Mittwoch, 22.01.2014

Neymar-Transfer geht vor Gericht

Klage gegen Barca-Präsident

Sandro Rosell muss sich wegen des Transfers von Neymar vor Gericht verantworten. Die spanische Justiz ließ die Klage eines Mitglieds des FC Barcelona gegen den eigenen Präsidenten zu.

Sandro Rosell hatte bei der Verkündung des Neymar-Transfers noch sichtlich mehr Spaß
© getty
Sandro Rosell hatte bei der Verkündung des Neymar-Transfers noch sichtlich mehr Spaß

Ermittlungsrichter Pablo Ruz begründete seine Entscheidung mit dem Verdacht, dass die tatsächlich gezahlten Beträge für den Transfer des brasilianischen Stürmers möglicherweise verschleiert worden seien. Damit könnte Rosell der Unterschlagung schuldig gesprochen werden.

Nach Informationen der Blaugrana überwies der Klub im Sommer 2013 für Neymar 57,1 Millionen Euro an den FC Santos. Noch am Montag bestand Rosell darauf, dass diese Zahl korrekt sei: "Neymar hat 57,1 Millionen Euro gekostet - Punkt. Ich sage das zum x-ten Mal. Jetzt muss es damit genug sein."

95 Millionen Euro für Neymar?

Unterdessen will die spanische Zeitung "Marca" erfahren haben, dass Barca für den Nationalspieler 95 Millionen Euro überwies. Sollte sich die Annahme bestätigen, wäre der 21-Jährige noch teurer als der Portugiese Cristiano Ronaldo (94 Millionen Euro) und der Waliser Gareth Bale (91 Millionen Euro/beide Real Madrid).

Der FC Barcelona bestreitet die Vorwürfe. Allerdings wollen die Katalanen bei der Aufklärung vor Gericht die Justiz unterstützen. Rosell hat bereits selbst den Wunsch geäußert, vor dem Richter auszusagen.

Neymar im Steckbrief


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