Wegen Neuer-Sympathie

Ancelotti kritisiert Blatter

SID
Mittwoch, 29.10.2014 | 15:09 Uhr
Carlo Ancelotti hat kein Verständnis für die Aussagen von Joseph Blatter
© getty
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Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti ist auf Konfrontationskurs zu FIFA-Chef Joseph S. Blatter gegangen: "Es ist unmöglich, den FIFA-Präsidenten zum Schweigen zu bringen", wetterte der Italiener am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

Der Schweizer Blatter soll sich zuvor für Weltmeister-Torwart Manuel Neuer als Weltfußballer ausgesprochen haben.

Ancelotti favorisiert aber natürlich seinen Starspieler Cristiano Ronaldo (Portugal), der auch schon 2013 zum Weltfußballer gekürt wurde. Blatter hatte am Rande der Präsentation des Emblems für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Moskau die Vergabe des Goldenen Balls für den besten Spieler der abgelaufenen WM in Brasilien an den Argentinier Lionel Messi als "Fehlentscheidung" kritisiert.

Im Anschluss soll der 78-Jährige Bayern-Keeper Neuer als verdienten Gewinner der Trophäe genannt haben, was Ancelotti als Parteinahme im Ringen um den Ballon d'Or wertete, der am 12. Januar 2015 in Zürich verliehen wird.

"Cristianos Jahr"

Nach Ancelottis Dafürhalten ist Goalgetter Cristiano Ronaldo als Sieger unstrittig: "Da gibt es nicht viel zu überlegen. Es ist Cristianos Jahr. Er hat viele Tore erzielt und wichtige Titel gewonnen. Es sollte kein Zweifel bestehen, dass er den Ballon d'Or verdient hat."

Ronaldo war am zehnten Triumph der Königlichen im Europapokal der Landesmeister beziehungsweise in der Champions League in der Vereinsgeschichte in diesem Jahr maßgeblich beteiligt. In der laufenden Spielzeit gelangen dem 29 Jahre alten Angreifer in 14 Pflichtspieleinsätzen für Real bereits 21 Tore.

Bei der WM in Brasilien war der ehemalige England-Legionär von Manchester United, der bereits 2008 und 2013 Weltfußballer war, mit Portugal unter anderem wegen eines 0:4 gegen Deutschland bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

Mit einer Ablösesumme von 94 Millionen Euro ist Cristiano Ronaldo immer noch der teuerste Spieler der Welt.

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