Donnerstag, 12.05.2016

Serie A TIM, 38. Spieltag

Klose trifft zum Abschied

Miroslav Klose vergoldete seinen Abschied von Lazio Rom bei der Partie gegen den AC Florenz mit einem Treffer, sein Team verlor trotzdem mit 2:4. Juventus Turin beschenkt sich am 38. Spieltag der Serie A TIM bei seiner Meisterfeier selbst und besiegt Sampdoria Genua mit 5:0. Das Duell um Platz zwei zwischen dem AS Rom und Napoli entscheidet das Team aus dem Süden für sich - dank Stürmer Gonzalo Higuain, der mit 36 Saisontoren eine jahrzehntealte Bestmarke bricht.

Juventus Turin - Sampdoria Genua 5:0 (3:0)

Tore: 1:0 Evra (5.), 2:0 Dybala (15.), 3:0 Dybala (37.), 4:0 Chiellini (77.), 5:0 Bonucci (85.)

Rote Karte: Skriniar (15.)

Juve gab sich keine Blöße und fegte über Sampdoria hinweg! Früh im Spiel sorgten die Turiner für klare Verhältnisse. Evra köpfte den Ball in der fünften Minute nach einem Freistoß mutterseelenallein ein. Dann kam es knüppeldick für Samdoria: In der 15. Minute sah Skriniar für eine Notbremse die Rote Karte. Eine harte Entscheidung, Dybala verwandelte den Elfmeter trotzdem sicher. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es erneut Dybala, der nach einer tollen Einzelaktion den Ball aus 19 Metern ins Netz beförderte.

Juve hatte alles im Griff und ließ nichts anbrennen. So verging die zweite Hälfte, die Gastgeber verteidigten die Führung souverän. Am Ende sorgten Chiellini und Bonucci jeweils nach einer Ecke für ein noch deutlicheres Ergebnis. Der Meister zelebrierte einen sicheren Sieg und konnte anschließend den Scudetto im eigenen Stadion feiern.

AC Milan - AS Rom 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 Salah (19.), 0:2 El Shaarawy (59.), 0:3 Emerson (82.), 1:3 Bacca (86.)

Gewonnen und trotzdem nicht zufrieden. Die Roma machte ein gutes Spiel beim AC Milan und siegte auch verdient, muss im kommenden Sommer aber trotzdem in die Champions-League-Qualifikation. Frosinone leistete den Hauptstädtern im Parallelspiel von Napoli keine Schützenhilfe.

Temporeich und unterhaltsam präsentierte sich das Spiel in der ersten Halbzeit - mit Vorteilen für die Roma. Bereits in der Anfangsphase hatten Mohamed Salah und Radja Nainggolan die Führung auf dem Fuß, scheiterten aber jeweils knapp. In Minute 19 machte es der Ägypter besser und erzielte das 1:0. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit kam Milan besser ins Spiel, ohne sich aber zu belohnen.

Nach der Pause übernahm erneut die Roma das Kommando. Erst erzielte Stephan El Shaarawy das 2:0, dann öffnete sich der Vorhang für Francesco Totti. Knapp 30 Minuten durfte er bei seinem möglicherweise letzten Spiel für die Roma mitwirken. Kurz nach seiner Einwechslung erzielte er beinahe das 3:0, scheiterte mit seinem Schuss aber an Donnarumma. Emerson machte es in Minute 82 besser und sorgte so für die Entscheidung, Carlos Bacca gelingt vier Minuten später noch der Ehrentreffer.

SSC Neapel - Frosinone 4:0 (1:0)

Tore: 1:0 Hamsik (44.), 2:0 Higuain (52.), 3:0 Higuain (62.), 4:0 Higuain (72.)

Rote Karte: Gori (13.)

Mit einem Sieg konnte sich der SSC Neapel die direkte Champions League-Qualifikation sichern. Dementsprechend legten die Neapolitaner los wie die Feuerwehr und erarbeiteten sich zu Beginn einige Chancen. Dazu erwies in der 13. Minute Gori seiner Mannschaft einen Bärendienst. Nach einem Foul an Insigne beschwerte er sich lautstark beim Schiedsrichter und sah, wohl aufgrund einer Beleidigung, glatt die Rote Karte.

In Folge nutzte Napoli die Überzahl aus und attackierte unermüdlich das Tor von Frosinone. Allein in der ersten Hälfte schoss Neapel 19 mal auf das gegnerische Tor. Kurz vor dem Pausentee belohnte man sich schließlich für die Bemühungen. Nach einer Flanke von Ghoulam stand Hamsik (44.) goldrichtig und netzte ein.

Die besten Fußball-Ligen der Welt im Livestream bei SPOX.com

Nach Wiederanpfiff machte Napoli da weiter, wo es aufgehört hatte. Man stand sehr hoch und ließ Frosinone kaum Luft zum Atmen. Folgerichtig fiel das nächste Tor. Nach einer flachen Hereingabe von Allan netzte Higuain (52.) aus der Drehung ein. Zehn Minuten später schoss der Goalgetter gleich sein nächstes Tor, als er eine Flanke von Callejon am ersten Pfosten im Kasten unterbrachte.

Und Higuain hatte noch nicht genug! Mit einem sagenhaften Seitfallzieher (72.) schloss er seinen lupenreinen Hattrick ab und brach dabei einen 56 Jahre alten Rekord! Mit 36 Toren in einer Saison übertraf er die Bestmarke von Gunnar Nordahl aus der Saison 1949/50! Das Stadion stand Kopf und feierte seinen Torjäger sowie sein Team, das den Sieg locker nach Hause brachte.

Lazio Rom - AC Florenz 2:4 (1:3)

Tore: 1:0 Lulic (2.), 1:1 Vecino (31.), 1:2 Bernardeschi (40.), 1:3 Tello (45.), 1:4 Vecino (70.), 2:4 Klose (74., Elfmeter)

Niederlage? Egal! Beim letzten Saisonspiel von Lazio drehte sich alles um Miroslav Klose, der seine Abschiedsvorstellung im Stadio Olimpico feierte - und mit einem Treffer vergoldete. In der 74. Minute traf er vom Punkt zum 2:4. Schon vor dem Anpfiff bekam der Weltmeister mit leicht feuchten Augen Erinnerungsstücke überreicht. Und auch die Partie begann erfreulich für Lazio: Mit einem Traumtor von der Strafraumgrenze besorgte Senad Lulic das 1:0 für Lazio.

In der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit kippte die Partie aber wie aus dem Nichts zu Gunsten der Fiorentina. 31. Minute Matias Vecino, 40. Federico Bernardeschi, 45. Cristian Tello - und schon war das Spiel gedreht. Mit diesem Schock in den Knochen verabschiedeten sich Lazio und Klose erst einmal in die Kabine.

Nach der Pause wurde es erst einmal nicht besser, nach fünf Minurten traf Bernardeschi aber aus Sicht der Laziali zum Glück nur die Latte. Die Römer übernahmen in einer ereignisreichen Partie in der Folge das Kommando, musste aber einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Vecino erzielte das 1:4. (70.). Dann kam der große Moment des Miroslav Klose. Er spielte die kompletten 90 Minuten durch und wurde danach vom Stadionsprecher und den Fans gebührend gefeiert. Immer an seiner Seite: Die Söhne Noah und Luan.

Alles zur Serie A TIM

SPOX

Diskutieren Drucken Startseite
ITA

Serie A, 16. Spieltag


www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.