Primera Division, 38. Spieltag

Meisterliche Barca-Show zum Abschluss

Von SPOX
Sonntag, 16.05.2010 | 20:45 Uhr
Die Spieler des FC Barcelona bejubeln den 20. Meistertitel der Blaugrana
© Getty
Advertisement
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
Primera División
Alaves -
Eibar
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Primera División
Real Betis -
Girona
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Primera División
Valencia -
Barcelona
Primera División
Espanyol -
Getafe
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Primera División
Malaga -
Levante
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Primera División
Leganes -
Villarreal
Primera División
Getafe -
Valencia
Primera División
Eibar -
Espanyol
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Primera División
Girona -
Alaves

Der FC Barcelona hat die Nerven behalten und mit einem überragenden 4:0 (2:0) gegen Absteiger Real Valladolid die 20. spanische Meisterschaft der Klub-Geschichte gewonnen.

Verfolger und Erzrivale Real Madrid hatte nur eine Chance, wenn es selbst gesiegt und Barcelona nicht gewonnen hätte. Aber die Galaktischen kamen beim FC Malaga nicht über ein 1:1 hinaus.

Damit hat sich Malaga als Tabellen-16. gerade noch so in der Primera Division gehalten. In die Zweitklassigkeit müssen Teneriffa (0:0 in Valencia), Valladolid und Xerex (1:1 bei Osasuna).

Bereits am Samstag hatte der FC Sevilla in einem unglaublichen Finish im Fernduell mit Mallorca den Champions-League-Quali-Platz gesichert. Dritter wurde FC Valencia.

FC Barcelona - Real Valladolid 4:0

Tore: 1:0 Prieto (27./ET), 2:0 Pedro (31.), 3:0 Messi (62.), 4:0 Messi (68.)

Der Star des Spiels: Lionel Messi. Krönte sein individuell vielleicht bestes Jahr der Karriere mit den Saisontreffern Nummer 33 und 34 im 35. Ligaspiel. Zum Mitschreiben: 34 Treffer in 35 Spielen! Zumal der 22-Jährige ausreichend Möglichkeiten hatte, gegen das überforderte Valladolid das Torekonto sogar noch weiter nach oben zu schrauben.

Von seiner Chancenauswertung abgesehen demonstrierte Messi jedoch auch am letzten Spieltag, warum er mit weitem Abstand (auch vor einem gewissen Cristiano Ronaldo) der beste Fußballer der Welt ist. Normale Adjektive reichen nicht aus, um seine Klasse zu beschreiben. Und dass er dazu auch effektiv und uneigennützig sein kann, bewies er bei seiner Vorarbeit zu Pedros 2:0.

Die Gurke des Spiels: Luis Prieto. Valladolids Innenverteidiger als Gurke des Spiels zu nominieren, ist doppelt unfair. Erstens: Gegen Barcas Offensivwucht mussten bereits wesentlich begabtere Abwehrspieler kapitulieren. Und zweitens: Von Keeper Jacobo abgesehen war im Grunde jeder Gastspieler überfordert. Dennoch trifft Prieto der Bannstrahl, weil es in einer solch wichtigen Partie um den Klassenerhalt unentschuldbar ist, ein derart unnötiges Eigentor wie zum 0:1 zu fabrizieren.

Die Lehren des Spiels: Messi sagte vor einigen Tagen, dass es eigentlich sekundär sei, ob Barca diese Saison "nur" Meister wird, nachdem es im letzten, historischen Jahr sechs Titel zu bejubeln gab. Denn im Jahr 2050 würde man sich nur an den schönen Fußball erinnern, den Barcelona derzeit zelebrieren würde. Wie recht der Argentinier hat. Zwar blieb 2009/10 der totale Triumph aus - dennoch ist es nicht hoch genug anzurechnen, dass das vermeintlich satte Barca erneut den besten Fußball des Planeten zeigte. Das 4:0 gegen Valladolid ist ein Beleg dessen.

Beeindruckend, wie Trainer Pep Guardiola rechtzeitig von der weniger ergiebigen, auf Ibrahimovic fixierten Offensivtaktik abrückte und im Saisonendspurt mit der "Small-Ball"-Formation im Sturm mit Messi (1,69 Meter), Bojan Krkic (1,70) und Pedro (1,69) genau das richtige Rezept fand, um dem Team einen neuen Impuls zu geben.

Das Valladolid-Spiel gibt einen Vorgeschmack darauf, welche Spieler auch nächstes Jahr eine Zukunft bei Barca haben - und vor allem, welche Stars um ihren Platz zittern müssen. Dass Ibrahimovic und Henry erst spät eingewechselt wurden, ist kein Zufall.

FC Malaga - Real Madrid 1:1

Tore: 1:0 Duda (9.), 1:1 van der Vaart (48.)

Gelb-Rot: Duda (90.)

Es ist fast schon absurd: Real (96) kratzt wie Barca (99) an der 100-Punkte-Marke. Real erzielt unglaubliche 102 Saison-Tore und übertrifft damit sogar Barca (98). Die beiden Real-Stürmer Gonzalo Higuain (27 Tore) und Cristiano Ronaldo (26) waren fast genauso erfolgreich wie Barcas Messi (34).

Und doch gibt es keinen Zweifel, dass Real die klare Nummer zwei in Spanien ist. Das enttäuschende 1:1 in Malaga war der letzte Beweis dafür. Während Barca mühelos einen ähnlich starken (oder eben schwachen) Gegner dominierte, tat sich Madrid sehr schwer und konnte sogar froh sein, nicht verloren zu haben.

Dabei reichte Malaga ein simpler Taktik-Kniff, um die Real-Defensive immer wieder vor Probleme zu stellen: Eine sehr defensiv ausgerichtete Fünfer-Mittelfeld-Reihe, die den einzigen Stürmer Felipe Caicedo mit langen Bällen bediente. Der Ekuadorianer behauptete sich immer wieder gegen zwei, drei Gegenspieler und bereitete per Hacke auch schön Dudas 1:0 vor.

Madrid wurde daraufhin zwar stärker, aber es fehlte schlichtweg die Genialität und der kollektive Geist von Barcelona. Higuain und Ronaldo gaben sich redlich Mühe, doch wenn der Gegner derart gut eingestellt ist und mit Munua über einen starken Torwart verfügt, fehlen Madrid die Mittel.

Sich auf vereinzelnte Einzelaktionen wie bei van der Vaarts schönem 1:1 nach Dribbling gegen drei Malaga-Spieler zu verlassen, war die Saison über zu wenig, um es mit Barcelona aufzunehmen.

Der Kampf um Europa:

Unglaubliches Finish um die CL-Quali zwischen Sevilla und Mallorca!

Die Insulaner schlugen Espanyol Barcelona mit 2:0 (1:0) und erfüllten ihre Pflicht damit souverän. Größere Probleme offenbarte dagegen der FC Sevilla, der erst in der Nachspielzeit den 3:2-Sieg bei UD Almeria sicherstellte und somit in letzter Sekunde an Mallorca vorbeizog.

Kanoute brachte Sevilla nach 16 Minuten in Front, doch kurz vor der Pause traf Soriano zum Pausenstand von 1:1.

Nur acht Minuten nach Wiederanpfiff brachte ein Eigentor von Chico die Gäste erneut in Führung. In der 65. Minute musste Sevilla Negredo mit Rot vom Platz - 14 Minuten später traf Almeria zum 2:2 durch Juanma Ortiz.

Wäre es bei diesem Ergebnis geblieben, wäre Mallorca in die Qualifikation für die Königsklasse gekommen. Doch in der Nachspielzeit traf der erst kurz zuvor eingewechselte Rodri zum Sieg für Sevilla.

Zuvor qualifizierte sich der FC Getafe für die Europa League. Mit einem 3:0 (1:0) im Derby beim frischgebackenen Europa-League-Sieger Atletico Madrid sicherte sich der Klub den sechsten Rang und schaffte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Europapokal-Qualifikation durch die Platzierung im Ligabetrieb. Stürmer Roberto Soldado traf dabei doppelt.

2007 hatte sich Getafe durch den Einzug ins Finale des spanischen Pokals für den UEFA-Pokal und damit zum ersten Mal für einen Europapokal-Wettbewerb qualifiziert. In der vergangenen Spielzeit hatte der Klub am letzten Spieltag gerade noch den Abstieg verhindert.

Der 38. Spieltag im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung