Marin bastelt an einem Neuanfang

SID
Mittwoch, 14.05.2014 | 13:48 Uhr
Marko Marin weiß selbst nicht, wie seine Zukunft aussieht
© getty
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Bei allen Spekulationen rund um den erweiterten WM-Kader von Bundestrainer Joachim Löw spielte der Name Marko Marin keine Rolle. Das bisher letzte seiner 16 Länderspiele (ein Tor) absolvierte der 25-Jährige im November 2010.

Danach verlief Marins Karriere ähnlich holprig wie der Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an jenem Abend beim torlosen Unentschieden gegen Schweden in Göteborg. Jetzt hofft der kleine Dribbelkünstler auf eine bessere Zukunft - bei welchem Klub auch immer.

Marin wurde im Sommer 2013 vom FC Chelsea an den FC Sevilla ausgeliehen. An der Stamford Bridge besitzt er aber noch einen Vertrag bis Juni 2017. Doch bei Star-Teammanager José Mourinho hat Marin nicht die besten Karten.

Es sei noch nichts entschieden. Man rede nach der Saison über seine Situation und Zukunft, sagte Marin, der sich einen langen Verbleib in Spanien sehr gut vorstellen kann: "Wenn Sevilla und ich glücklich damit sind, ist es denkbar, dass ich für immer hier bleibe." Sevilla signalisierte immerhin schon, ihn halten zu wollen.

EL-Titel Nummer zwei?

Am Mittwochabend greift Marin mit den Andalusiern in Turin gegen Benfica Lissabon nach dem Gewinn der Europa League. Die Trophäe hatte der ehemalige Gladbacher und Bremer mit Chelsea bereits 2013 geholt. Beim Finalerfolg (2:1 gegen Benfica) saß Marin wie so häufig bei den Blues nur auf der Bank.

Der Abschied aus London nach einer äußerst unbefriedigenden Saison, in der er sogar in der U 21 zum Einsatz kam und in allen Wettbewerben zusammengerechnet nur 597 Minuten spielte, war die logische Konsequenz.

Bei seiner Ankunft hatte ihn der englische Boulevard noch als "German Messi" gefeiert, sein Abschied war nur noch eine Randnotiz.

In Sevilla hatte Marin zwar anfangs auch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, doch in den vergangenen Wochen bekam er immer mehr Spielanteile und seine Formkurve zeigte deutlich nach oben. Marin sieht sich daher auf "einem guten Weg". Ob dieser ihn auch wieder ins Blickfeld von Joachim Löw führt, wird die Zukunft zeigen.

Marko Marin im Steckbrief

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