Wunderkind auf dem Tablett

Von Haruka Gruber
Samstag, 05.01.2008 | 15:24 Uhr
Giovani, Barcelona
© Getty
Advertisement
Premier League
Huddersfield -
Chelsea
Premier League
Crystal Palace -
Watford (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Stoke (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Arsenal
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Premier League
Man City -
Tottenham
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Man United
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Premier League
Everton -
Swansea
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Premier League
Everton -
Chelsea
Premier League
Man City -
Bournemouth
Premier League
Leicester -
Man United
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)

München - Er ist der Superstar im Hintergrund. Die Referenz für alle Spin Doctors, Strippenzieher und Spieleragenten.

Wirklich viel weiß man nicht über Pini Zahavi. Dass er früher in seiner Heimat Israel ein Sportjournalist war. Dass er parallel anfing, Fußballer zu vermitteln. Dass er sich mittlerweile zum mächtigsten Spielerberater der Welt gemausert hat.

Am 1. November begrüßte Zahavi einen neuen Klienten. Giovani dos Santos, Wunderkind des FC Barcelona, blutjunge 18 Jahre alt.

Und weil Zahavi im Fußball-Business derart umtriebig agiert wie Giovani sonst nur auf dem Fußball-Platz, fing der Agent auch prompt an, seine Kostbarkeit anzupreisen.

Drei Tage in England

Mitte Dezember soll Zahavi ausgerechnet Barcas Erzrivalen Real Madrid Giovani offeriert haben, nun richtet der Israeli den Fokus offenbar auf den englischen Markt. So berichtet die Tageszeitung "The Sun", dass Giovani vergangene Woche für drei Tage in England weilte, um sich mit einer Heerschar von interessierten Trainern zu treffen. Namentlich werden Chelseas Avram Grant, Tottenhams Juande Ramos und Alex Feguson von Manchester United erwähnt.

Es heißt, Barcelona würde nicht mehr allzu viel Wert auf den Verbleib Giovanis legen, weil der Verein mit Ronaldinho, Lionel Messi, Andres Iniesta, Deco  und vor allem dem erst 17-jährigen Bojan Krkic über ausreichend viele Alternativen im Kreativbereich verfügt.

Daher seien die Katalanen bereit, von der in Giovanis Vertrag festgesetzten Ausstiegsklausel über 30 Millionen Euro abzurücken. Die "Sun" schreibt über ein Angebot Tottenhams über zwölf Millionen, Chelseas Offerte liegt bei 15 Millionen. ManU wiederum verzichtete auf ein Angebot, um ein Wettbieten zu vermeiden.

Kontakte, Kontakte, Kontakte

Ob Zahavi bei den Sitins zwischen dem mexikanischen Youngster und den Vereinen anwesend war, ist nicht überliefert. Es hätte sich angeboten.

Immerhin pflegt Zahavi ausgezeichnete Verbindungen zu Manchester und Chelsea. Mit Ferguson verbindet ihn eine Freundschaft, zudem fädelte er Rio Ferdinands 46-Millionen-Euro-Deal bzw. den Wechsel Juan Sebastian Verons (42 Millionen Euro) nach Old Trafford ein.

Bei Chelsea gehört er quasi zum Stamminventar, vermittelte etliche Transfers, ist ein Intimus von Grant und Klubbesitzer Roman Abramowitsch. Zahavi gilt gemeinhin als der Mastermind hinter der russischen Übernahme der Blues.

Sollte es Giovani tatsächlich in die Premier League ziehen,  er hätte sich demnach keinen besseren Berater aussuchen können. Nun ja, wären nur nicht die etlichen Klagen gegen Zahavi wegen Schwarzgeldzahlungen, illegalen Konten oder unlauteren Geschäftsgebarens...

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung