Mittwoch, 27.02.2008

International

Spekulationen um möglichen Verkauf des FC Valencia

Valencia - Neue Unruhe beim spanischen Fußball-Erstligisten FC Valencia: Der Club des deutschen Nationaltorwarts Timo Hildebrand soll möglicherweise verkauft werden.

Vereinspräsident Juan Soler erwägt nach Presseberichten, einen großen Teil seiner Aktienanteile des Vereins abzutreten und sich aus der Clubführung zurückzuziehen.

Als mögliche Käufer wurden Solers vereinsinterner Gegenspieler Vicente Soriano und der Geschäftsmann Juan Villalonga genannt, der von 1996 bis 2000 an der Spitze des größten spanischen Unternehmens Telefónica stand.

Der in Großbritannien lebende Villalonga, ein Schulfreund des früheren spanischen Ministerpräsidenten José María Aznar, hatte 2006 vergeblich versucht, den FC Liverpool zu kaufen.

Koeman: "Wenn ich gehen muss, gehe ich eben" 

Clubchef Soler kam laut Presseberichten nach einem Treffen mit Soriano und Villalonga überein, die Gespräche fortzusetzen. Die Käufer wollten 65 Millionen Euro zahlen, um sich die Mehrheit der Clubaktien zu sichern, hieß es. Der FC Valencia bestritt in einem Kommuniqué, dass der Club zum Verkauf anstehe.

Allerdings wird in der Presse schon seit langem über eine mögliche Ablösung des Vereinspräsidenten spekuliert. Der Bauunternehmer Soler hatte zahlreiche Trainer und Manager verschlissen, aber keine sportlichen Erfolge vorweisen können. Er ist gesundheitlich angeschlagen und bei den Fans heftig umstritten.

Bei einem Machtwechsel würde auch der Posten von Trainer Ronald Koeman in Frage gestellt. Soriano hatte kürzlich erklärt: "Wenn ich Präsident wäre, bliebe Koeman keine zehn Minuten mehr im Amt." Der Niederländer selbst meinte zu den Spekulationen: "Wenn ich gehen muss, gehe ich eben. Da gibt es kein Problem."


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