken Fünfereck unter die Latte. In der Folge kam Barca zu weiteren guten Chancen, die beste vergab Neymar, als er einen Handelfmeter über das Tor schoss.

Barca hatte die Partie in kontrolliertem Tempo jederzeit im Griff und konnte so auch Kräfte für die anstehende Champions-League-Partie gegen Bayer Leverkusen schonen (Andres Iniesta saß 90 Minuten auf der Bank). Am Ende wurde es nochmal eng, weil Jonathan Viera nach einem Ballverlust von Javier Mascherano im Strafraum zum Abschluss kam. Seinen Schuss fälschte Gerard Pique unhaltbar für den an diesem Tag sicheren Marc-Andre ter Stegen ab.

Villarreal - Atletico Madrid 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Baptistao (14.)

Schöne Grüße an den alten Arbeitgeber, unter diesem Titel könnte das Spitzenspiel stehen. Leo Baptistao gelang früh der Siegtreffer. Baptistao kam 2013 zu Atletico, wurde aber in dieser Zeit bereits an Real Betis, Rayo Vallecano und eben Villarreal ausgeliehen. Seine Torjägerqualitäten zeigte er jetzt gegen seinen eigentlichen Stammverein.

Manu Trigueros machte das Spiel mit einem guten Pass in die Spitze schnell. Der Ball kam über Umwege zu Roberto Soldado, der auf Baptistao quer legte und der Stürmer schob links unten ein. Atletico tat sich gegen aggressive Gastgeber extrem schwer, hatte Glück, dass Samu Castillejo die Möglichkeit auf das 2:0 vergab und kam erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zur besten Chance zum Ausgleich durch Antoine Griezmann.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Atletico trotz der Einwechslung von Fernando Torres rat- und harmlos. Villarreal machte offensiv auch nur noch wenig, stand hinten aber sicher. Das reichte, um den fünften Ligasieg in Folge einfzufahren, den Abstand auf Atletico auf vier Punkte auszubauen und an Real Madrid und Barca vorbeizugehen.

Real Madrid - FC Malaga 0:0

Rote Karte: Amrabat (Malaga/77., Tätlichkeit)

Vor heimischer Kulisse starteten die Königlichen druckvoll und versuchten, im Zentrum mit Luka Modric und Toni Kroos Kontrolle über das Spiel zu erlangen. Malaga dagegen zog sich zurück und verengte die Räume geschickt. Auffälligster Akteur der Gastgeber war einmal mehr Cristiano Ronaldo. Der Portugiese bewegte sich viel, blieb aber mit seinen Abschlüssen (6., 8.) glücklos. Nachdem Malaga die ersten 20 Minuten überstanden hatte, wurden die Südspanier mutiger und versuchten über den schnellen Stürmer Nordin Amrabat zu kontern.

Dies gelang in der 37. Minute, als der Niederländer rechts plötzlich frei im Strafraum auftauchte und auf Juan Carlos querlegte, der die Kugel aber weit über das Gehäuse jagte. Ronaldo (44.) und Isco (45.) hatten weitere gute Chancen, das erste Tor des Spiels zu erzielen, verfehlten aber jeweils das Tor von Carlos Kameni.

Die zweiten 45 Minuten starteten rasant. Einen langen Diagonalball nahm Ronaldo volley und zwang Kameni zu einer Weltklasse-Parade (47.). Auf der Gegenseite zwirbelte Recio einen Freistoß Richtung Giebel, doch Keylor Navas kratzte den Ball aus dem Eck (49.). Real drängte weiter auf die Führung, ging aber viel zu sorglos mit seinen Torchancen um. Jese zielte völlig freistehend drüber und verletzte sich bei dieser Aktion auch noch (59.), der Offensiv-Allrounder musste vom Feld getragen werden.

In der Schlussphase igelte sich Malaga mit zehn Mann hinten ein und verteidigte das eigene Tor leidenschaftlich. Real schlug Flanke um Flanke in den Strafraum, fand aber immer wieder in Kameni seinen Meister. Egal ob gegen Benzema (71., 77.) oder bei Marcelos Flanken - der kamerunische Nationalspieler war nicht zu bezwingen. In der Rückwärtsbewegung hatten die Königlichen derweil Probleme, die wenigen Angriffe Malagas kontrolliert zu verteidigen. So gelang abermals Amrabat beinahe die Führung, als er einen Abpraller nur knapp rechts am Tor vorbei setzte (72.).

Große Aufregung gab es dann in der 77. Minute. Isco brachte den Ball von halblinks auf das Tor, Kameni rutschte das Leder dann doch durch und Kapitän Welligton schlug den Ball im letzten Moment weg. Real protestierte, der Ball war aber wohl nicht mit vollem Umfang hinter der Linie. Die Schlussminuten musste Malaga dann zu zehnt überstehen, Amrabat rammte Marcelo im Dribbling seinen Arm ins Gesicht und sah glatt Rot (77.).

In Unterzahl schafften die Gäste es mit letzter Kraft, Reals Schluss-Sturmlauf zu überstehen und einen Punkt aus dem Bernabeu zu entführen. Dabei hatten sie aber auch großes Glück: Zunächst wurde ein regulärer Treffer von Ronaldo wegen Abseits aberkannt (90.), In der Nachspielzeit köpfte Ronaldo dann eine scharfe Marcelo-Flanke aus drei Metern über das Tor. (90-+3).

FC Valencia - FC Granada 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Mustafi (26.)

Der FC Valencia tat sich zu Hause gegen Granada sehr schwer, vor allem das physisch harte Spiel führte die Hausherren vor Probleme. Weil sich Granada aber keine klaren Torchancen erspielen konnte, ist das 1:0 von Shkodran Mustafi (26.) am Ende das verdiente Siegtor.

Die erste Halbzeit gehörte zunächst Granada, obwohl Valencia den Ball weitestgehend kontrollierte. Die Gäste nutzten ihre Räume bei Kontersituation stets gut, scheiterten jedoch des Öfteren an Jaume Domenech im Tor. Überraschend dann die Führung für die Hausherren, Bakkali hatte auf der rechten Seite zu viel Platz und konnte flanken, Mustafi staubte per Flugkopfball zum 1:0 ab (26.).

Auch in der zweiten Hälfte merkte man zu Beginn keinen Qualitätsunterschied. Die Härte der Partie nahm nach der Pause ebenfalls nicht ab. Die größte Chance der zweiten Halbzeit vergab Sofiane Feghouli freistehend (78.), die Bemühungen des FC Granada blieben in am Ende erfolglos, weil keine Großchancen heraussprangen. Valencia klettert auf Rang sechs, Granada könnte auf dem letzten Platz in die Woche gehen.

Die Primera Division in der Übersicht

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