Clasico-Splitter

Abzocke, Säbelrasseln und Abschiede

Von Adrian Bohrdt
Sonntag, 23.03.2014 | 11:04 Uhr
Das große Aufeinandertreffen der beiden Stars: Cristiano Ronaldo und Lionel Messi
© getty
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Vor dem Clasico befindet sich Spanien im Ausnahmezustand. Während Real Madrid als Tabellenführer und Favorit in die Partie geht, herrschen beim FC Barcelona Zweckoptimismus und Abschiedsgedanken. Neymar muss sich weitere Kritik gefallen lassen, die Ticketpreise steigen weiter und Iker Casillas stichelt gegen Lionel Messi, der einen Rekord knacken könnte.

Casillas stichelt Richtung Messi: Obwohl Iker Casillas am Sonntag auf der Bank Platz nehmen wird, ist Reals Torhüter offenbar heiß auf das Spiel und ließ sich eine kleine Spitze Richtung Lionel Messi nicht nehmen: "Ich hatte immer Probleme mit Samuel Eto'o. Jeder weiß, dass Messi ein großer Spieler ist, allerdings ist Samuel auch ein großer Spieler. Aber er spielt anders. Eto'o wusste jedes Detail über uns, er hat uns immer Probleme bereitet und für Gefahr gesorgt." Darüber hinaus zeigte sich Casillas optimistisch: "Das Spiel könnte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Wir sind Tabellenführer, haben uns langsam an die Spitze gearbeitet."

Rekordchance für Messi: Der Argentinier könnte derweil auf dem Platz die Antwort geben. Mit 233 Toren liegt Messi nur einen Treffer hinter Real-Legende Hugo Sanchez, dem noch besten Liga-Torjäger aller Zeiten. Ausgerechnet im Bernabeu könnte Messi diese Bestmarke am Sonntag einstellen.

Neymar in der Kritik: Nach seinem tollen Start bei Barca (14 Scorerpunkte in den ersten 14 Ligaspielen) schwächelte Neymar zuletzt. Aufgrund einer Knöchelverletzung musste er einige Wochen zuschauen, seitdem sucht er seine Form und gerät zunehmend in die Kritik. So stimmten die Fans in den Zeitungen "Mundo Deportivo" und "Sport" gegen Neymar und für Alexis Sanchez oder Pedro in der Startelf. Zu allem Überfluss postete ein Freund am Dienstag ein Video aus dem Disneyland in Paris, in dem Neymar mit Mehl im Mund versucht zu singen. Klar, dass das in den spanischen Medien nicht gerade gut ankam. "So bereitet sich Neymar auf den Clasico vor", schrieb etwa die "AS".

Glücksbringer Khedira: Eigentlich schuftet Sami Khedira nach seinem Kreuzbandriss in Augsburg am Comeback, doch für das Duell am Sonntag kommt der Nationalspieler in die spanische Hauptstadt. Khedira fungierte schon bei Reals Auswärtsspiel auf Schalke (6:1) erfolgreich als Talisman, für das Spiel gegen Barca kündigte er sich jetzt ebenfalls an.

Zweckoptimismus bei Barca: Da Real seit nunmehr 18 Ligaspielen nicht mehr verloren hat und Barca auf der anderen Seite vor allem auf fremdem Platz zuletzt strauchelte (ein Sieg in den letzten fünf Liga-Auswärtsspielen), sind die Königlichen bei den Buchmachern Favorit. Die Katalanen halten mit Zweckoptimismus dagegen. "Es ist unmöglich, das Ergebnis vorherzusagen. Egal, welche Taktik man wählt, man braucht immer noch ein perfektes Spiel. Mehr als je zuvor müssen wir jetzt Barca sein und mutig spielen", so Andres Iniesta. Pedro fügte hinzu: "Vielleicht ist Real leichter Favorit, doch in solchen Spielen gibt es eigentlich keinen Favoriten."

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