Sonntag, 03.04.2016

Serie A TIM, 31. Spieltag

Roma demontiert Lazio

Am 31. Spieltag der Serie A TIM demontierte der AS Rom im Derby della Capitale den Stadtrivalen Lazio Rom. Zum Auftakt gewann Juventus Turin im Schongang gegen den FC Empoli. Der SSC Neapel kassiert gegen Udine eine herbe Pleite, der Rückstand auf Juve wächst auf sechs Punkte an. Außerdem landete der FC Turin einen Überraschungscoup gegen ein dezimiertes Inter Mailand.

Juventus Turin - FC Empoli 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Mandzukic (44.)

Juve startete direkt schwungvoll in die Partie und kam früh zu guten Chancen. Doch auch der Gast aus Empoli versteckte sich zunächst nicht, konnte aber gegen die Abwehr der Alten Dame nur wenig Chancen kreieren. Immer wieder wurde deshalb der Qualitätsunterschied zwischen beiden Teams erkennbar.

In einer Phase, in der die Begegnung vor sich hin plätscherte, schlug der Tabellenführer dann eiskalt zu. Paul Pogba drang in den Strafraum ein und bediente Mario Mandzukic mit einer butterweichen Flanke, die der ehemalige Bayern-Akteur im Stile eines Klassestürmers verwertete (44.).

Im zweiten Durchgang begannen die Mannen aus der Toskana dann erneut sehr bemüht, fanden aber wie zuvor keine Lücken. Je länger das Spiel jedoch dauert, desto mehr verflachte die Partie. Juventus drängte erst in den letzten fünf Minuten auf die Entscheidung. Doch ein guter Torwart und der Querbalken retteten Empoli vor einer höheren Niederlage.

Udinese Calcio - SSC Neapel 3:1 (2:1)

Tore: 1:0 Bruno Fernandes (14./FE), 1:1 Higuain (24.), 2:1 Bruno Fernandes (45.), 3:1 Thereau (57.)

Bes. Vorkommnisse: Gabriel hält Foulelfmeter von Bruno Fernandes (26.)

Gelb-Rot: Higuain (75./Neapel)

Ciao Scudetto - war das die Vorentscheidung im Titelrennen? Eigentlich stand für Neapel gegen Udinese Calcio eine absolute Pflichtaufgabe auf dem Programm. Schließlich hatte Juventus bereits am Vortag die Hausaufgaben erledigt. Wollte man den Spitzenreiter nicht abreißen lassen, mussten dringend drei Punkte her. Doch bei Neapel lief so ziemlich alles schief.

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Vor allem in der ersten Halbzeit drehte sich die Partie hauptsächlich um einen Mann: Udines Bruno Fernandes. Er war es, der die 1:0-Führung für den Außenseiter per Strafstoß erzielte. Neapels Koulibaly hatte Badu zuvor von den Füßen geholt. Zwar schlug der Favorit aus Neapel zwischenzeitlich durch Higuain (24.) trocken zurück, doch wieder zwängte sich Bruno Fernandes in den Mittelpunkt. Denn nur Minuten nach dem Ausgleich gab's erneut Elfmeter für Udine, da Ghoulam Widmer im Strafraum umsenste. Erneut schritt der Portugiese zur Tat, diesmal ging jedoch Keeper Gabriel als Sieger hervor. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff gab's dennoch die Führung für den Underdog. Wieder war es, klar, Bruno Fernandes, der nach Vorlage von Zapata traf.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Überraschung ihren Lauf. Thereau erzielte nach einer Widmer-Flanke das 3:1 und sorgte bereits für die Vorentscheidung. Von einem Aufbäumen auf Seiten von Neapel war wenig zu sehen. Einzig Torjäger Higuain machte negativ auf sich aufmerksam: Der Argentinier musste nach überhartem Einsteigen in der 75. Minute vom Feld.

Der Rückstand auf Juventus beträgt für Neapel somit sechs Punkte. Bei noch sieben ausstehenden Spielen und dem irren Lauf von Juventus vermutlich die Vorentscheidung im Titelrennen.

Lazio Rom - AS Rom 1:4 (0:1)

Tore: 0:1 El Shaarawy (15.), 0:2 Dzeko (64.), 1:2 Parolo (75.), 1:3 Florenzi (83.), 1:4 Perotti (87.)

Gelb-Rot: Hoedt (90.+5/Lazio)

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Das Derby della Capitale bietet ja immer ganz besondere Vergleiche mit der Vergangenheit, immerhin hat Rom ja einen großen geschichtlichen Hintergrund. Edin Dzeko nahm sich das zu Herzen und imitierte Julius Cesar frei nach dem Motto "veni, vidi, vici" - der Bosnier kam, sah und siegte. In der 60. Minute eingewechselt war er wenig später gedankenschnell und drückte die Kugel zum vorentscheidenden 2:0 für den AS Rom über die Linie.

Stephan El Shaarawy hatte die Giallorossi, bei denen Francesco Totti in seinem wohl letzten Derby 90 Minuten auf der Bank saß, in der 15. Minute in Führung gebracht. Auch Miroslav Klose kam erst im Laufe der 2. Hälfte ins Spiel, musste dann den Dzeko-Schock verdauen, ehe er den Anschlusstreffer von Marco Parolo (75.) per Kopf vorbereitete.

Die anschließenden wütenden Angriffe von Lazio konterten Alessandro Florenzi mit einem sehenswerten Schuss ins linke untere Eck (83.) und Diego Perotti (87.) und besiegelten damit die Lazio-Niederlage.

Inter Mailand - FC Turin 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Icardi (17., HE), 1:1 Molinaro (55.), 1:2 Belotti (73., FE)

Gelb-Rot: Miranda (57., Inter, wiederholtes Foulspiel)

Rot: Nagatomo (72., Inter, Notbremse)

Inter kam besser in die Partie und bekam in der 17. Minute einen Handelfmeter zugesprochen. Moretti warf sich bei einem Schuss von Brozovic in die Flugbahn und erwischte den Ball unglücklich mit dem Arm. Mauro Icardi ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte eiskalt. Anschließend spielte Turin mutiger nach vorne, kam aber zu selten gefährlich vor das Tor von Samir Handanovic.

Im zweiten Durchgang veränderte sich zunächst wenig. Doch Torino schlug aus dem Nichts zu. Ein simpler Doppelpass zwischen Cristiano Molinaro und Maxi Lopez hebelte die komplette Abwehr der Nerazzurri aus und der Ex-Stuttgarter schob aus zehn Metern gekonnt ein. Kurz darauf musste Inters Miranda wegen wiederholten Foulspiels vom Platz.

Noch nicht viel spät dezimierte sich Inter erneut. Nach einem klugen Pass von Lopez kam Andrea Belotti im Strafraum an den Ball und konnte nur noch mit einem Foul inklusive Roter Karte für eine Notbremse von Yuto Nagatomo gestoppt werden. Der Gefoulte selbst schoss zur Führung für Torino ein. In der Schlussphase drängte Inter noch einmal, doch das Heimteam wurde für ihren Aufwand nicht mehr belohnt.

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