Fussball

Mauro Icardis Beraterin Wanda Nara: Inter Mailand hat ihm "ein Bein genommen"

Von Ben Barthmann
Wanda Nara und Mauro Icardi sahen die Inter-Partie gegen Sampdoria Genua von der Tribüne.

Inter Mailand und Ex-Mannschaftskapitän Mauro Icardi sind auch nach dem 2:1-Sieg über Sampdoria Genua in der Serie A weiterhin auf Kriegsfuß. Beraterin und Ehefrau Wanda Nara wandte sich in einer TV-Show an die Öffentlichkeit und gab ein umfassendes Statement zum Streit ab.

"Manche sagen vielleicht, dass diese Binde ohne Bedeutung ist, aber für Mauro ist es, als ob Inter Mailand ihm einen Arm oder ein Bein weggenommen hätte", sagte Nara in der TV-Show Tiki Taka: "Er trägt dieses Trikot mit so viel Stolz. War in der Vergangenheit eine Entscheidung zwischen Geld und dem Trikot zu treffen, hat er sich immer für das Trikot entschieden."

Die Degradierung Icardis sei "ohne jede Vorwarnung" vom Verein vollzogen worden: "Ich stehe immer in Kontakt mit Inter, ich habe sie direkt auf der Kurzwahl. Aber von der Entscheidung habe ich über Twitter erfahren."

Im Rahmen der Vertragsverhandlungen hatte Icardi die Berufung für das Spiel gegen Rapid Wien verweigert und war daraufhin als Kapitän abgesetzt worden.

Icardi-Beraterin: "Nicht unser Ziel, Mailand zu verlassen"

Die Zukunft Icardis bleibt hingegen weiterhin unklar. Nara sprach zwar von einer "großen Liebe" gegenüber Inter und dementierte Gerüchte über einen vorzeitigen Abschied ("Es ist nicht unser Ziel, Mailand zu verlassen"). Allerdings gestalten sich die Vertragsverhandlungen bezüglich einer Verlängerung über 2021 hinaus weiterhin als schwierig. Nara und Ehemann Icardi fordern wohl mit Boni ein Jahressalär in Höhe von rund zehn Millionen Euro im Jahr, das aktuelle Inter-Angebot steht aber bei deutlich weniger.

Die Beraterin hatte zuletzt mögliche Abnehmer wie Real Madrid oder den FC Chelsea ins Spiel gebracht. Die Fans des Klubs nahmen das zum Anlass, das Auto der Icardi-Ehefrau mit einem Stein zu bewerfen und damit für weitere Unruhe im Verein zu sorgen.

Massimo Moratti steht zu Absetzung von Kapitän Mauro Icardi

Unter Tränen berichtete Nara in der TV-Show vom Vorfall. Sie habe ihre Kinder zum Training an das Gelände gefahren und "Mauro hat zu diesem Zeitpunkt noch geschlafen, deshalb habe ich sofort bei Inter angerufen." Direktor Massimo Moratti nahm sich der Situation an: "Er war sehr nett und ich danke ihm vielfach."

Der Inter-Funktionär selbst trennte sportliche wie menschliche Zusammenkunft. "Mauro ist 25 Jahre alt, er hat noch jede Menge zu lernen. Ich habe mich um Wanda gekümmert, weil es mich traurig gemacht hat, sie weinen zu sehen. Aber ich möchte verdeutlichen dass das, was wir tun, das Beste für Inter, für Mauro und für die Fans ist. Es war richtig, die Entscheidung zu treffen", so Moratti.

Inter-Trainer Luciano Spalletti wünscht sich "Normalität"

Noch sei die Tür für eine Wiedervereinigung zwischen Klub und Ex-Kapitän nicht geschlossen. "Wir haben nie seine Professionalität in Frage gestellt", erklärte Morattio: "Wir werden uns bald treffen, um über die Sache zu sprechen. Es steht ihnen frei, das Vertragsangebot anzunehmen oder abzulehnen."

Rein sportlich machte sich die Abwesenheit Icardis gegen Rapid Wien (1:0) und Sampdoria Genua (2:1) zwar durchaus bemerkbar, das Team von Luciano Spalletti gewann aber dennoch beide Spiele. Dass der Kapitän von der Tribüne aus zusah, war für den Trainer nur selbstverständlich. "Wir würden gerne zur Normalität zurückkehren", sagte Spaletti

 

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