Primera Division, 11. Spieltag

Atletico bleibt an Barca dran

Von Marco Heibel/Stefan Petri
Donnerstag, 31.10.2013 | 22:05 Uhr
Jubeltraube bei Atletico: Durch den Sieg in Granada bleibt man Barcelona auf den Fersen
© getty
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Real Madrid hat sich am 11. Spieltag den Clasico-Frust von der Seele geschossen. Gareth Bale trifft beim 7:3 gegen Sevilla doppelt. Barcelona siegt souverän gegen Celta Vigo. Atletico meistert die Pflichtaufgabe in Granada und Villareal patzt gegen Maricas Getafe.

FC Granada - Atletico Madrid 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 Costa (38., Elfmeter), 0:2 Villa (78., Elfmeter), 1:2 Ighalo

Gelb-Rot: Filipe Luis (89./Atletico)

Ein gutes Spiel lieferten die Hauptstädter in Granada keineswegs ab. Einen umstrittener Elfmeter - Verteidiger Mainz sollte David Villa gefoult haben - verwandelte Stürmer Diego Costa zum 1:0. Kurz vor der Pause vergab Adrian frei vor dem Tor die Vorentscheidung.

Mit einem starken Pressing in der zweiten Hälfte ließ der Tabellenzweite aber trotz fehlender Topform nicht viel zu. David Villa holte eine knappe Viertelstunde den zweiten Strafstoß heraus und verwandelte höchstpersönlich. Als Defensivmann Filipe Luis wenige Minuten vor Schluss mit der Ampelkarte runter musste und Odion Ighalo in der Nachspielzeit zum Anschluss einköpfte, wurde es noch einmal dramatisch.

Am Ende reichte es aber. Damit geht die Serie von Atletico weiter, mit 30 Punkten steht man nach elf Spieltagen nur einen Zähler hinter Barcelona. Granada ist vierzehnter.

FC Villarreal - FC Getafe 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Marica (5.), 0:2 Sarabia (90.)

Rote Karte: Iniguez (39./Villareal)

Ein ganz bitterer Fehler bescherte Getafe den frühen Führungstreffer durch den Ex-Schalker Ciprian Marica: Als Villareals Torhüter Sergio Asenjo einen langen Ball vor dem eigenen Strafraum klären wollte, trat er auf das Leder und stolperte. Marica spritzte dazwischen und schob im Nachfassen zum 1:0 für Getafe ein.

Als sein Getafe-Schlussmann Moya nach einem indirekten Freistoß im Strafraum gleich zweimal rettete und Villareals Innenverteidiger Pablo Iniguez nach einer Notbremse schon vor der Halbzeitpause duschen musste, war Getafe endgültig auf der Siegerstraße. In der Nachspielzeit besorgte Sarabia die endgültige Entscheidung. Getafe springt damit auf Rang fünf und liegt nur noch einen Punkt hinter Villareal.

Real Madrid - FC Sevilla 7:3 (3:2)

Tore: 1:0, 2:0 Bale (13., 27.), 3:0 Ronaldo (32., Elfmeter), 3:1 Rakitic (38., Elfmeter), 3:2 Bacca (40.), 4:2 Benzema (53.), 5:2 Ronaldo (60.), 5:3 Rakitic (63.), 6:3 Ronaldo (72.), 7:3 Benzema (81.)

Gelb-Rot: Mbia (76.)

Besondere Vorkommnisse: Rakitic verschießt Foulelfmeter (74.)

In einem Spiel, in dem beide Teams keinen großen Wert auf die Defensive legten, ging Real standesgemäß in Führung. Dabei erzielte Neuzugang Gareth Bale seine ersten beiden Tore vor heimischem Publikum: Ein Zuspiel von Benzema schlenzte er zunächst in den Winkel, danach war er mit einem abgefälschten Freistoß erfolgreich. Den Hattrick erlaubte ihm Cristiano Ronaldo aber nicht: Nach einem zweifelhaften Foul von Navarro an Isco verwandelte er den Strafstoß.

Aber Sevilla spielte weiterhin gut mit und kam noch vor der Pause wieder heran. Ein Elfer-Geschenk von Schiri Jose Antonio Teixeira Vitienes verwandelte der frühere Schalker Ivan Rakitic zum 1:3, zwei Minuten später schob Carlos Bacca zum Anschlusstreffer ein.

Nach der Pause hatten die Gäste zwei gute Chancen zum Ausgleich, Jairo scheiterte ganz knapp frei vor Diego Lopez. Benzema war es ganz Recht: Den folgenden Konter schob er nach Vorlage von Gareth Bale zum 4:2 ins Tor. Der Waliser legte kurze Zeit später auch noch das 5:2 von Ronaldo auf.

Rakitic gab sich aber noch nicht geschlagen: Per Traumtor verkürzte er auf 3:5 und hatte nach einem weiteren Treffer von Ronaldo - diesmal legte Luka Modric auf - nach einem dämlichen Zweikampf von CR7 eine weitere Chance vom Punkt. Diesmal ging der Schuss aber drüber. Nachdem Stephane Mbia mit der Ampelkarte runter musste, besorgte Benzema den Schlusspunkt. Sevilla ist weiter Zehnter, Real rückt bis auf zwei Punkte an den Stadtrivalen Atletico heran.

Celta Vigo - FC Barcelona 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Alexis (9.), 0:2 Yoel (48./Eigentor), 0:3 Fabregas (54.)

Der FC Barcelona rotierte nach dem Clasico die Mannschaft ordentlich durch, so bekamen unter anderem Gerard Pique, Xavi und Neymar eine Pause. Bei Celta standen mit Andreu Fontas, Rafinha und Nolito gleich drei ehemalige La-Masia-Spieler in der Startelf, mit Luis Enrique hatte sogar der Trainer der Gastgeber eine Barcelona-Vergangenheit. Die Gäste starteten dennoch nicht allzu freundschaftlich in die Partie. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld kombinierten die Katalanen schnell vor das Tor, Cesc Fabregas scheiterte noch an Yoel, Alexis Sanchez verwandelte dann aber den Abpraller.

Anschließend wurde Celta immer stärker und war gegen Ende der ersten Hälfte sogar auf Augenhöhe, ein Treffer gelang allerdings nicht. Die Pause tat Barcelona sichtlich gut, man startete erneut furios: Ein Distanzschuss von Cesc Fabregas prallte von der Latte an den Rücken von Yoel und von dort ins Tor. Weniger später machte es der Mittelfeldspieler ohne Umwege und traf nach Vorarbeit von Lionel Messi zum 0:3.

Nach dem Doppelschlag schaltete die Mannschaft von Gerardo Martino etwas zurück, ließ Celta aber nicht viele Chancen. Die beste Möglichkeit hatte Nolito per Freistoß, drosch den Ball allerdings nur an die Latte. Gegen Ende der Partie gab es auf beiden Seiten noch gute Möglichkeiten, die jedoch nicht verwertet werden konnten, die Torhüter auf beiden Seiten reagierten stark. Barcelona setzte insgesamt erneut auf viele Konter und schnelle Angriffe, scheiterte allerdings oft an der letzten Konsequenz, Celta hatte nahezu gleich viele Spielanteile wie der Tabellenführer. Damit bauen die Katalanen ihre Führung auf vier Punkte vor Atletico aus, Vigo ist nur noch 16.

Der 11. Spieltag in der Übersicht

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