Fussball

Vor Pokalspiel in Mailand: Lazio-Ultras sorgen mit Mussolini-Banner für Eklat

SID
Lazio-Fans haben vor dem Coppa-Halbfinale gegen den AC Mailand für einen Eklat gesorgt.

Ultras des italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom haben vor dem Halbfinal-Rückspiel im italienischen Pokal am Mittwochabend bei AC Mailand für einen Eklat gesorgt. Rund 60 Lazio-Fans zogen mit einem provozierenden Banner, auf dem "Ehre für Mussolini" stand, durch die Mailänder Innenstadt.

Dabei grölte der Mob lautstark faschistische Parolen und erinnerten damit an den am 28. April 1945 verstorbenen Diktator Mussolini, der von 1922 bis 1943 Ministerpräsident des damaligen Königreiches Italien war. Einige Chaoten zeigten zudem den Nazi-Gruß.

Zudem kursierte in den sozialen Medien ein Video mit rassistischen Gesängen, die von einer Gruppe von Lazio-Fans an den dunkelhäutigen französischen Milan-Profi Bakayoko gerichtet waren.

Die Stadt Mailand und der italienische Innenminister Matteo Salvini verurteilten die Aktion scharf. "Keine Toleranz für jegliche Form von Gewalt, weder körperlich noch verbal. Ich danke der Polizei für ihr sorgfältiges Eingreifen. Fußball muss eine Gelegenheit zum Feiern und zur Gemeinschaft sein, nicht für Kämpfe oder Konfrontationen", äußerte Milan-Fan Salvini auf Twitter.

Milan vs. Lazio: Besondere Sicherheitsmaßnahmen nach Hinspiel-Eklat

Rechtsextreme Gruppierungen innerhalb der Lazio-Ultras haben in der Vergangenheit immer wieder für Skandale gesorgt. Das Rückspiel (Hinspiel: 0:0) am Mittwochabend im Giuseppe-Meazza-Stadion stand ohnehin unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen, nachdem es in der Liga nach dem 1:0 der Mailänder gegen Lazio zu unschönen Szenen gekommen war.

Die AC-Profis Tiemoue Bakayoko und Franck Kessie hatten nach dem Dreier das Trikot des Lazio-Spielers Francesco Acerbi wie eine Trophäe geschwenkt. Daraufhin war es auf dem Feld zu Rangeleien gekommen. Milan-Coach Gennaro Gattuso musste dazwischengehen, um schwerere Auseinandersetzungen zu verhindern. Milan wurde wegen dieser Aktion zu einer Geldstrafe in Höhe von 86.000 Euro verurteilt.

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