Neuer Barca-Präsident respektiert Real

Bartomeu: "Ich habe keine Madriditis"

Von Marco Heibel
Dienstag, 28.01.2014 | 20:12 Uhr
Josep Maria Bartomeu hat das Präsidentenamt am 24. Januar 2014 von Sandro Rosell übernommen
© getty
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Nach dem Rücktritt von Sandro Rosell als Präsident des FC Barcelona ist Josep Maria Bartomeu urplötzlich ins Rampenlicht geraten. Der neue Klubboss betont sein gutes Verhältnis zu Real Madrid und möchte seinen Vorgänger, Superstar Lionel Messi und Trainer Gerardo Martino weiter an den Klub binden. Auch für Bayern-Coach Pep Guardiola sei immer eine Tür offen.

"Er kann in der Zukunft noch viel für Barca tun. Seine Geschichte beim FC Barcelona ist noch nicht zu Ende", sagte Bartomeu über den früheren Erfolgstrainer in einem Radiointerview mit "Radio Catalunya". "Wenn seine Ära bei Bayern München beendet ist, dann macht er sich hoffentlich Gedanken, ob er erneut für Barca tätig sein könnte", führte der Katalane aus.

Momentan sei man im Klub aber mit Trainer Gerardo Martino, dem Bartomeu "tolle Arbeit" attestierte, überaus zufrieden. Der 50-Jährige kündigte sogar an, den Vertrag des Argentiniers bald verlängern zu wollen: "Momentan ist nicht die richtige Zeit dafür, aber wenn es ruhiger ist und die Zeit gekommen ist, dann werden wir ihn fragen, ob er bis 2016 bei uns bleiben will."

Rosell soll eingebunden bleiben

Auch seinen wegen des Verdachts der Unterschlagung zurückgetretenen Amtsvorgänger Sandro Rosell möchte Bartomeu weiter an den Verein binden: "Sandro ist einer der fünf Menschen, die am meisten über Marketing im Fußball wissen. Er soll sich erholen, dann können wir reden. Er ist ein Vermögen wert für den Verein."

Die von Rosell bereits angestoßene Vertragsverlängerung mit Superstar Lionel Messi werde auch unter ihm oben auf der Agenda bleiben, versicherte der neue Präsident: "Er ist der Beste in der Welt und spielt mit den Besten zusammen. Eines Tages werden wir uns treffen und reden."

Versöhnungskurs mit Cruyff und Real

Bartomeu scheint auch mit dem ehemaligen Klubidol Johan Cruyff, der mit Rosell in Streit geraten war, die Wogen glätten zu wollen. Angesprochen auf den früheren Star-Spieler und -Trainer der Blaugrana seien seine "Türen immer offen".

Auch gegenüber dem Erzrivalen Real Madrid schlug der 50-Jährige versöhnliche Töne an. "Ich habe keine Madriditis", so Bartumeu. Vielmehr empfinde er "großen Respekt" für den Hauptstadtklub.

Bartomeus Blick geht aber eher in eine andere Richtung: "Was ich habe, ist der FC Barcelona und ich will mit diesem Verein an die Glanzzeiten anknüpfen."

Der FC Barcelona im Überblick

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