Primera Division

Koeman in Valencia gefeuert

SID
Montag, 21.04.2008 | 19:32 Uhr
fußball, international, spanien, koeman
© Getty
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Madrid - Nicht einmal ein halbes Jahr nach seiner Verpflichtung und nur fünf Tage nach dem Gewinn des spanischen Pokals ist Trainer Ronald Koeman beim FC Valencia entlassen worden. Die Entscheidung fiel am Montagnachmittag in einer Krisensitzung, keine 24 Stunden nach der 1:5-Pleite Valencias in Bilbao.  

"Damit ist Koemans Schicksal besiegelt", hatte die Zeitung "El Mundo" in ihrer Montagsausgabe die Entscheidung schon vorhergesehen. Nach dem Debakel im Baskenland schwebt der Sieger der Copa del Rey in aktuter Abstiegsgefahr.

Nur zwei Punkte trennen die Mannschaft von Nationaltorhüter Timo Hildebrand, die 2004 noch die Meisterschaft und den UEFA-Cup gewann, von der Gefahrenzone.

Hildebrand hatte vor der Partie in Bilbao eine Rippenprellung erlitten und musste durch Ersatzkeeper Juan Luis Mora ersetzt werden.

"Wir werden in der Trainerfrage keine überstürzte Entscheidung treffen", sagte Valencias Klubchef Agustin Morera. "Marca" handelte Oscar Fernandez als neuen Cheftrainer. Der Coach der B-Elf war vor Koemans Verpflichtung im Herbst 2007 schon einmal eingesprungen.

Nur Schuster grummelt

Derweil feierte Real Madrid den 2:0-Sieg in Santander so ausgelassen, als wäre der Titel bereits sicher. Die Madrider Sportpresse stimmte in den Jubel ein.

"Marca" rief den Bürgermeister Alberto Ruiz Gallardon auf: "Bereite den Cibeles-Platz für die Meisterschaftsfeier vor!" Nur Trainer Bernd Schuster wahrte Zurückhaltung: "Wir haben einen weiteren Schritt getan, aber es ist noch nicht geschafft."

Am nächsten Wochenende schon?

Real (72) rangiert zehn Punkte vor dem FC Villarreal (62) und elf vor dem FC Barcelona (61). In den ausstehenden fünf Spielen benötigen die "Königlichen" noch zwei Siege, um den Titelgewinn perfekt zu machen.

Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass sie bereits am kommenden Wochenende mathematisch als neuer Meister feststehen. Dazu müsste Real gegen Bilbao gewinnen und die Konkurrenz straucheln.

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