Real und Barca droht Ungemach der EU

Von Jan Dafeld
Montag, 16.12.2013 | 18:59 Uhr
Real Madrid und der FC Barcelona sollen beide von steuerlichen Vorteilen profitiert haben
© getty
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Aufgrund von ungerechtfertigten Steuervorteilen und undurchsichtigen Krediten könnte die EU gegen mehrere spanische Klubs vorgehen. Darunter auch Real Madrid und der FC Barcelona.

Zahlreiche spanische Klubs, darunter der FC Barcelona und Real Madrid, sollen in der Vergangenheit nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" finanzielle Vorteile erhalten und dadurch wettbewerbsrechtliche Verstöße begangen haben. Ihnen drohen Millionenstrafen der EU.

In der Tagesordnung für die nächste Kommissionssitzung der Europäischen Union heißt es, dass ein förmliches Beihilfeverfahren gegen Spanien eröffnet werden solle. Dabei geht es um steuerliche Vorteile, die neben den beiden Spitzenvereinen FC Barcelona und Real Madrid auch CA Osasuna und Athletic Bilbao genossen haben sollen.

Grenzüberschreitende Tätigkeiten

Während diese vier Klubs gemeinnützige Vereine sind, mussten sich alle anderen Profiteams zu Beginn der 1990er-Jahre per Gesetz zur als Sportaktiengesellschaften umwandeln. So sollten private Investoren angelockt werden. Barcelona, Madrid, Bilbao und Osasuna blieb dieser Schritt erspart, da sie als solvent galten.

Durch niedrigere Regelsteuersätze für gemeinnützige Vereine sollen die vier Klubs seitdem Millionenvorteile eingefahren haben. Allein Real Madrid hat seit der Spielzeit 2009/2010 Vorsteuergewinne von 138,9 Millionen Euro ausgewiesen. Die EU ist in diesem Fall zuständig, da die Vergünstigungen auch bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten eine Rolle spielen. Hierunter fallen internationale Transfers.

Existenz des FC Valencia bedroht

Darüber hinaus droht Real Madrid wegen undurchsichtiger Grundstücksgeschäfte weiterer Ärger. Der Verein hatte Land im Madrider Vorland gegen Grundstücke rund um das Bernabeu-Stadion in einer der teuersten Gegenden der spanischen Hauptstadt getauscht.

Beim FC Valencia werden zudem Bürgschaften der Regionalregierung für einen 81 Millionen Euro schweren Kredit untersucht. Sollte der Verein zu Ausgleichszahlungen gezwungen werden, wäre die Existenz des hochverschuldeten Vereins gefährdet.

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