Fiesta in Madrid, Trauer bei Barca

SID
Sonntag, 18.05.2014 | 11:19 Uhr
Ini Madrid herrschte Ausnahmestimmung
© getty
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Mit dem 1:1 beim FC Barcelona sicherte sich Atlético Madrid seine 10. Meisterschaft. Während dies der Anfang einer historischen Woche sein könnte, endete für Barca eine rabenschwarze Saison.

Diego Simeone wusste sofort, was er da mit den Rojiblanco geleistet hatte. "Es ist unglaublich, fantastisch. Dieser Tag ist einer der wichtigsten der Vereinsgeschichte", schwärmte der Vater des Erfolgs.

Als genialer Trainerfuchs lotste der 44-Jährige den spanischen Fußball-Erstligisten Atletico Madrid zur zehnten Meisterschaft - durch ein 1:1 (0:1) am letzten Spieltag beim FC Barcelona, der seinerseits eine rabenschwarze Saison ohne großen Titel beendete.

Die SPOX-Analyse: Campeones! Atletico holt den Titel

Bei Barca trat nach einer Katastrophen-Spielzeit ohne großen Titel noch am Samstag Trainer Gerardo Martino zurück. Seine Nachfolge soll Ex-Barca-Profi Luis Enrique antreten.

"Sehr komisches Gefühl"

Derweil feierten Zehntausende von Atletico-Fans in der spanischen Hauptstadt mit Hupkonzerten, Autokorso und Feuerwerk den ersten Meistertitel für den Traditionsklub seit 18 Jahren. Am 24. Mai will Atletico in Lissabon gegen den Erzrivalen Real die Saison abrunden und noch den Champions-League-Titel erringen.

Simeone gestand nach den ersten Feierlichkeiten im Camp Nou ein, dass es schon ein "sehr komisches Gefühl" gewesen sei. Viermal hatten die Katalanen allein in den vergangenen fünf Jahren die Trophäe gewonnen, gemeinsam mit Real Madrid dauerte die Regentschaft der zwei "Großen" neun Jahre an.

"Aber auch andere spanische Teams haben die Chance, die Meisterschaft zu gewinnen", gab Simeone vielsagend zu verstehen.

In einer anderen Art und Weise wie Barca oder die Königlichen natürlich, sagte der Argentinier - nämlich durch "harte Arbeit", durch "gegenseitigen Respekt" und einer Spielweise, in der sich "jeder für den anderen einsetzt."

Godin mit dem Meistertreffer

Das perfekte Beispiel hierfür war der Showdown in Barcelona. Nach den frühen verletzungsbedingten Ausfällen von Starstürmer Diego Costa und Spielmacher Arda Turan ließ sich Madrid auch nach dem Rückstand durch Alexis Sanchez (34.) nicht unterkriegen. Abwehrspieler Diego Godin (49.) glich aus und läutete eine riesige Fiesta ein.

So gehörte die City der spanischen Hauptstadt nach dem ersten Triumph seit 18 Jahren endlich mal wieder den Anhängern von Atletico. Tausende Fans säumten die Straßen, leuchtend-rote Bengalos wurden abgebrannt und die Stadt durch ein großes Feuerwerk erhellt.

Und die Freude war berechtigt: Wie keine andere Mannschaft hatte es der Arbeiterverein verdient, den Titel einzuheimsen. In der Liga verbuchte man gegen den Stadtrivalen Real einen Sieg und ein Remis, gegen Barcelona zwei Unentschieden.

Zudem schaltete man die Katalanen im Viertelfinale der Champions League aus, in der am 24. Mai im Endspiel gegen Real zum ersten Mal überhaupt der "Henkelpott" gewonnen werden kann. "Wir müssen uns gut darauf vorbereiten. Vielleicht können wir auch dann Geschichte schreiben", sagte Simeone.

Martino verlässt Barcelona

Dies taten am Samstag im negativen Sinne Lionel Messi und Co. Erstmals seit der Saison 2007/08 standen die Katalanen mit leeren Händen da: Keine Champions League, keine Meisterschaft, noch nicht einmal der nationale Pokal. "Das Jahr war eine total Enttäuschung", sagte Mittelfeld-Ass Andrés Iniesta. "Die Saison ist zu Ende - einige Dinge gehen weiter, einige Dinge enden."

So etwa die Amtszeit des bisherigen Trainers Gerardo Martino, der noch am Samstag seinen Abschied verkündete. "Es tut mir sehr leid, dass der Klub die Ziele nicht erreicht hat, die er normalerweise erreicht", sagte der Argentinier und trat zurück.

Der ehemalige Barca-Akteur Luis Enrique steht bereits in den Starlöchern und wird voraussichtlich mit einer runderneuten Mannschaft den Neustart angehen. Vereinspräsident Josep Maria Bartomeu kündigte einige Veränderungen an. "Ein paar Spieler wissen schon, dass sie in der nächsten Saison eventuell nicht mehr unser Trikot tragen werden", sagte er.

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