Montag, 13.04.2015

Primera Division, 31. Spieltag

Valencia ohne Mühe gegen Levante

Real Madrid hatte am 31. Spieltag der Primera Division mit dem SD Eibar keine Probleme und bezwang den Aufsteiger souverän mit 3:0 (2:0). Atletico Madrid kam beim FC Malaga nicht über ein Remis hinaus, während der FC Barcelona in Sevilla eine komfortable Führung verspielte. Bei Celta Vigo gelingt einem Youngster ein Viererpack. Dem FC Valencia gelingt gegen UD Levante ein müheloser Sieg.

Sofiane Feghouli glänzte im Spiel gegen Levante als Torjäger und Vorlagengeber
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Sofiane Feghouli glänzte im Spiel gegen Levante als Torjäger und Vorlagengeber

FC Valencia - UD Levante 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Paco Alcacer (16.), 2:0 Feghouli (36.), Negredo 3:0 (90+3.)

Von Anfang an machte der Tabellenvierte Druck und erspielte sich gleich mehrere Möglichkeiten. Schon die zweite Chance ließ Valencia erstmals jubeln: Sofiane Feghouli bekam rechts außerhalb vom Strafraum den Ball und legte mustergültig für Paco Alcacer auf, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste (10.). Das Tor wurde jedoch wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung von Feghouli aberkannt.

Der "echte" Führungstreffer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Wieder war es der starke Feghouli, der den Ball auf der rechten Seite bekam, wieder gab es eine Hereingabe zu Alcacer. Der junge Spanier setzte sich gegen die Levante-Verteidigung durch und köpfte den Ball ins Tor. Nachdem die ersten Chancen Valencias allesamt über die rechte Seite herausgespielt wurden, sorgte ein Angriff über Links 20 Minuten später für den Ausbau der Führung. Diesmal bediente Lucas Orban mit schöner Flanke den überragenden Feghouli, der Levante-Keeper Diego Marino per Kopf keine Chance ließ.

Die zweite Hälfte brachte dann nur noch wenige Höhepunkte. Levante versuchte in den ersten Minuten zu drücken und hatte mit einem Lattenknaller vom eingewechselten Ivan Lopez auch eine gute Möglichkeit, ansonsten ließ Valencia jedoch nichts mehr anbrennen. Mit einem sehenswerten Volley sorgte Alvaro Negredo dann in der Nachspielzeit für den Endstand. Für Shkodran Mustafi, der in der Startelf stand, gab es indes eine schlechte Nachricht: Der Nationalspieler holte sich für unsportliches Verhalten eine völlig unnötige Gelbe Karte ab und fehlt damit im nächsten Spiel.

Real Madrid - SD Eibar 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Ronaldo (21.), 2:0 Hernandez (31.), 3:0 Jese (83.)

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62 Prozent Ballbesitz, 24:4 Torschüsse und keine einzige ernsthafte Chance für den Gegner - Reals Pflichtaufgabe gegen Eibar war eine klarere Angelegenheit, als es das reine Ergebnis vermuten lässt. Die Königlichen bestimmten, wenn auch die Schlagzahl nach der Pause deutlich verringert wurde, das Spiel über die kompletten 90 Minuten, die Partie spielte sich grade im ersten Durchgang fast ausschließlich um den Strafraum der Gäste ab und die wenigen Entlastungsangriffe Eibars verpufften meist schnell wirkungslos.

Dennoch brauchte es einen Standard, um den Bann zu brechen: Cristiano Ronaldo knallte einen Freistoß aus 25 Metern zentral aufs Tor, der Flatterball schlug neben dem unglücklich agierenden Xabi Irureta im Netz ein (21.). Es war Ronaldos erster Freistoßtreffer seit fast einem Jahr und 56 erfolglosen Versuchen. Real machte mit viel Zug nach vorne und viel Spielfreude weiter, die logische Konsequenz folgte schnell. Die Königlichen spielten sich auf rechts schön durch, Alvaro Arbeloa brachte die Flanke punktgenau und Javier Hernandez köpfte die Kugel mustergültig ins lange Eck (31.).

Isco (3./33.), Ronaldo (42.), dessen Gelbsperre von der Liga zurückgenommen worden war, sowie Hernandez per Kopf (51.) ließen weitere Chancen liegen, den Kopfball von Sergio Ramos lenkte Irureta zudem an die Latte - der folgende Nachschuss von Isco rollte kurioserweise ein Mal von Innenpfosten zu Innenpfosten (18.). Insgesamt aber schaltete Real im zweiten Durchgang mehrere Gänge runter und tat nur noch das Nötigste. Jese setzte, als Eibar die Gegenwehr schon zunehmend eingestellt hatte, mit einem trockenen Rechtsschuss den Schlusspunkt (83.).

FC Malaga - Atletico Madrid 2:2 (1:1)

Tore: 0:1 Griezmann (25.), 1:1 Torres (37./ET), 2:1 Samuel (71.), 2:2 Griezmann (78.)

Es war ein leidenschaftlicher, mitreißender Auftritt, den der FC Malaga den 24.500 Zuschauern im La Rosaleda bot. Die Hausherren ergriffen schon in der ersten Hälfte die Initiative, richtig packend wurde es aber erst nach der Pause. Malaga rannte immer wieder an, es entwickelte sich eine offene Partie und schließlich belohnten sich die Gastgeber: Der überragende Nordin Amrabat steckte den Ball perfekt durch und Samuel hob die Kugel aus 13 Metern über den heraus eilenden Jan Oblak ins Netz (71.).

Allerdings begann Malaga dann zu früh, sich auf seine Defensive zu fokussieren und stand zu tief. Atletico konnte so schnell wieder das Zepter übernehmen und kam zum Ausgleich, Griezmann staubte nach Kopfball-Ablage von Raul Jimenez aus stark abseitsverdächtiger Position zum Endstand ab (78.). Zwei kuriose Tore hatten zuvor im ersten Durchgang, der deutlich ereignisärmer war, das Bild geprägt. Zunächst unterschätzte Malaga-Keeper Carlos Kameni einen scheinbar harmloses Einwurf von links komplett, die Kugel rutschte ihm durch die Hände und am langen Pfosten musste Antoine Griezmann nur noch den Fuß hinhalten (25.).

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Primera Division, 14. Spieltag

Auf der anderen Seite stellte Atletico-Stürmer Fernando Torres wieder alles auf null - Torres versuchte eine scharf reingeschlagene Ecke zu klären und köpfte den Ball stattdessen aus drei Metern ins eigene Netz (37.). Insgesamt aber sahen die Zuschauer eine eher zähe erste Hälfte, auch weil von Atletico zu wenig kam. Doch der zweite Durchgang entschädigte dafür komplett, wenngleich Malaga, das auch in der Schlussphase nach dem 2:2 das Spiel machte und durch Amrabat (83.) eine weitere Chance hatte, den Sieg etwas unglücklich verpasste.

FC Sevilla - FC Barcelona 2:2 (1:2)

Tore: 0:1 Messi (14.), 0:2 Neymar (31.), 1:2 Banega (38.), 2:2 Gameiro (84.).

Barcelona startete in Sevilla effektiv: Mit der ersten Möglichkeit gingen die Gäste sofort in Führung. Lionel Messi nahm an der Strafraumgrenze einen Querpass auf und schlenzte dann das Spielgerät mit viel Gefühl zum 1:0 ins Netz (14.). Danach kontrollierte die Mannschaft von Trainer Luis Enrique das Geschehen und legte auch das zweite Tor nach: Mit Neymar war es der nächste Superstar, der eine tolle Aktion mit einem Treffer veredelte. Der Brasilianer streichelte einen Freistoß aus 18 Metern in den linken Winkel - Sevillas Torwart Sergio Rico schaute der Kugel nur noch staunend hinterher (31.).

Der 0:2-Rückstand war für die Hausherren das Zeichen, mehr zu riskieren. Vicente Iborra gab den ersten Warnschuss ab (35.) und kurz danach brachte Ever Banega Sevilla wieder ins Spiel. Der Mittelfeldmann zog aus 23 Metern ab und der haltbare Ball schlug unten links zum 1:2 im Netz ein, obwohl Barca-Keeper Claudio Bravo noch mit den Fäusten dran war (38.).

Der Anschlusstreffer gab Sevilla in der zweiten Halbzeit Aufwind. Zwar hatte Barcelona gleich nach Wiederbeginn eine Doppelchance durch Andres Iniesta und Luis Suarez (50.), danach aber kamen auch die Gastgeber zu Abschlüssen: Carlos Bacca zielte aus zwölf Metern über das Tor. Die Partie wurde immer umkämpfter, wobei Barcelona nicht drückend überlegen war.

Und das sollte sich in der Schlussphase rächen: In der 84. Minute leitete ein Fehlpass von Gerard Pique einen Sevilla-Konter über Jose Antonio Reyes ein, der auf der rechten Seite Aleix Vidal bediente. Dessen Hereingabe musste in der Mitte Kevin Gameiro nur noch zum 2:2 über die Linie drücken. Barcelona leistete sich nach einer starken ersten Hälfte einen schwächeren zweiten Durchgang und wurde dafür von Sevilla am Ende bestraft.

Celta Vigo - Rayo Vallecano 6:1 (4:1)

Tore: 0:1 Goncalves (1.), 1:1 Larrivey (6.), 2:1 Santi Mina (21.), 3:1 Larrivey (37.), 4:1 Santi Mina (40.), 5:1 Santi Mina (51.), 6:1 Santi Mina (56.)

Ein Abend für die Geschichtsbücher in Vigo - die 21.000 Zuschauer wurden Zeuge einer denkwürdigen Partie. Dabei sah es zunächst alles andere als gut aus, nachdem die Gastgeber bereits in der 1. Minute durch einen Treffer von Manucho Goncalves in Rückstand geraten waren.

Doch dann begannen die Festspiele von Joaqhin Larrivey und Sani Mina, welche die Madrider quasi im Alleingang versenkten. Nur fünf Minuten später war Ersterer mit dem Ausgleich zur Stelle, ehe der erst 19-jährige Santia Mina (21.) die Partie gedreht hatte. Der Rest war Formsache, vor allem Santi Mina trumpfte mit drei weiteren Treffern groß auf.

Die Primera Division in der Überblick

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