Kampf um Präsidentenamt

Nächste Runde im Barca-Machtkampf

SID
Freitag, 07.11.2014 | 10:29 Uhr
Joan Laporta war bereits von 2003 bis 2010 Barca-Präsident
© getty
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In Katalonien nutzen Joan Laporta und und Josep Maria Bartomeu die anstehenden Unabhängigkeitswahlen, um sich ein Podium im Machtkampf zu verschaffen. Es geht um das Präsidentenamt des FC Barcelona, das im Anschluss an die Saison 15/16 neu vergeben wird.

Laporta, einst von 2003 bis 2010 Präsident Barcas, machte gegenüber "Esport3" nicht zum ersten Mal klar, sich mit einer erneuten Kandidatur zu beschäftigen. "Jeden Tag der vergeht, bin ich motivierter, mich wieder aufstellen zu lassen." Seine Chancen stünden nicht schlecht, ist der Ex-Präsident doch trotz jüngster Skandale immer noch sehr beliebt bei den Anhängern des Klubs.

Er selbst argumentierte gegen den aktuellen Präsidenten: "Bartomeu ist nicht legal Präsident, niemand hat ihn gewählt" und führte weiter aus: "Seit 2010 haben sie nichts gutes erreicht." Vor einigen Monaten war Sandro Rosell aufgrund anhaltender Korruptionsvorwürfe zurückgetreten und hatte sein Amt gemäß der Vereinsregularien direkt an Vize-Präsident Bartomeu weitergegeben.

Laporta weiter: "Wir brauchen keinen Richter, der uns sagt, was Barca gut oder schlecht gemacht hat. Ich denke, es ist offensichtlich, was schief gelaufen ist. Rosell hat das beste Barca der Geschichte geerbt, ausgestattet mit den besten Verträgen und nur einem Kredit in Höhe von 155 Millionen Euro."

Bartomeu wehrt sich gegen Vorwürfe

Einen Vorwurf, den sich Bartomeu nicht gefallen lassen will. Der Präsident des FC Barcelona nutzte auf der 50-Jahres-Feier einer katalanischen Tageszeitung die Chance, um seine Sicht der Dinge darzustellen. "Das was er sagt ist nicht die Wahrheit, es ist nicht bewiesen. Er hat uns einen Klub übergeben, der 79 Millionen Euro Verlust gemacht hatte, das wurde vor Gericht bestätigt."

Einen Handschlag mit seinem Rivalen verweigerte der Barca-Präsident und legte nach: "Das, was Laporta gesagt hat, dass sie uns einen guten Klub hinterlassen haben, das ist nicht wahr. Sie haben Schulden angehäuft, waren gerade dabei einen neuen Kredit auszuhandeln. Sie klebten fest."

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