Ronaldinho und Rijkaard vor Barca-Weggang?

SID
Donnerstag, 06.12.2007 | 12:18 Uhr
rijkaard, ronaldinho, barcelona, barca
© Getty
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Barcelona - Die Spekulationen über einen möglichen Weggang Ronaldinhos vom FC Barcelona sind um eine Variante reicher.

Das spanische Fachblatt "Sport" berichtete, neben dem 27 Jahre alten Stürmer wolle auch Trainer Frank Rijkaard den Club verlassen. "Der Spieler und der Coach haben bereits entschieden, sich im Sommer von Barca zu verabschieden", schrieb das in Barcelona erscheinende Blatt.

Der erste Kandidat für die Nachfolge von Rijkaard wäre dessen Landsmann Marco van Basten. Der niederländische Nationaltrainer hatte angekündigt, dass er nach der Europameisterschaft 2008 sein Amt als Bondscoach niederlegen werde. Van Basten ist nach Angaben der Zeitung auch der Favorit von Johan Cruyff, der bei Barca als Graue Eminenz über großen Einfluss verfügt.

Abramowitsch will Offensiv-Fußball sehen

Das Ziel von Ronaldinho und Rijkaard werde wahrscheinlich der FC Chelsea London sei, berichtete "Sport". Dort wolle der russische Milliardär Roman Abramowitsch ein neues Team aufbauen, das sich am Stil von Barcas erfolgreichem Offensivfußball der Saison 2005/2006 orientieren solle.

Die Engländer haben bereits Rijkaards früheren Assistenten Henk Ten Cate als Co-Trainer unter Vertrag. Das Madrider Sportblatt "Marca" hatte berichtet, Chelsea sei bereit, Ronaldinho ein Jahresgehalt von zehn Millionen Euro netto zu zahlen.

Für Rijkaard zählt nur die Gegenwart

Der Bruder und Manager des Stars, Roberto de Assis, stellte jedoch klar, dass er mit dem FC Chelsea keine Verhandlungen geführt habe und die Zukunft Ronaldinhos in den Händen des FC Barcelona liege.

Die britische Zeitung "Independent" stellte die Vermutung auf, dass das angebliche Interesse des FC Chelsea möglicherweise eine Erfindung von Ronaldinhos Manager sei. Damit solle der Wert des Spieler erhöht werden, der bei Barca in letzter Zeit nur noch Reservist ist.

Rijkaard wollte zu den Gerüchten über seine Zukunft und einen möglichen Nachfolger nicht Stellung beziehen. "Es hilf niemandem weiter, über Dinge nachzudenken, die eventuell passieren könnten", sagte der Trainer. "Für mich zählt die Gegenwart."

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